Wenn die Haut brennt, juckt oder nässt, ist die Frage schnell da: Welche Ekzem Salbe hilft jetzt wirklich? Eine Salbe gegen Ekzem muss zur Ursache passen, zur Stelle am Körper und zur Stärke des Schubs. Darum ist „die eine“ Lösung selten sinnvoll.
Beim Ekzem behandeln geht es meist um zwei Ziele: Entzündung bremsen und die Hautbarriere stärken. In akuten Phasen kann eine Kortisonsalbe Ekzem Beschwerden rasch lindern, oft mit Wirkstoffen wie Hydrocortison oder Mometason. Für empfindliche Bereiche werden teils Tacrolimus oder Pimecrolimus eingesetzt.
Für die Zeit zwischen Schüben zählt die Pflege: Eine passende Ekzem Creme oder eine fettreiche Salbe mit Petrolatum (Vaseline), Ceramiden oder Glycerin kann die Haut glätten und schützen. Urea hilft bei trockener, schuppiger Haut, kann aber auf rissigen Stellen auch brennen. Auch bei der Neurodermitis Salbe spielt diese Basis eine große Rolle.
Wichtig ist der Blick auf Ekzem Hausmittel vs. Medizin: Hausmittel können pflegen, ersetzen aber keine Therapie bei starker Entzündung. Bei unklarer Diagnose, starken Schmerzen, Eiter, Fieber oder häufigen Rückfällen sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Behandlung festlegen. In den nächsten Abschnitten geht es um Ursachen und Trigger, die Auswahl nach Körperstelle, hilfreiche und reizende Inhaltsstoffe sowie sichere Anwendung.
Das sind die Top 10 besten Ekzem Salbe Produkte
Ekzem verstehen: Ursachen, Auslöser und typische Symptome
Ein Ekzem ist eine entzündliche Hautreaktion, die meist nicht ansteckend ist. Häufig ist die Hautbarriere geschwächt, sodass Feuchtigkeit schneller verloren geht und die Haut leichter reagiert. Die Ekzem Ursachen sind oft ein Mix aus Veranlagung, Umwelt und Alltagseinflüssen.
Manche Beschwerden treten plötzlich auf und klingen wieder ab, andere bleiben länger und kommen in Wellen. Besonders bei einem Neurodermitis Schub verstärken sich Entzündung und Juckreiz innerhalb kurzer Zeit. Wer Muster erkennt, kann Auslöser eher meiden und die Pflege gezielter auswählen.
Was ist ein Ekzem und welche Formen sind häufig?
In Deutschland sind mehrere Formen verbreitet. Dazu gehören das atopische Ekzem (Neurodermitis), das allergisches Ekzem sowie das irritative Kontaktekzem. Ebenfalls häufig: dyshidrotisches Handekzem mit Bläschen und das seborrhoische Ekzem an talgreichen Zonen.
Wichtig ist die Unterscheidung im Alltag, weil Kontaktekzem Auslöser oft klarer zu finden sind als bei Neurodermitis. Beim Kontakt mit Metallen oder Kosmetik kann die Reaktion lokal starten und sich dann ausbreiten. Bei längerem Verlauf wird die Haut oft rau und empfindlich.
Typische Beschwerden: Juckreiz, Rötung, Nässen, Schuppung
Typische Ekzem Symptome sind Juckreiz, Rötung und ein brennendes Gefühl. Im akuten Stadium können Schwellung, Nässen oder kleine Bläschen dazukommen. Kratzen verschlimmert die Entzündung und öffnet die Haut für Keime.
Bei einem chronischen Verlauf sieht man oft trockene, verdickte Haut mit deutlicher Schuppung. Ein trockene Haut Ekzem kann zudem feine Einrisse bilden, die weh tun, vor allem an Händen und Fingerkuppen. Viele Betroffene berichten auch über Spannungsgefühl nach dem Waschen.
| Merkmal | Akut | Chronisch |
|---|---|---|
| Hautbild | Rötung, Schwellung, Nässen oder Bläschen | Verdickung, Schuppung, raue Oberfläche |
| Gefühl | Starker Juckreiz, Brennen | Juckreiz, Spannungsgefühl, teils Schmerz |
| Typische Stellen | Gesicht, Armbeugen, Hände je nach Auslöser | Hände, Beugen, Bereiche mit Reibung |
| Alltagsfolge | Schlaf kann gestört sein, Kratzdrang hoch | Haut reißt schneller ein, Pflegebedarf steigt |
Häufige Trigger: Allergene, Reizstoffe, Stress, Klima
Zu den häufigsten Triggern gehören Duftstoffe, Konservierer und Metalle wie Nickel oder Chrom. Auch Reinigungsmittel, häufiges Händewaschen und Desinfizieren belasten die Barriere; solche Reizstoffe Haut wirken oft schleichend. Wolle, Schweiß und Reibung können zusätzlich triggern.
Klima spielt ebenfalls eine Rolle: Kälte, trockene Heizungsluft oder starke Hitze verändern den Feuchtigkeitsgehalt der Haut. UV kann bei manchen beruhigen, bei anderen reizen. Stress, Schlafmangel und Infekte erhöhen zudem das Risiko, dass Symptome aufflammen.
Wer Ekzem Ursachen und persönliche Auslöser reduziert, schafft bessere Bedingungen für die Behandlung. Dann kann die Kombination aus passender Wirkstoffsalbe und einer stabilen Pflegebasis die Hautbarriere gezielt unterstützen. Das gilt besonders, wenn ein allergisches Ekzem oder ein trockene Haut Ekzem immer wiederkehrt.
Welche Salbe hilft bei einem Ekzem?
Bei Ekzemen gibt es selten die eine beste Salbe bei Ekzem für alle. Entscheidend sind Hautzustand, Stelle am Körper und das Ziel der Behandlung. Wer das trennt, wählt Produkte oft sicherer aus und reduziert Fehlgriffe.
Akuter Schub vs. Langzeitpflege: unterschiedliche Ziele der Behandlung
In einem Schub steht die Ekzem Akutbehandlung im Vordergrund: Entzündung beruhigen, Juckreiz bremsen und nässende Areale schützen. Dafür werden Texturen oft kürzer und gezielter eingesetzt, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird.
Zwischen den Schüben zählt Ekzem Langzeitpflege. Hier geht es um Barriereaufbau, weniger Trockenheit und mehr Stabilität im Alltag. Viele merken dabei, dass konsequentes Eincremen Schübe seltener und milder wirken lässt.
