Wenn ein lieber Mensch mit Psoriasis lebt, kann das auch für dich als Angehöriger oder Freund eine Herausforderung sein. Dieser Text richtet sich an alle, die Psoriasis-Betroffene in ihrem Umfeld unterstützen möchten, aber unsicher sind, wie sie am besten helfen können. Wir beleuchten, welche Formen der Unterstützung es gibt und wie du einen positiven Einfluss auf das Leben der betroffenen Person nehmen kannst.
Das sind die beliebtesten Psoriasis Produkte
Arthritis und Psoriasis heilen durch einen gesunden Darm: Die Mikrobiom-Kur gegen Autoimmunerkrankungen ...
zum Angebot »
Kochbuch gegen Schuppenpflechte: Die leckersten und abwechslungsreichsten Rezepte für eine gesunde Haut und gegen ...
zum Angebot »
Sorion Repair Creme – Spezialpflege bei Hautirritationen, Rötungen und Juckreiz zur intensiven Regeneration chro ...
zum Angebot »
Sorion Repair Creme – Spezialpflege bei Hautirritationen, Rötungen und Juckreiz zur intensiven Regeneration chro ...
zum Angebot »
Vichy Dercos Psolution Pflegeshampoo: Beruhigendes Pflegeshampoo mit 5 % Urea gegen trockene juckende Kopfhaut – ...
zum Angebot »
N1 Psoriasis Intensivcreme 50 ml - Ekzem & Neurodermitis Creme - beruhigt, pflegt, lindert und glättet rote, schup ...
zum Angebot »
Psoriasis-Diät-Kochbuch für Anfänger: Gesunde und leckere Psoriasis-freundliche Gerichte für eine gesündere Ha ...
zum Angebot »Psoriasis verstehen: Die Grundlage jeder Unterstützung
Um effektiv unterstützen zu können, ist es essenziell, die Psoriasis (Schuppenflechte) besser zu verstehen. Psoriasis ist keine ansteckende Hauterkrankung, sondern eine chronische Autoimmunerkrankung, die zu einer beschleunigten Zellteilung der Haut führt. Dies äußert sich typischerweise in schuppenden, geröteten und oft juckenden Hautstellen, den sogenannten Plaques. Doch Psoriasis ist mehr als nur ein Hautproblem: Sie kann den gesamten Körper betreffen und mit erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen einhergehen.
Die Ursachen sind komplex und umfassen genetische Veranlagung, Fehlregulationen des Immunsystems und Umweltfaktoren. Die Erkrankung verläuft oft schubweise, das heißt, Phasen mit stärkeren Symptomen wechseln sich mit symptomfreien oder -armen Zeiten ab. Die typischen Stellen sind Ellenbogen, Knie, Kopfhaut, aber auch Nägel und Gelenke (Psoriasis-Arthritis).
Für Betroffene bedeutet Psoriasis oft mehr als nur sichtbare Hautveränderungen. Die körperlichen Symptome wie Juckreiz, Schmerzen und Entzündungen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Hinzu kommen psychische Belastungen wie Schamgefühle, Angst vor Ablehnung, vermindertes Selbstwertgefühl und sozialer Rückzug. Die chronische Natur der Erkrankung erfordert eine langfristige Bewältigung und kann zu Gefühlen der Hoffnungslosigkeit führen.
Unterstützung im Alltag: Praktische Hilfe und Verständnis
Die tägliche Unterstützung kann in vielen kleinen, aber bedeutsamen Gesten liegen. Der Schlüssel ist, auf die Bedürfnisse der betroffenen Person einzugehen und nicht zu bevormunden.
- Hörvermögen und Empathie: Oft ist es schon hilfreich, einfach zuzuhören, ohne sofort Ratschläge zu geben. Lass die Person über ihre Gefühle und Schwierigkeiten sprechen. Zeige Verständnis dafür, dass die Erkrankung nicht nur oberflächlich ist, sondern tiefgreifende Auswirkungen hat. Vermeide Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm“ oder „Reiß dich mal zusammen“.
