Du fragst dich, was Psoriasis vulgaris genau ist und ob du davon betroffen sein könntest? Dieser Text liefert dir alle wichtigen Informationen über diese chronische Hauterkrankung, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, speziell für Betroffene und Interessierte im deutschsprachigen Raum.
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zum Angebot »Was genau ist Psoriasis vulgaris?
Psoriasis vulgaris, auch bekannt als Plaque-Psoriasis, ist die häufigste Form der Psoriasis. Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch eine beschleunigte Zellteilung der Oberhaut gekennzeichnet ist. Normalerweise dauert die Zellerneuerung der Haut etwa 28 bis 30 Tage. Bei Psoriasis vulgaris ist dieser Prozess auf wenige Tage verkürzt. Dies führt dazu, dass sich Hautzellen zu schnell ansammeln und sich zu charakteristischen Hautveränderungen entwickeln. Diese Hautveränderungen sind typischerweise scharf begrenzte, erhabene, gerötete Flecken, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Psoriasis ist keine ansteckende Krankheit, sondern eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Hautzellen angreift. Sie kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber häufig im jungen Erwachsenenalter.
Ursachen und Auslöser der Psoriasis vulgaris
Die genauen Ursachen für Psoriasis vulgaris sind noch nicht vollständig geklärt, aber es ist ein komplexes Zusammenspiel aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen. Man geht davon aus, dass eine genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielt. Wenn also ein oder mehrere Familienmitglieder an Psoriasis erkrankt sind, erhöht sich das Risiko, selbst zu erkranken. Allerdings führt nicht jeder mit der entsprechenden Veranlagung zwangsläufig zu einer Erkrankung. Hier kommen sogenannte Triggerfaktoren ins Spiel, die die Krankheit auslösen oder einen Schub begünstigen können. Zu den häufigsten Auslösern zählen:
- Stress: Psychischer und emotionaler Stress kann die Immunreaktion beeinflussen und Psoriasis-Schübe auslösen.
- Infektionen: Insbesondere bakterielle Infektionen, wie zum Beispiel Mandelentzündungen (Streptokokken-Infektionen), können eine Psoriasis auslösen oder verschlimmern. Auch Virusinfektionen können eine Rolle spielen.
- Hautverletzungen: Kratzen, Schnitte, Verbrennungen oder auch Insektenstiche können an der betroffenen Stelle zu Psoriasis-Läsionen führen. Dieses Phänomen wird als Köbner-Phänomen bezeichnet.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie z.B. Lithium, Betablocker oder Malariamittel, können Psoriasis verursachen oder verschlimmern.
- Umwelteinflüsse: Kalte und trockene Luft kann die Haut austrocknen und Psoriasis-Symptome verschlimmern. Umgekehrt kann zu intensive Sonneneinstrahlung in manchen Fällen auch negativ wirken.
- Rauchen und Alkoholkonsum: Diese Lebensstilfaktoren können das Risiko, an Psoriasis zu erkranken, erhöhen und die Schwere der Erkrankung beeinflussen.
Symptome der Psoriasis vulgaris
Die Symptome der Psoriasis vulgaris können von Person zu Person stark variieren. Einige Menschen haben nur wenige, kleine Hautstellen, während andere größere Bereiche ihrer Haut betroffen haben. Die typischen Symptome umfassen:
- Hautausschlag: Charakteristisch sind scharf begrenzte, rote Flecken (Plaques), die mit dicken, silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Diese Plaques können jucken und schmerzen.
- Juckreiz: Starker Juckreiz ist ein sehr häufiges und oft quälendes Symptom der Psoriasis, das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.
- Trockene Haut: Die betroffenen Hautstellen sind oft sehr trocken und können einreißen, was zu Blutungen und Schmerzen führen kann.
- Verdickte und verfärbte Nägel: Neben der Haut können auch die Nägel betroffen sein. Dies äußert sich in Verdickungen, Verfärbungen (gelblich-braun), Grübchenbildung und Ablösung des Nagels vom Nagelbett (Onycholyse).
- Schuppenbildung: Die silbrigen Schuppen lassen sich oft leicht abkratzen, was aber zu weiteren Reizungen und Entzündungen führen kann.
- Lokalisation: Typische Stellen für Psoriasis vulgaris sind Ellenbogen, Knie, die Kopfhaut, der untere Rücken und die Fingernägel. Sie kann aber auch an anderen Körperstellen auftreten.