Woran erkennt man, ob eine Salbe passt oder irritiert?
Ein passendes Produkt fühlt sich nach dem Auftragen ruhig an: weniger Spannungsgefühl, glattere Haut, und der Juckreiz lässt nach. Auch Rötungen klingen oft langsam ab, ohne dass ein Brennen bleibt.
Warnzeichen sind ein stärkeres Stechen, zunehmende Rötung oder neue Pusteln. Wenn Stellen nach dem Eincremen stärker nässen oder die Reaktion jedes Mal schnell wiederkommt, kann eine Kontaktreaktion dahinterstecken. Dann lohnt sich eine Pause und bei Verdacht eine Abklärung, zum Beispiel auf Duftstoffe, Alkohol oder Konservierer.
Wann Salbe, wann Creme, wann Lotion sinnvoll ist
Bei der Frage Salbe oder Creme hilft ein Blick auf die Oberfläche: Sehr trockene, rissige Haut profitiert oft von einer okklusive Salbe, besonders nachts oder bei Kälte. Bei nässenden Bereichen kann das jedoch zu „dicht“ sein und unangenehm werden.
Eine Wasser-in-Öl Creme passt häufig, wenn die Haut trocken ist, aber trotzdem eine gut verteilbare Textur gebraucht wird. Leichtere Emulsionen eignen sich eher, wenn die Haut feuchter wirkt oder wenn das Produkt schnell einziehen soll.
Für größere Flächen und behaarte Areale ist eine Lotion Ekzem oft praktischer, vor allem im Sommer. Sie klebt weniger und lässt sich schneller verteilen, schützt aber meist weniger stark vor Feuchtigkeitsverlust als eine Salbe.
| Textur | Wann sie oft passt | Wie sie sich anfühlt | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Okklusive Salbe | Sehr trockene, raue, rissige Haut; Kälte; Nachtpflege | Fettig, schützt stark, bildet spürbaren Film | Bei nässenden Arealen sparsam testen; Wärme kann okklusiv „zu viel“ sein |
| Wasser-in-Öl Creme | Trockene Haut mit Bedarf an guter Verteilbarkeit; Alltag und Büro | Rückfettend, weniger „schwer“ als Salbe | Auf Duftstoffe und Alkohol achten, wenn die Haut schnell reagiert |
| Leichte Lotion | Große Flächen, behaarte Zonen, warme Tage | Dünn, zieht rasch ein, wenig klebrig | Kann bei sehr trockener Haut zu leicht sein; dann häufiger nachpflegen |
Entzündungshemmende Salben: Kortison richtig einsetzen
Wenn ein Ekzem stark aufflammt, steht oft die Entzündung im Vordergrund. Dann kann eine Kortisonsalbe Ekzem-Beschwerden rasch beruhigen, wenn sie passend ausgewählt und korrekt angewendet wird. Wichtig ist dabei ein klarer Plan: wo, wie viel und wie lange.
Wirkung von Kortikosteroiden: Entzündung stoppen, Juckreiz lindern
Topische Kortikosteroide bremsen die überschießende Abwehrreaktion in der Haut. Rötung, Schwellung und Juckreiz lassen dadurch meist nach, vor allem im akuten Schub. Bei Hydrocortison Ekzem-Präparaten ist die Wirkung eher mild, dafür sind sie für kurze Phasen oft gut geeignet.
Bei ausgeprägten Herden können stärker wirksame Rezeptpräparate nötig sein. Eine Mometason Salbe zählt zu den häufig genutzten Optionen in Deutschland, wird aber in der Regel nur auf klar begrenzten Arealen eingesetzt. So bleibt die Behandlung zielgenau und die Haut wird nicht unnötig belastet.
Stärken und Anwendungsdauer: was in Deutschland üblich ist
In der Praxis gilt: so stark wie nötig, so kurz wie möglich. Die Kortison Anwendung Dauer liegt oft bei wenigen Tagen bis etwa zwei Wochen, je nach Körperstelle und Schwere. Häufig reicht einmal tägliches Auftragen, sofern das Präparat so vorgesehen ist.
| Wirkstoff-Beispiele | Einordnung im Alltag | Typischer Einsatz | Hinweis zur Kortison Anwendung Dauer |
|---|---|---|---|
| Hydrocortison (0,5–1%) | niedrig potent, teils rezeptfrei | leichte Schübe, kleine Areale | kurzzeitig, bei fehlender Besserung ärztlich abklären |
| Prednicarbat | mittel potent, rezeptpflichtig | mäßig entzündete Ekzeme am Körper | häufig wenige Tage, dann schrittweise reduzieren |
| Mometasonfuroat (z. B. als Mometason Salbe) | mittel bis stark, rezeptpflichtig | stärkere Schübe, klare Zielareale | kurze Behandlungsfenster, danach Ausschleichen oder Pause |
| Betamethason | stark, rezeptpflichtig | sehr entzündete, hartnäckige Herde | engmaschig führen lassen, nicht als Dauerlösung |
Nebenwirkungen vermeiden: dünn auftragen, Intervalltherapie, ärztliche Kontrolle
Zu den typischen Risiken zählen Nebenwirkungen Kortison Haut wie Dünnerwerden der Haut, sichtbare Äderchen oder Dehnungsstreifen. Das Risiko steigt bei langer Anwendung, auf dünner Haut und unter okklusiven Verbänden. Auch ein Rebound ist möglich, wenn abrupt abgesetzt wird.
Praktisch hilft eine sparsame Technik: dünn auftragen, nur auf die betroffenen Stellen und nicht „auf Vorrat“. Bei wiederkehrenden Schüben kann eine Intervalltherapie Ekzem-Kontrolle unterstützen, zum Beispiel mit geplanten Pausentagen. Das entlastet die Haut und hält den Effekt oft stabil.
Wenn nach wenigen Tagen keine deutliche Besserung eintritt, wenn die Schübe ständig zurückkommen oder wenn Nässen, Krusten und Schmerzen auf eine Infektion hindeuten, ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll. Gerade bei Kindern, in der Schwangerschaft oder bei großflächiger Anwendung sollte die Auswahl der Kortisonsalbe Ekzem-Therapie stets mit Fachpersonal abgestimmt sein.
Alternativen zu Kortison: Calcineurininhibitoren und weitere Optionen
Wenn die Haut an dünnen, sichtbaren Stellen gereizt ist, suchen viele eine Alternative zu Kortison. Für eine Ekzem Gesicht Behandlung zählt oft, dass Rötung und Juckreiz nachlassen, ohne die Haut unnötig zu belasten. Hier kommen nichtsteroidale Entzündungshemmer ins Spiel, vor allem bei Neurodermitis ohne Kortison als Behandlungsziel.