- Praktische Hilfe bei der Hautpflege: Bei starkem Juckreiz oder empfindlicher Haut kann die tägliche Hautpflege mühsam sein. Biete an, beim Eincremen zu helfen, besonders an schwer erreichbaren Stellen wie dem Rücken. Das kann eine Intimitätsfrage sein, sei hier sensibel und frag vorher nach.
- Unterstützung bei Arztbesuchen und Therapien: Psoriasis erfordert oft eine enge Zusammenarbeit mit Dermatologen und anderen Fachärzten. Biete an, zu Arztterminen zu begleiten, Notizen zu machen oder bei der Einhaltung von Therapieplänen zu unterstützen (z. B. Erinnerungen an Medikamenteneinnahme oder Cremen).
- Akzeptanz und Normalisierung: Versuche, die Psoriasis nicht zum alleinigen Thema zu machen, aber auch nicht zu ignorieren. Sprich offen darüber, wenn es nötig ist, aber vergiss nicht, den Menschen hinter der Erkrankung zu sehen. Gehe normal mit der Person um, und vermeide es, sie aufgrund ihrer Haut anders zu behandeln.
- Umgang mit Juckreiz: Der Juckreiz bei Psoriasis kann quälend sein. Biete kühlende Umschläge, feuchte Verbände oder geeignete Cremes an, um Linderung zu verschaffen. Ermutige die Person, nicht zu kratzen, da dies die Haut weiter schädigen und Entzündungen verschlimmern kann.
Emotionale und psychische Unterstützung: Seelenfrieden stärken
Neben praktischer Hilfe ist die emotionale und psychische Unterstützung von unschätzbarem Wert. Psoriasis kann zu Isolation und psychischer Belastung führen, hier kannst du aktiv gegensteuern.
- Gefühle validieren: Bestätige die Gefühle der betroffenen Person. Wenn sie sich traurig, frustriert oder wütend fühlt, sage ihr, dass ihre Gefühle verständlich sind. Dies kann helfen, das Gefühl der Einsamkeit zu reduzieren.
- Positive Verstärkung und Selbstwertgefühl: Psoriasis kann das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen. Hebe die Stärken und positiven Eigenschaften der Person hervor. Erinnere sie an ihre Erfolge und Talente, die nichts mit ihrer Haut zu tun haben.
- Gemeinsame Aktivitäten planen: Auch wenn die Person sich vielleicht zurückzieht, ermutige sie zu gemeinsamen Aktivitäten, die ihr Freude bereiten. Dies können Spaziergänge, kulturelle Veranstaltungen, Treffen mit Freunden oder gemeinsame Hobbys sein. Wichtig ist, Aktivitäten zu wählen, bei denen sich die Person wohlfühlt und der Fokus nicht ausschließlich auf ihrer Haut liegt.
- Aufklärung über Triggerfaktoren: Stress, bestimmte Ernährungsgewohnheiten oder Infektionen können Psoriasis-Schübe auslösen. Hilf der Person, ihre individuellen Trigger zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um damit umzugehen. Das kann beinhalten, Stressbewältigungstechniken zu erlernen oder eine entspanntere Lebensweise zu fördern.
- Ermutigung zur Selbsthilfe und Therapie: Unterstütze die Person dabei, sich mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und aktiv an ihrer Behandlung mitzuwirken. Ermutige sie, sich über neue Therapieansätze zu informieren, Selbsthilfegruppen zu besuchen oder psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, falls nötig.
- Grenzen respektieren: Es ist wichtig, die Bedürfnisse und Grenzen der betroffenen Person zu erkennen und zu respektieren. Manchmal braucht sie einfach Zeit für sich. Zwinge sie nicht zu Aktivitäten oder Gesprächen, wenn sie sich nicht danach fühlt.
Die Rolle von Angehörigen: Ein unterstützendes Netzwerk
Als Angehöriger oder Freund bist du Teil eines wichtigen Netzwerks für die Psoriasis-betroffene Person. Deine Präsenz und dein Verständnis können einen großen Unterschied machen.