Formen der Psoriasis vulgaris
Obwohl Psoriasis vulgaris die häufigste Form ist, gibt es verschiedene Erscheinungsbilder, die unter diesen Begriff fallen:
- Psoriasis erythematosa (typische Form): Die klassische Form mit roten, erhabenen Plaques und silbrigen Schuppen.
- Psoriasis guttata (tröpfchenförmig): Kleine, tröpfchenförmige rote Flecken, die oft nach einer Streptokokken-Infektion auftreten.
- Psoriasis inversa: Tritt in Hautfalten auf (Achseln, Leisten, unter der Brust) und ist oft weniger schuppig, dafür feuchter und geröteter.
- Psoriasis pustulosa: Eine seltenere Form, bei der sich auf den roten Hautstellen mit Eiter gefüllte Bläschen bilden.
- Psoriasis arthropathica: Eine Form, die mit Gelenkentzündungen einhergeht. Diese ist oft mit Psoriasis vulgaris assoziiert.
Diagnose der Psoriasis vulgaris
Die Diagnose von Psoriasis vulgaris wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und die Anamnese gestellt. Ein erfahrener Dermatologe erkennt die typischen Hautveränderungen oft schon auf den ersten Blick. In einigen Fällen kann eine Hautbiopsie notwendig sein, um die Diagnose zu sichern und andere Hauterkrankungen auszuschließen. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.
Behandlung von Psoriasis vulgaris
Psoriasis vulgaris ist eine chronische Erkrankung, das heißt, sie ist derzeit nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern, Entzündungen zu reduzieren, die Lebensqualität zu verbessern und die Zeit zwischen den Schüben zu verlängern. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und der betroffenen Körperoberfläche. Es gibt verschiedene Therapieansätze:
Topische Therapien (äußerlich angewendet)
Diese Therapien werden direkt auf die Haut aufgetragen und sind oft die erste Wahl bei leichten bis mittelschweren Formen der Psoriasis.
- Kortikosteroide: Sie wirken entzündungshemmend und können Juckreiz und Rötungen schnell lindern. Sie sollten jedoch aufgrund möglicher Nebenwirkungen (Hautverdünnung, Dehnungsstreifen) nur kurzfristig und nach ärztlicher Anweisung angewendet werden.
- Vitamin-D3-Analoga: Diese helfen, die übermäßige Zellteilung zu verlangsamen und die Entzündung zu reduzieren. Sie sind gut verträglich und können langfristig eingesetzt werden.
- Calcineurin-Inhibitoren: Sie wirken ebenfalls entzündungshemmend und sind besonders für empfindliche Hautbereiche wie das Gesicht oder die Genitalien geeignet.
- Teerpräparate: Steinkohlenteer wird seit langem zur Behandlung von Psoriasis eingesetzt. Er wirkt entzündungshemmend und schuppenlösend, hat aber einen unangenehmen Geruch und kann die Haut lichtempfindlicher machen.
- Salizylsäure: Hilft, die dicken Schuppen zu lösen und die Haut auf andere topische Medikamente vorzubereiten.
Systemische Therapien (innerlich angewendet)
Diese Therapien werden bei mittelschweren bis schweren Formen der Psoriasis eingesetzt, wenn topische Behandlungen nicht ausreichend wirken.
- Methotrexat: Ein Immunsuppressivum, das die Zellteilung verlangsamt und Entzündungen hemmt.
- Ciclosporin: Ebenfalls ein Immunsuppressivum, das bei schweren Schüben schnell Linderung verschaffen kann.
- Acitretin: Ein Retinoid, das die Zellteilung normalisiert. Es ist besonders wirksam bei Psoriasis pustulosa.
Biologika (Biotechnologische Medikamente)
Biologika sind eine neuere Klasse von Medikamenten, die gezielt auf bestimmte Entzündungsbotenstoffe des Immunsystems wirken. Sie sind sehr wirksam bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis und auch bei Psoriasis-Arthritis.
- TNF-alpha-Inhibitoren: Blockieren den Entzündungsbotenstoff TNF-alpha.
- Interleukin-Inhibitoren: Zielen auf andere Entzündungsbotenstoffe wie Interleukin-12, -23 oder -17 ab.
Biologika werden in der Regel gespritzt und erfordern eine sorgfältige Überwachung durch den Arzt. Sie können das Immunsystem schwächen und somit die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.
Lichttherapie (Phototherapie)
Die Anwendung von UV-Licht (insbesondere UVB) unter ärztlicher Aufsicht kann die Entzündung der Haut reduzieren und die Zellteilung normalisieren. Dies wird oft in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt.