Tacrolimus und Pimecrolimus: Einsatzgebiete und Vorteile an sensiblen Stellen
Topische Calcineurininhibitoren wirken entzündungshemmend, ohne zu den klassischen Steroiden zu gehören. Häufig genutzt werden Tacrolimus Salbe Ekzem (zum Beispiel Protopic) und Pimecrolimus Creme (zum Beispiel Elidel). Beide werden besonders dann erwogen, wenn Areale wie Augenlider, Gesicht oder Hautfalten betroffen sind.
Ein Vorteil: In sensiblen Zonen steht bei längerer Anwendung oft die Sorge vor dünner werdender Haut im Raum. Bei diesen Wirkstoffen ist dieses typische Risiko von Kortisonpräparaten nicht der gleiche Schwerpunkt, was sie in der Praxis für empfindliche Regionen interessant macht.
| Option | Typische Einsatzstelle | Worauf im Alltag achten |
|---|---|---|
| Protopic (Tacrolimus Salbe Ekzem) | Gesicht, Augenlider, Hautfalten bei entzündlichen Ekzemen | Dünn auftragen, Hände waschen, UV-Exposition gemäß Packungsangaben meiden |
| Elidel (Pimecrolimus Creme) | Leichtere bis mittelstarke Areale, oft an empfindlichen Zonen | Reizarm pflegen, nicht auf stark nässende Stellen ohne ärztliche Rücksprache |
| Begleitmaßnahmen (ärztlich gesteuert) | Bei Verdacht auf Infektion oder Pilzbeteiligung, v. a. in Falten | Abklären lassen, da ggf. antiseptische oder antimykotische Therapie nötig ist |
Brennen/Hitzegefühl zu Beginn: was normal sein kann
Zu Beginn kann ein Brennen, Stechen oder Wärmegefühl auftreten. Das wird oft in den ersten Tagen beschrieben und lässt bei vielen wieder nach, wenn die Entzündung abklingt und die Hautbarriere sich beruhigt. Kühlen und eine schlichte Pflege können dann als Begleitung hilfreich sein.
Wichtig ist die Abgrenzung: Wird das Gefühl sehr stark, nimmt die Rötung deutlich zu, oder kommen Schwellung und Nässen dazu, passt etwas nicht. Dann sollte die Anwendung pausiert und ärztlich geklärt werden, ob eine Unverträglichkeit oder eine Infektion vorliegt.
Für wen diese Wirkstoffe geeignet sind (z. B. Gesicht, Hautfalten)
Calcineurininhibitoren werden häufig bei wiederkehrenden Problemstellen eingesetzt, etwa in Hautfalten oder bei Ekzemen im Gesicht. In manchen Therapiekonzepten werden sie auch proaktiv genutzt, zum Beispiel an zwei Tagen pro Woche auf bekannten Risikozonen, wenn dies ärztlich empfohlen ist. Ziel ist eine stabile Phase mit weniger Schüben, gerade wenn Neurodermitis ohne Kortison angestrebt wird.
Für Kinder, in Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei geschwächtem Immunsystem gilt: vorher abklären lassen. Auch Sonnenschutz und ein bewusster Umgang mit UV-Strahlung gehören dazu, wie es die Produktinformation von Protopic und Elidel vorsieht.
Geeignet sind häufig empfindliche Areale: Ekzem Gesicht Behandlung, Augenlider, Hals, Leisten- und Achselregion.
Praktisch ist eine klare Routine: Wirkstoff dünn, dann passende Pflege, und Reizstoffe konsequent meiden.
Bei chronischem Verlauf kann zusätzlich eine Phototherapie beim Dermatologen eine Option sein.
Basispflege bei Ekzem: rückfettende Salben und Barriereaufbau
Bei Ekzemhaut ist tägliche Pflege mehr als „nur eincremen“. Die Haut verliert schneller Wasser und reagiert empfindlicher auf Reizstoffe. Eine konsequente Basispflege Ekzem kann helfen, Spannungsgefühl und Trockenheitsjuckreiz zu senken und den Alltag planbarer zu machen.
Wichtig ist die Regelmäßigkeit: morgens, abends und nach jedem Waschen. Eine gut gewählte rückfettende Salbe ergänzt fehlende Lipide und kann Mikrorisse abpuffern. So lässt sich die Hautbarriere stärken, auch wenn Trigger wie Kälte, Stress oder häufiges Händewaschen bleiben.
Warum die Hautbarriere entscheidend ist
Die Hornschicht wirkt wie ein Schutzschild. Ist sie gestört, verdunstet mehr Feuchtigkeit, und die Haut „lässt“ mehr Reizstoffe durch. Das kann zu Brennen, Rötung und neuen Schüben beitragen.
Basispflege zielt deshalb auf zwei Punkte: Wasser in der Haut halten und die Lipidschicht auffüllen. Je trockener die Stelle, desto reichhaltiger darf die Textur sein. An warmen Körperzonen ist oft ein leichteres Produkt angenehmer.
Urea, Glycerin, Ceramide: wann sie helfen und wann Vorsicht geboten ist
Für viele ist Glycerin Feuchtigkeit ein ruhiger, gut verträglicher Baustein. Glycerin bindet Wasser und unterstützt ein glatteres Hautgefühl. Das passt oft zu Alltagspflege, auch bei empfindlicher Haut.
Eine Ceramide Creme kann sinnvoll sein, wenn die Haut rau ist und schnell wieder austrocknet. Ceramide gehören zu den natürlichen Hautlipiden und unterstützen eine stabilere Barriere. Das macht sie besonders interessant, wenn das Ziel lautet: Hautbarriere stärken.