Information und Aufklärung im Umfeld: Manchmal ist es auch deine Aufgabe, das Umfeld der betroffenen Person aufzuklären. Erkläre Freunden, Kollegen oder entfernten Verwandten, dass Psoriasis nicht ansteckend ist und dass die betroffene Person nicht „schmutzig“ oder „unrein“ ist. Vorurteile können durch Wissen abgebaut werden.
Unterstützung bei der Ernährung: Auch wenn es keine allgemeingültige Psoriasis-Diät gibt, kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung das Wohlbefinden verbessern. Unterstütze die Person dabei, gesunde Mahlzeiten zuzubereiten oder sich ausgewogen zu ernähren. Informiere dich über mögliche entzündungshemmende Lebensmittel.
Bewegung und Sport: Regelmäßige körperliche Aktivität kann bei Psoriasis und damit verbundenem Stress sehr hilfreich sein. Ermutige die Person zu Bewegung und biete an, gemeinsam Sport zu treiben. Achte auf Sportarten, die die Haut nicht zusätzlich reizen.
Geduld und Langfristigkeit: Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die lebenslang bestehen kann. Sei geduldig und bleibe langfristig eine unterstützende Konstante im Leben der betroffenen Person. Rückschläge können vorkommen, aber deine kontinuierliche Unterstützung ist wertvoll.
Wichtige Aspekte für Angehörige: Eigene Grenzen setzen
Während deine Unterstützung wertvoll ist, ist es ebenso wichtig, auf dich selbst zu achten. Die Betreuung einer chronisch kranken Person kann auch für dich eine Belastung darstellen.
- Eigene Bedürfnisse nicht vernachlässigen: Vergiss nicht, dir selbst Pausen zu gönnen und deine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Das kann bedeuten, Zeit für Hobbys, Freunde oder Entspannung zu finden.
- Grenzen erkennen und kommunizieren: Sei dir deiner eigenen Kapazitäten bewusst und kommuniziere offen, wenn du an deine Grenzen stößt. Es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen oder auch mal „Nein“ zu sagen.
- Informationen teilen, aber nicht aufzwingen: Wenn du neue Informationen oder Behandlungsmöglichkeiten entdeckst, teile sie mit der betroffenen Person, aber dränge sie nicht. Die Entscheidung für eine Therapie liegt immer bei ihr.
- Austausch mit anderen Angehörigen: Der Austausch mit anderen Angehörigen von Psoriasis-Betroffenen kann sehr entlastend sein. Hier kannst du Erfahrungen teilen und von anderen lernen.
Überblick: Formen der Unterstützung für Psoriasis-Betroffene
| Form der Unterstützung | Beschreibung | Wann relevant? |
|---|---|---|
| Informationsvermittlung | Wissen über Psoriasis vermitteln, Vorurteile abbauen, Aufklärung im Umfeld. | Zu Beginn der Erkrankung, bei neuen Kontakten, im sozialen Umfeld. |
| Empathisches Zuhören | Gefühle anerkennen, Verständnis zeigen, ohne sofort Lösungen zu präsentieren. | In emotional herausfordernden Phasen, bei Gesprächen über die Belastung. |
| Praktische Alltagshilfe | Unterstützung bei Hautpflege, Arztbesuchen, Einhaltung von Therapien. | Bei akuten Schüben, Einschränkungen im Alltag, komplexen Behandlungen. |
| Psychische Entlastung | Selbstwertgefühl stärken, positive Aktivitäten fördern, Umgang mit Stress. | Bei sozialem Rückzug, Antriebslosigkeit, psychischem Leid. |
| Motivation zur Selbsthilfe | Ermutigung zur Therapie, Nutzung von Ressourcen, Selbsthilfegruppen. | Wenn die betroffene Person Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung braucht. |
| Grenzen respektieren und eigene Grenzen schützen | Bedürfnisse anerkennen, eigene Kapazitäten nicht überdehnen, Pausen einlegen. | Kontinuierlich, um langfristig eine unterstützende Rolle einnehmen zu können. |
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Psoriasis: wie Angehörige und Freunde unterstützen können
Was ist der wichtigste erste Schritt, wenn ich jemanden mit Psoriasis unterstützen möchte?