Lebensstil und Selbstmanagement
Neben den medizinischen Behandlungen spielen auch Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle im Umgang mit Psoriasis vulgaris:
- Hautpflege: Regelmäßiges Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen oder Cremes hilft, die Haut geschmeidig zu halten und Juckreiz zu lindern.
- Stressbewältigung: Techniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Stress abzubauen.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, reich an Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren, kann das Immunsystem unterstützen.
- Vermeidung von Auslösern: Identifizieren und meiden Sie bekannte Triggerfaktoren wie Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum oder bestimmte Medikamente.
| Aspekt | Beschreibung | Relevanz für Betroffene |
|---|---|---|
| Krankheitsbild | Chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung der Haut mit beschleunigter Zellerneuerung. | Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen und des chronischen Charakters. |
| Häufigkeit und Erscheinungsformen | Psoriasis vulgaris ist die häufigste Form; verschiedene Ausprägungen wie Plaque-, Guttata-, Inversa-Form. | Erkennen der eigenen Symptomform und Abgrenzung zu anderen Hauterkrankungen. |
| Ursachen und Auslöser | Genetische Veranlagung in Kombination mit Umweltfaktoren und Triggerereignissen (Stress, Infektionen etc.). | Ermöglicht die Identifikation und ggf. Vermeidung von Faktoren, die Schübe auslösen können. |
| Behandlungsstrategien | Vielfältig: topische Cremes, systemische Medikamente, Biologika, Phototherapie. Fokus auf Symptomkontrolle und Lebensqualität. | Information über verfügbare Therapieoptionen zur Linderung und Management der Erkrankung. |
| Lebensqualität und Management | Psoriasis kann physische und psychische Belastungen mit sich bringen; Selbstmanagement und ärztliche Begleitung sind entscheidend. | Hinweis auf die Bedeutung von Hautpflege, Stressbewältigung und psychologischer Unterstützung. |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Was ist Psoriasis vulgaris?
Ist Psoriasis vulgaris heilbar?
Nein, Psoriasis vulgaris ist eine chronische Erkrankung, die derzeit nicht heilbar ist. Die Behandlungsziele sind jedoch die Linderung der Symptome, die Reduzierung von Entzündungen und die Verbesserung der Lebensqualität, sodass viele Betroffene ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen können.
Ist Psoriasis vulgaris ansteckend?
Nein, Psoriasis vulgaris ist nicht ansteckend. Sie ist eine Autoimmunerkrankung und keine Infektionskrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Sie können also ohne Bedenken engen Kontakt zu Menschen mit Psoriasis haben.
Welche Körperstellen sind am häufigsten von Psoriasis vulgaris betroffen?
Die häufigsten Stellen sind Ellenbogen, Knie, die Kopfhaut, der untere Rücken und die Nägel. Psoriasis kann jedoch prinzipiell am ganzen Körper auftreten.
Wie erkenne ich einen Psoriasis-Schub?
Ein Schub äußert sich typischerweise durch eine Zunahme der Rötung, Schuppung und des Juckreizes der betroffenen Hautstellen. Oft werden auch neue Plaques sichtbar oder bestehende vergrößern sich. Manchmal können auch allgemeine Krankheitsgefühle wie Müdigkeit auftreten.
Kann ich meine Psoriasis durch Ernährung beeinflussen?
Es gibt keine spezifische „Psoriasis-Diät“, die für jeden funktioniert. Viele Betroffene berichten jedoch von positiven Effekten durch eine ausgewogene, entzündungshemmende Ernährung mit viel Obst, Gemüse und gesunden Fetten. Es ist ratsam, individuelle Auslöser durch Beobachtung der eigenen Reaktionen herauszufinden und gegebenenfalls eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.
Welche Rolle spielt Stress bei Psoriasis vulgaris?
Stress ist ein sehr häufiger und signifikanter Auslöser für Psoriasis-Schübe. Psychische Belastung kann das Immunsystem beeinflussen und Entzündungsreaktionen im Körper verstärken, was sich dann in einer Verschlechterung der Hautsymptome äußert.
Muss ich bei Psoriasis vulgaris immer zum Arzt?
Ja, eine ärztliche Abklärung und Betreuung ist bei Psoriasis vulgaris sehr wichtig. Ein Dermatologe kann die Diagnose stellen, die Schwere der Erkrankung beurteilen und die für dich am besten geeignete Behandlungsstrategie entwickeln. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen, den Krankheitsverlauf zu überwachen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.