Urea Ekzem kann bei Schuppung und sehr trockenen Arealen helfen, weil Urea Wasser bindet. Auf offenen, stark entzündeten oder frisch aufgekratzten Stellen kann es jedoch brennen. Viele starten daher mit niedriger Konzentration und testen erst an einer kleinen Stelle.
| Baustein | Typischer Nutzen in der Pflege | Wann eher vorsichtig | Geeignete Einsatzorte |
|---|---|---|---|
| Glycerin | Bindet Wasser, verbessert das Hautgefühl, unterstützt gleichmäßige Hydration | Selten problematisch; bei starker Reizung zuerst an kleiner Stelle testen | Körper, Gesicht, Hände – je nach Formulierung |
| Ceramide | Ergänzen Lipide, können die Barriere stabilisieren und Trockenheit abmildern | Bei sehr fettigen Texturen kann es sich tagsüber „schwer“ anfühlen | Trockene Areale, Wangen, Schienbeine, Hände |
| Urea | Bindet Wasser, kann Schuppung lösen und raue Haut glätten | Kann auf entzündeter oder rissiger Haut brennen; Konzentration langsam steigern | Arme, Beine, Ellenbogen; vorsichtig an empfindlichen Zonen |
Okklusive Salben (z. B. Vaseline): Vor- und Nachteile bei sehr trockener Haut
Bei extrem trockenen, rissigen Stellen ist Vaseline trockene Haut oft ein Klassiker. Petrolatum legt sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und bremst den Wasserverlust. Gerade an Händen kann das über Nacht spürbar entlasten.
Nachteile gibt es auch: Okklusive Pflege kann sich sehr fettig anfühlen und bei nässenden Arealen eher stören. Manche empfinden Wärmestau, vor allem unter Handschuhen oder in Hautfalten. Dann ist eine leichtere Alternative oder ein Wechsel je nach Tageszeit oft praktikabler.
Für die Auswahl gilt oft: parfümfrei, kurze INCI-Liste, und lieber konsequent als „nur wenn es schlimm ist“. So bleibt die rückfettende Salbe ein verlässlicher Teil der Routine, unabhängig davon, ob die Haut gerade ruhig oder gereizt wirkt.
Inhaltsstoffe, auf die Sie achten sollten: hilfreich vs. potenziell reizend
Bei Ekzemen lohnt sich ein genauer Blick aufs Etikett. Ekzem Inhaltsstoffe stehen im INCI Ekzem in absteigender Reihenfolge, also von viel zu wenig. Für empfindliche Haut gilt oft: Je kürzer die Liste, desto besser lässt sich ein Auslöser eingrenzen.
Häufig gut geeignet sind schlichte Basisrezepturen, die die Barriere stützen. Petrolatum kann Feuchtigkeit in der Haut halten, Glycerin bindet Wasser, Ceramide helfen beim Barriereaufbau. Dexpanthenol wird oft als beruhigend erlebt; Niacinamid wird meist gut vertragen, sollte aber bei sehr frischen Rissen vorsichtig getestet werden.
Bei nässenden oder stark irritierten Stellen kann Zinkoxid sinnvoll sein, weil es schützt und trocknet. Wichtig ist, die Textur an den Zustand anzupassen: stark fettend bei sehr trockener Haut, leichter bei Wärme oder glänzenden Arealen. So lassen sich Ekzem Inhaltsstoffe gezielter auswählen, ohne die Haut zu überfordern.
Zu den häufigen Stolpersteinen zählen Duftstoffe Kontaktallergie und reizende Zusätze. Auch „natürliche“ ätherische Öle wie Lavendel, Teebaumöl oder Citrus können Probleme machen. Wer bereits reagiert hat, fährt mit parfümfrei Ekzem meist stabiler, weil weniger potenziell sensibilisierende Komponenten enthalten sind.
Ein weiterer Klassiker ist Alkohol in Creme, oft als Alcohol denat. deklariert. Das kann kurz kühlend wirken, aber bei geschädigter Barriere brennen und austrocknen. Gerade im akuten Schub kann es helfen, Produkte ohne austrocknende Alkohole zu wählen und erst nach Stabilisierung zu experimentieren.
Das sind die neuesten Ekzem Salbe Produkte
Auch Konservierungsstoffe sind nicht immer neutral. Bei Verdacht auf Konservierungsstoffe Allergie lohnt es sich, die INCI Ekzem mehrerer Produkte zu vergleichen, um wiederkehrende Stoffe zu erkennen. Isothiazolinone wie Methylisothiazolinone stehen dabei besonders im Fokus, je nach Produktkategorie.
Lanolin (Wollwachs) ist für manche Haut sehr pflegend, für andere ein Kontaktallergen. Bei wiederholtem Juckreiz oder Rötung nach dem Eincremen kann eine Lanolin Allergie mitspielen. Dann ist ein Wechsel auf lanolinfreie Alternativen oft der nächste praktische Schritt.
| Gruppe | Woran Sie es im INCI Ekzem erkennen | Typischer Nutzen | Mögliche Reaktion bei Ekzem | Praktischer Check im Alltag |
|---|---|---|---|---|
| Okklusiva/Barrierehelfer | Petrolatum, Paraffinum Liquidum | Reduziert Wasserverlust, schützt die Haut | Kann bei Hitze okklusiv wirken, manchmal „zu fettig“ | Dünn starten, besonders abends; bei Glanz tagsüber weniger |
| Feuchthaltemittel | Glycerin, Urea | Bindet Wasser, macht Haut geschmeidiger | Kann auf offenen Stellen kurz brennen | Bei Brennen niedriger dosiert wählen oder später wieder testen |
| Barrierelipide | Ceramide, Cholesterol | Stützt die Hautbarriere langfristig | Meist gut verträglich, selten Reizung | Konsequent 1–2× täglich über Wochen verwenden |
| Beruhigende Zusätze | Dexpanthenol, Niacinamide | Unterstützt Regeneration, kann Rötung mindern | Empfindliche Haut kann auf höhere Dosierungen reagieren | Bei neuen Produkten erst kleinflächig testen |
| Schutz bei Nässen | Zinc Oxide | Schützt, trocknet, wirkt abdeckend | Kann auf Kleidung abfärben, wirkt pastig | Dünn auftragen, eher punktuell als großflächig |
| Duftstoffe | Parfum, Limonene, Linalool, Citral | Geruch, „Pflegegefühl“ | Erhöhtes Risiko für Duftstoffe Kontaktallergie | Bevorzugt parfümfrei Ekzem wählen, besonders bei Schüben |
| Austrocknende Alkohole | Alcohol denat., Ethanol | Leichtes Hautgefühl, schnelle Trocknung | Brennen, Trockenheit; Alkohol in Creme kann irritieren | Bei Rissen/Entzündung vermeiden, später je nach Verträglichkeit prüfen |
| Konservierer | Methylisothiazolinone, Methylchloroisothiazolinone | Schutz vor Keimen, längere Haltbarkeit | Kann Konservierungsstoffe Allergie triggern | Wiederkehrende Auslöser über mehrere Produkte vergleichen |
| Wollwachs | Lanolin, Wool Wax | Rückfettend, „reich“ | Bei Lanolin Allergie Rötung und Juckreiz möglich | Bei Verdacht lanolinfrei wählen und Reaktion dokumentieren |
Wenn die Haut trotz Umstellung immer wieder aufflammt, kann eine Kontaktallergie dahinterstecken. Dann ist ein dermatologischer Epikutantest oft der sauberste Weg, statt ständig zu wechseln. So lassen sich Ekzem Inhaltsstoffe und persönliche Auslöser klarer trennen.