Der wichtigste erste Schritt ist, sich über Psoriasis zu informieren. Verstehen Sie, dass es sich um eine chronische Autoimmunerkrankung handelt, die nicht ansteckend ist und erhebliche körperliche sowie seelische Auswirkungen haben kann. Vermeiden Sie Vorurteile und gehen Sie offen, aber respektvoll mit der Erkrankung um. Das Grundverständnis schafft die Basis für jegliche weitere Unterstützung.
Wie gehe ich am besten mit dem Juckreiz um, den die betroffene Person hat?
Bieten Sie Linderungsmöglichkeiten an, wie kühlende Umschläge, feuchte Kompressen oder die Anwendung von juckreizlindernden Cremes, sofern diese ärztlich empfohlen wurden. Ermutigen Sie die Person, nicht zu kratzen, da dies die Hautschäden verschlimmern kann. Zeigen Sie Verständnis für die quälende Natur des Juckreizes und bieten Sie Ablenkung an.
Sollte ich die betroffene Person auf ihre Haut ansprechen?
Das hängt stark von der Beziehung und der Persönlichkeit der betroffenen Person ab. In den meisten Fällen ist es besser, das Thema nicht ständig in den Vordergrund zu rücken, es sei denn, die Person spricht es selbst an oder es gibt konkreten Handlungsbedarf. Zeige deine Unterstützung und dein Verständnis, aber vermeide es, die Haut zum alleinigen Fokus zu machen. Das Wichtigste ist, den Menschen hinter der Erkrankung zu sehen und wertschätzen.
Wie kann ich jemandem mit Psoriasis bei der Bewältigung von Stress helfen?
Stress ist ein bekannter Trigger für Psoriasis-Schübe. Helfen Sie der betroffenen Person, Stressauslöser zu identifizieren und Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln. Das kann beinhalten, gemeinsam Entspannungsübungen zu machen, Sport zu treiben oder einfach nur ein offenes Ohr für Sorgen zu haben. Ermutigen Sie zu Aktivitäten, die Freude bereiten und zur Entspannung beitragen.
Was kann ich tun, wenn die betroffene Person sich wegen ihrer Psoriasis zurückzieht?
Das Zurückziehen ist oft eine Reaktion auf Schamgefühle oder die Angst vor Ablehnung. Bieten Sie Ihre Gesellschaft unverbindlich an und signalisieren Sie, dass Sie da sind, ohne Druck auszuüben. Schlagen Sie Aktivitäten vor, die in einem privaten oder geschützten Rahmen stattfinden können und bei denen sich die Person wohlfühlt. Wichtig ist, die Person nicht zu isolieren, sondern ihr zu zeigen, dass sie trotz ihrer Erkrankung ein wertvoller Teil sozialer Kreise ist.
Ist es wichtig, dass ich mich über neue Behandlungsmöglichkeiten informiere?
Es ist hilfreich, sich generell über Psoriasis und aktuelle Behandlungsmethoden zu informieren, da dies Ihr Verständnis vertieft und Sie zu einem besseren Gesprächspartner macht. Wenn Sie auf neue Informationen stoßen, teilen Sie diese mit der betroffenen Person, aber drängen Sie nicht zu einer bestimmten Therapie. Die Entscheidungsfindung über die Behandlung muss immer bei der betroffenen Person und ihrem Arzt liegen. Ihr Wissen kann aber eine gute Grundlage für ein Gespräch sein.
Wie gehe ich damit um, wenn ich mich selbst überfordert fühle?
Es ist absolut legitim, sich überfordert zu fühlen. Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die langfristig eine große Herausforderung darstellen kann. Suchen Sie sich selbst Unterstützung, sei es durch Gespräche mit Freunden, Familie oder professionelle Hilfe. Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten und grenzen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse von denen der betroffenen Person ab. Sie können nur dann gut unterstützen, wenn es Ihnen selbst gut geht.