Auch Naturkosmetik ist nicht automatisch milder. Pflanzenextrakte können sensibilisieren, und Duftmischungen sind dort häufig. Wer sehr reaktiv ist, bleibt mit parfümfrei Ekzem und einer überschaubaren INCI Ekzem meist besser im Rahmen.
Ekzem je nach Körperstelle: passende Salbentextur und Anwendung
Welche Salbe sich gut anfühlt und wirkt, hängt stark von der Körperstelle ab. Hautdicke, Feuchtigkeit, Reibung und Kontakt mit Wasser oder Reizstoffen bestimmen, ob eher eine leichte Textur oder ein schützender Fettfilm passt. Wer das berücksichtigt, reduziert Brennen, Spannungsgefühl und neue Reizungen im Alltag.
Gesicht und Augenlider: besonders milde, gut verträgliche Präparate
Im Gesicht ist die Haut dünn und schnell gereizt. Eine Ekzem Gesicht Salbe sollte parfümfrei sein und möglichst wenige Zusatzstoffe enthalten. Bei Neigung zu Unreinheiten sind sehr okklusive Produkte oft zu schwer und können Poren belasten.
Am Lid ist die Haut noch empfindlicher. Für eine Ekzem Augenlid Behandlung zählt vor allem: sanft reinigen, nicht rubbeln und Wirkstoffe nur gezielt einsetzen. Wenn ein Rezeptpräparat nötig ist, sollte die Auswahl ärztlich gesteuert sein, damit das Risiko für Hautverdünnung gering bleibt.
Hände: Schutzsalben, Barrieresalben und häufiges Nachfetten
Die Hände treffen Wasser, Seife, Desinfektion und Handschuhe täglich. Eine Handekzem Salbe hilft am besten, wenn sie konsequent nach jedem Waschen aufgetragen wird. So bleibt die Haut geschmeidig und bekommt weniger Mikrorisse.
Für den Schutz im Alltag eignet sich oft eine Barrieresalbe Hände auf petrolatumbasierter Grundlage, weil sie Reizstoffe besser abblockt. Abends kann eine dickere Schicht sinnvoll sein. Wer es verträgt, verstärkt die Pflege nachts mit Baumwollhandschuhen.
Körperfalten/Genitalbereich: Feuchtigkeit, Reibung und Wirkstoffwahl
In Falten stauen sich Wärme und Schweiß, dazu kommt Reibung durch Bewegung. Für die Hautfalten Ekzem Pflege sind leichte, gut verteilbare Texturen meist angenehmer als schwere Fettfilme. Wichtig ist auch, die Haut trocken zu tupfen statt zu scheuern.
Beim Ekzem Intimbereich sind milde Reinigung und atmungsaktive Kleidung oft entscheidend, weil die Region schnell überpflegt oder irritiert wird. Okklusive Salben können punktuell nützen, sollten aber nicht dauerhaft „abdichten“. Wenn Nässen, Geruch oder starke Schmerzen dazukommen, muss eine mögliche Infektion ärztlich abgeklärt werden.
| Körperstelle | Typische Belastung | Passende Textur im Alltag | Praktischer Tipp |
|---|---|---|---|
| Gesicht | Wind, UV, Kosmetik, häufiges Waschen | leichte, parfümfreie Salbe oder Creme, nicht komedogen | Reinigung mit lauwarmem Wasser, danach dünn eincremen und Reiben vermeiden |
| Augenlider | sehr dünne Haut, Reibung durch Abschminken, Tränenfilm | sehr milde, reizfreie Pflege in kleiner Menge | Produkte sparsam am Lidrand verteilen und bei Brennen Anwendung pausieren |
| Hände | Wasser, Seife, Desinfektion, Handschuhe, Kälte | reichhaltige Schutzsalbe mit starkem Barriereeffekt | Nach jedem Waschen nachfetten; abends dicker auftragen, bei Bedarf mit Baumwollhandschuhen |
| Hautfalten | Schweiß, Wärme, Reibung, aufgeweichte Haut | leichte, gut verteilbare Textur, die nicht klebt | Schweißmanagement: trocken tupfen, lockere Kleidung, Reibung reduzieren |
| Genitalbereich | Feuchtigkeit, Reibung, empfindliche Schleimhautnähe | milde, gut verträgliche Pflege, eher leicht als stark okklusiv | Sanfte Intimhygiene ohne Duftstoffe, luftige Unterwäsche, bei Verdacht auf Infektion ärztlich prüfen lassen |
Ekzemtypen und passende Behandlung: Neurodermitis, Kontaktekzem, seborrhoisches Ekzem
Ekzeme sehen oft ähnlich aus, fühlen sich aber anders an. Genau hier helfen Ekzem Diagnose Unterschiede: Ort, Verlauf, Auslöser und Hautbild geben wichtige Hinweise. Wenn die Einordnung stimmt, passt auch die Pflege besser.
Bei Neurodermitis steht meist trockene, raue Haut mit starkem Juckreiz im Vordergrund. Eine Neurodermitis Behandlung Salbe zielt deshalb doppelt: Barriere aufbauen und im Schub Entzündung bremsen. Viele Betroffene profitieren von konsequentem Rückfetten, kühlen Reizen und einem klaren Plan gegen Kratzen.
Ein Kontaktekzem entsteht dagegen oft durch Stoffe, die die Haut reizen oder eine Allergie auslösen. In der Kontaktekzem Therapie zählt zuerst: Auslöser senken, Hände schützen, Hautkontakt verkürzen. Bei Verdacht auf Allergie kann ein Epikutantest helfen, damit die Beschwerden nicht immer wieder aufflammen.
Gerade an den Händen wird der Unterschied im Alltag deutlich. Eine Handekzem Kontaktallergie zeigt sich häufig nach Kontakt mit Nickel, Duftstoffen oder Konservierern, oft zusammen mit kleinen Rissen und Brennen. Wer viel „Nassarbeit“ macht, braucht zusätzlich milde Reinigung und eine robuste Barriereschicht nach jedem Waschen.
Beim seborrhoischen Ekzem sind Kopfhaut und Gesicht oft mit feinen, gelblichen Schuppen betroffen. Eine seborrhoisches Ekzem Creme ist meist leichter, damit sich kein Fettfilm staut, und kann je nach Bedarf antientzündliche Pflege mit Wirkstoffen gegen Hefepilze kombinieren. Wichtig ist auch hier: nicht zu aggressiv reinigen, sonst reagiert die Haut mit noch mehr Reizung.
| Ekzemtyp | Typische Stellen | Leitzeichen | Praktischer Behandlungsfokus | Häufige Stolperfalle |
|---|---|---|---|---|
| Neurodermitis | Armbeugen, Kniekehlen, Hals, Hände | Sehr trocken, starker Juckreiz, Schübe | Neurodermitis Behandlung Salbe plus tägliche Basispflege und Trigger-Management | Zu seltenes Nachfetten, zu heißes Duschen |
| Kontaktekzem (irritativ/allergisch) | Hände, Unterarme, Gesicht je nach Kontakt | Brennen, Rötung, Risse; bei Allergie oft wiederkehrend | Kontaktekzem Therapie: Exposition stoppen, Schutzmaßnahmen, bei Allergie Test und Meidung | „Neue“ Produkte mit Duftstoffen oder Konservierern ausprobieren |
| Seborrhoisches Ekzem | Kopfhaut, Augenbrauen, Nasolabialfalten, Brust | Fettige Schuppen, Rötung, eher mäßiger Juckreiz | Seborrhoisches Ekzem Creme: leichte Pflege, sanfte Reinigung, ggf. antimykotische Optionen | Zu reichhaltige, okklusive Salben im Gesicht |
| Verwechslungen, die ähnlich wirken | Je nach Erkrankung | Schuppung, Pusteln oder klar begrenzte Plaques | Ekzem Diagnose Unterschiede beachten, ggf. ärztliche Abklärung vor Wirkstoffwechsel | Falsche Salbe kann verschlechtern, z. B. zu fettig oder zu stark reizend |
Anwendungstipps: richtig eincremen, kombinieren und Pflege-Routine etablieren
Damit die Haut ruhig bleibt, zählt weniger der „Wunder-Tiegel“ als die Technik. Ekzem richtig eincremen heißt: sanft auftragen, nicht reiben, und die gereizten Stellen gezielt behandeln. Eine feste Pflege Routine Ekzem spart Zeit, senkt Reizungen und macht Schübe oft kürzer.
Fingerkuppen-Einheit (FTU): die richtige Menge Salbe dosieren
Die FTU ist ein einfaches Dosiermaß: ein Salbenstrang von der Fingerkuppe bis zum ersten Gelenk. Diese FTU Salbe Menge hilft, weder zu wenig noch zu viel aufzutragen, gerade bei Kortison oder Tacrolimus/Pimecrolimus. So bleibt die Anwendung planbar und die Haut wird nicht unnötig überfordert.
Wenn die Stelle nach wenigen Minuten glänzt und sich „zu dick“ anfühlt, war es oft mehr als nötig. Ist die Haut dagegen sofort wieder trocken, kann die Menge zu knapp sein. Bei Unsicherheit kann eine Ärztin oder ein Arzt die Menge für Ihre Körperregion kurz einordnen.
| Bereich | Praktische Dosierhilfe | Woran Sie merken, dass es passt | Typischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Einzelner Entzündungsherd | Sehr dünn, aber deckend; FTU als Orientierung | Film liegt gleichmäßig, kein „Wegkrümeln“ | Zu großflächig auftragen |
| Trockene Umgebungshaut | Basispflege großzügig, ohne Druck verteilen | Spannungsgefühl nimmt ab, Haut wirkt glatter | Zu selten nachfetten |
| Hände im Alltag | Kleine Portionen öfter, besonders nach Waschen | Weniger Risse, weniger Brennen | Aggressive Seife, heißes Wasser |
| Empfindliche Zonen (z. B. Gesicht) | Hauchdünn, sparsam und gezielt | Rötung wird ruhiger, ohne starkes Brennen | Zu viele neue Produkte auf einmal |
Reihenfolge: erst Wirkstoff, dann Pflege – oder umgekehrt?
Im Alltag klappt meist: Wirkstoff gezielt auf die entzündeten Areale, Pflege auf die restliche Haut. Wer Wirkstoff und Pflege kombinieren will, lässt dem ersten Produkt kurz Zeit, damit es einzieht. So wird es nicht direkt „verdünnt“ und bleibt dort, wo es wirken soll.
Bei sehr trockener, rissiger Haut kann es helfen, erst dünn zu pflegen und dann den Wirkstoff punktuell aufzutragen. Wichtig ist eine klare Routine, statt ständig zu wechseln. Das macht die Pflege Routine Ekzem stabil und reduziert Fehlgriffe.
Baden/Duschen und danach eincremen: Timing für maximale Wirkung
Kurzes, lauwarmes Duschen oder Baden reicht oft aus. Danach die Haut nur sanft abtupfen und zügig nach dem Duschen eincremen, damit Feuchtigkeit „eingeschlossen“ wird. Dieses Timing ist oft entscheidend, wenn die Haut schnell spannt oder schuppt.
Häufige Stolpersteine sind zu heißes Wasser, Peelings und stark parfümierte Waschlotionen. Für die Hände lohnt sich Alltagsschutz: Baumwollhandschuhe unter Nitrilhandschuhen bei Putzmitteln, duftstoffarmes Waschmittel und kurze Nägel. Bei Juckreiz hilft eher kühlen oder klopfen als kratzen.
Wann zum Arzt: Warnzeichen, Diagnostik und Rezeptpräparate
Bei Unsicherheit hilft die Frage Ekzem Arzt wann als klare Leitlinie: Gehen Sie zeitnah, wenn starke Schmerzen auftreten, sich Stellen rasch ausbreiten oder eine starke Entzündung Haut heiß und gespannt wirkt. Alarmzeichen sind Eiter, Pusteln, gelbliche Krusten, Fieber sowie stark nässende oder blutige Areale. Auch bei Ekzem am Auge mit Schwellung, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen ist eine schnelle Abklärung wichtig.
Achten Sie besonders auf Ekzem Infektion Anzeichen. Dazu zählen zunehmende Rötung, Druckschmerz, übler Geruch, neue Krusten oder ein plötzliches Brennen. Bei Neurodermitis kann sich außerdem Herpes auf gereizter Haut ausbreiten, was ärztliche Hilfe braucht. In solchen Fällen sollte ein Dermatologe Ekzem nicht nur ansehen, sondern auch gezielt behandeln.
Beim Termin schaut der Dermatologe Ekzem und Hautbarriere genau an und fragt nach Auslösern wie Beruf, Handschuhen, Nassarbeit, Kosmetik oder Reinigern. Wenn ein allergisches Kontaktekzem möglich ist, klärt ein Epikutantest Kontaktallergie häufig sehr zuverlässig. Bei Verdacht auf Keime kann ein Abstrich sinnvoll sein, um die Therapie zu treffen.
Wenn Pflege aus der Apotheke nicht reicht oder Rückfälle häufig sind, kann eine Rezeptsalbe Ekzem den Schub besser bremsen. Je nach Befund kommen stärkere topische Steroide, Tacrolimus oder Pimecrolimus infrage, bei Pilzen auch Antimykotika und bei Bakterien Antibiotika. Bei schweren, chronischen Verläufen sind Phototherapie oder systemische Medikamente Teil eines Stufenkonzepts. Ziel ist Kontrolle statt Schnellheilung: klare Diagnose, passende Wirkstoffe und konsequente Basispflege.
FAQ
Welche Salbe hilft bei einem Ekzem am besten?
Das hängt von Ursache, Ekzemtyp, Körperstelle und Schweregrad ab. Im akuten Schub braucht die Haut oft eine entzündungshemmende Behandlung, zum Beispiel mit Hydrocortison oder – nach ärztlicher Verordnung – Mometasonfuroat. Für die tägliche Basispflege sind rückfettende Salben mit Petrolatum (Vaseline), Ceramiden oder Glycerin wichtig, um die Hautbarriere zu stärken.
Gibt es „die eine“ Ekzem-Salbe für alle?
Meist nicht. Ekzemhaut verändert sich je nach Phase: Akut stehen Rötung, Juckreiz und Nässen im Vordergrund, später oft Trockenheit und Schuppung. Darum werden Wirkstoffpräparate und Pflegeprodukte häufig kombiniert, statt nur auf ein einziges Produkt zu setzen.
Woran erkenne ich, ob eine Salbe wirkt oder die Haut reizt?
Wenn Juckreiz, Rötung und Spannungsgefühl nachlassen, passt das Präparat oft gut. Warnzeichen sind stärkeres Brennen, zunehmende Rötung, neue Pusteln oder Nässen nach dem Auftragen. Dann kann eine Unverträglichkeit, ein Kontaktekzem oder eine Infektion dahinterstecken.
Wann ist eine Salbe besser als Creme oder Lotion?
Eine Salbe ist fettreich und schützt stark vor Feuchtigkeitsverlust. Sie eignet sich gut bei sehr trockener, rissiger und chronischer Ekzemhaut, etwa an den Händen. Eine Creme passt oft für gemischte Hautzustände, eine Lotion eher für große Flächen, behaarte Areale oder warme Tage.
Welche Ekzemformen sind in Deutschland häufig?
Häufig sind das atopische Ekzem (Neurodermitis), das allergische oder irritative Kontaktekzem, das dyshidrotische Handekzem sowie das seborrhoische Ekzem. Die richtige Einordnung ist wichtig, weil sich Behandlung und Auslöser deutlich unterscheiden. Eine Verwechslung mit Psoriasis, Rosazea oder Pilzinfektionen ist möglich.
Was sind typische Symptome bei Ekzemen?
Im akuten Stadium treten oft starker Juckreiz, Rötung, Schwellung und Bläschen mit Nässen auf. Bei chronischen Verläufen sind Trockenheit, Schuppung, verdickte Haut (Lichenifikation) und schmerzhafte Einrisse (Rhagaden) typisch. Auch Brennen kann vorkommen, besonders bei gereizter Hautbarriere.
Welche Auslöser können ein Ekzem verschlimmern?
Häufige Trigger sind Reizstoffe wie Reinigungsmittel, häufiges Händewaschen oder Desinfizieren sowie Duftstoffe und bestimmte Konservierer. Auch Nickel, Wolle, Schweiß, Reibung, Kälte, trockene Heizungsluft und Stress spielen oft eine Rolle. Schlafmangel und Infekte können Schübe zusätzlich anfeuern.
Ist ein Ekzem ansteckend?
Ein Ekzem ist in der Regel nicht ansteckend. Es handelt sich um eine entzündliche Hautreaktion mit gestörter Hautbarriere. Ansteckend wird es nur dann indirekt relevant, wenn zusätzlich eine Infektion vorliegt, die separat behandelt werden muss.
Wie setze ich Kortison-Salben richtig ein?
Topische Kortikosteroide bremsen Entzündung und lindern Juckreiz im Schub. In Deutschland wird oft nach dem Prinzip „so stark wie nötig, so kurz wie möglich“ behandelt, häufig einmal täglich, abhängig vom Präparat. Wichtig ist dünnes Auftragen auf klar begrenzte Areale und ein ärztlich abgestimmtes Ausschleichen oder eine Intervalltherapie.
Welche Wirkstoffe zählen zu Kortisonpräparaten, und welche sind üblich?
Hydrocortison (oft 0,5–1 %) wird bei milden Entzündungen eingesetzt und ist teils rezeptfrei erhältlich. Stärkere Wirkstoffe wie Prednicarbat, Mometasonfuroat oder Betamethason sind in der Regel verschreibungspflichtig. Welche Stärke passt, hängt stark von Körperstelle, Hautdicke und Schweregrad ab.
Welche Nebenwirkungen kann Kortison auf der Haut haben?
Bei zu langer oder zu starker Anwendung kann die Haut dünner werden (Hautatrophie), es können Äderchen sichtbarer werden oder Dehnungsstreifen entstehen. In Gesicht, Genitalbereich und Hautfalten ist das Risiko höher. Darum ist eine ärztliche Kontrolle wichtig, besonders bei Kindern, in der Schwangerschaft oder bei großflächiger Anwendung.
Welche Alternativen zu Kortison gibt es bei Ekzemen?
Topische Calcineurininhibitoren wie Tacrolimus (Protopic) und Pimecrolimus (Elidel) sind nichtsteroidale Entzündungshemmer. Sie werden vor allem bei Neurodermitis genutzt, oft an sensiblen Stellen wie Gesicht oder Augenlidern. Je nach Diagnose können außerdem Phototherapie oder antimikrobielle Behandlungen sinnvoll sein.
Ist Brennen bei Tacrolimus oder Pimecrolimus normal?
Ein vorübergehendes Brennen, Wärmegefühl oder Stechen in den ersten Tagen kann auftreten. Das ist häufig und lässt oft nach, wenn die Entzündung sinkt. Hält die Reaktion stark an oder wird die Haut deutlich röter und nässend, sollte das ärztlich abgeklärt werden.
Warum ist Basispflege bei Ekzemen so wichtig?
Ekzemhaut verliert mehr Wasser über die Hautoberfläche (TEWL) und reagiert schneller auf Reizstoffe. Eine konsequente Basispflege unterstützt den Barriereaufbau, mindert Trockenheit und kann die Schubfrequenz senken. Sie ist damit ein zentraler Teil der Langzeitkontrolle.
Welche Inhaltsstoffe stärken die Hautbarriere bei Ekzem?
Glycerin bindet Feuchtigkeit und ist oft gut verträglich. Ceramide unterstützen die Lipidschichten der Hautbarriere. Petrolatum (Vaseline) wirkt okklusiv und reduziert Wasserverlust, was bei sehr trockener, rissiger Haut besonders hilfreich sein kann.
Wann ist Urea (Harnstoff) sinnvoll – und wann nicht?
Urea kann Feuchtigkeit binden und Schuppung reduzieren, was bei trockener, rauer Haut nützlich ist. Bei akut entzündeten, offenen oder stark gereizten Stellen kann Urea jedoch brennen. Dann ist eine niedrigere Konzentration oder ein urea-freies Produkt oft besser.
Welche Inhaltsstoffe können Ekzemhaut reizen oder Allergien auslösen?
Duftstoffe, ätherische Öle wie Lavendelöl oder Teebaumöl und Alkohol denat. können brennen oder austrocknen. Auch Konservierer wie Isothiazolinone, darunter Methylisothiazolinone, sind bekannte Sensibilisierer. Lanolin (Wollwachs) wird teils gut vertragen, ist aber ebenfalls ein mögliches Kontaktallergen.
Welche Salbe ist bei Ekzem im Gesicht oder an den Augenlidern geeignet?
Hier ist die Haut besonders dünn und empfindlich. Parfümfreie, reizarm formulierte Produkte sind wichtig, ebenso eine passende Wirkstoffwahl mit geringem Risiko für Nebenwirkungen. Bei Augenlid-Ekzem sollte die Therapie eng mit einer dermatologischen Diagnose abgestimmt werden.
Was hilft bei Handekzem durch häufiges Waschen und Desinfizieren?
Entscheidend sind Barriereschutz und häufiges Nachfetten. Petrolatum-basierte Schutzsalben können helfen, die Haut vor Wasser und Reizstoffen zu schützen. Nach jedem Waschen sollte eine parfümfreie Pflege folgen, nachts sind dickes Eincremen und Baumwollhandschuhe oft hilfreich.
Was ist bei Ekzem in Körperfalten oder im Genitalbereich zu beachten?
Dort spielen Feuchtigkeit und Reibung eine große Rolle. Leichtere Texturen sind oft angenehmer, während stark okklusive Produkte Wärmestau fördern können. Bei Verdacht auf Pilzbefall oder bakterielle Superinfektion ist eine ärztliche Abklärung wichtig, weil die Behandlung dann anders aussieht.
Welche Behandlung passt zu Neurodermitis im Vergleich zum Kontaktekzem?
Bei Neurodermitis stehen Basispflege und entzündungshemmende Therapie im Schub im Mittelpunkt, ergänzt durch Triggerkontrolle. Beim irritativen Kontaktekzem ist Expositionsreduktion entscheidend, etwa weniger „Nassarbeit“ und mehr Barriereschutz. Beim allergischen Kontaktekzem muss das auslösende Allergen per Epikutantest gefunden und konsequent gemieden werden.
Was ist bei seborrhoischem Ekzem wichtig?
Es tritt oft an Kopfhaut und im Gesicht auf, etwa an den Nasolabialfalten oder Augenbrauen. Neben entzündungshemmender Pflege kann – je nach Befund – eine antimykotische Behandlung sinnvoll sein. Sehr fettige Produkte können das Hautgefühl verschlechtern, weil die Region häufig talgreich ist.
Wie viel Salbe sollte ich auftragen (Fingerkuppen-Einheit/FTU)?
Die Fingerkuppen-Einheit (FTU) ist eine einfache Dosierhilfe: Die Menge Salbe von der Fingerkuppe bis zum ersten Fingergelenk entspricht etwa einer FTU. Damit lässt sich die Menge von Wirkstoffpräparaten wie Kortison oder Tacrolimus besser steuern. Das senkt das Risiko, zu wenig oder zu viel aufzutragen.
In welcher Reihenfolge trage ich Wirkstoff und Pflege auf?
Häufig wird der Wirkstoff gezielt auf die entzündeten Stellen aufgetragen. Die Basispflege kommt auf die übrige Haut und kann – mit etwas Abstand – auch darüber ergänzt werden, wenn es die Verträglichkeit zulässt. Wichtig ist, dass nichts direkt „weggerieben“ wird und die Haut ruhig bleibt.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Eincremen nach Duschen oder Baden?
Nach kurzem, lauwarmem Duschen oder Baden die Haut sanft abtupfen und zügig eincremen. Dieses Vorgehen hilft, Feuchtigkeit in der Haut zu halten. Sehr heißes Wasser und aggressive Seifen können Ekzeme deutlich verschlechtern.
Wann sollte ich mit einem Ekzem zum Arzt?
Bei unklarer Diagnose, starken Schmerzen, rascher Ausbreitung oder fehlender Besserung trotz Pflege ist ärztliche Hilfe wichtig. Alarmzeichen sind Eiter, Pusteln, gelbliche Krusten, Fieber, stark nässende oder blutige Areale sowie Ekzeme am Auge mit Schwellung oder Sehstörungen. Auch häufige Rückfälle sprechen dafür, Ursachen und Therapie professionell abzuklären.
Woran erkenne ich eine Infektion bei Ekzem, und was ist dann zu tun?
Hinweise sind zunehmende Wärme, starke Schmerzen, Eiter, honiggelbe Krusten oder plötzlich deutlich mehr Nässen. Bei Neurodermitis kann auch Herpes problematisch werden und braucht schnelle Behandlung. In solchen Fällen sollte zeitnah ein Dermatologe oder eine Dermatologin die Haut beurteilen und gegebenenfalls Abstriche und passende Rezeptpräparate veranlassen.

