Wer mit Schuppenflechte lebt, fragt sich oft: was essen bei Psoriasis, damit die Haut ruhiger bleibt? Eine Psoriasis Ernährung ist keine Heilung. Sie kann aber das Entzündungsniveau, das Gewicht und den Stoffwechsel beeinflussen. Bei manchen Menschen spielt auch die individuelle Verträglichkeit eine Rolle.
In diesem Artikel geht es um Ernährung bei Schuppenflechte, die alltagstauglich ist und sich an Studien orientiert. Sie lernen, welche Schuppenflechte Lebensmittel häufig gut passen und welche eher Probleme machen können. Auch eine Psoriasis Diät wird eingeordnet, ohne starre Verbote.
Sie erfahren außerdem, wie eine entzündungshemmende Ernährung im Alltag aussehen kann. Dazu gehören Basics zu Mikronährstoffen, Darmgesundheit und möglichen Triggern. Ziel ist, Schübe bei manchen seltener oder milder zu machen und zugleich die allgemeine Gesundheit zu stärken.
Wichtig für Deutschland: Ernährung ergänzt die ärztliche Behandlung, sie ersetzt sie nicht. Wer Systemtherapien wie Methotrexat (MTX) oder Biologika nutzt, sollte Änderungen mit Dermatologie oder Hausarzt besprechen. Das gilt auch bei Begleiterkrankungen wie Fettleber oder Diabetes und bei Bedarf mit einer Ernährungsberatung.
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Psoriasis und Ernährung: Warum Essen einen Unterschied machen kann
Bei Psoriasis spielt nicht nur die Haut eine Rolle. Auch das, was im Körper passiert, kann sich zeigen. Viele Betroffene möchten verstehen, wie Entzündung Psoriasis antreibt und wo Ernährung ansetzen kann.
Wichtig ist dabei ein realistischer Blick: Immunsystem Ernährung ist kein Ersatz für Medikamente. Sie kann aber Faktoren beeinflussen, die im Alltag oft mitlaufen, etwa Gewicht, Blutzucker und die Wahl von Fetten.
Entzündungsprozesse verstehen und gezielt beeinflussen
Psoriasis ist eine immunvermittelte Erkrankung. Dabei werden Botenstoffe aktiv, die Entzündung in der Haut verstärken können. Gleichzeitig kann eine systemische Entzündung den Körper insgesamt belasten, zum Beispiel über Stoffwechsel und Gefäße.
Ernährung wirkt hier eher indirekt. Eine günstigere Fettqualität, mehr Ballaststoffe und weniger starke Blutzucker-Spitzen können den Entzündungsdruck senken. Auch Körperfett ist hormonell aktiv und kann Entzündungssignale verstärken.
Ernährung als Ergänzung zu Therapie und Hautpflege
Wer Salben, Phototherapie oder eine Systemtherapie nutzt, kann Ernährung als zusätzlichen Baustein sehen. Das Ziel ist Unterstützung, nicht Ersatz. Gerade bei Übergewicht kann eine moderate Gewichtsreduktion die Behandlung oft besser planbar machen.
Praktisch heißt das: regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Eiweiß, viel Gemüse und passende Öle. So wird Immunsystem Ernährung zu einem Teil des Gesamtkonzepts, ohne in strenge Regeln zu kippen.
| Ansatz im Alltag | Was er beeinflussen kann | Worauf man achten sollte |
|---|---|---|
| Mehr unverarbeitete Lebensmittel | Weniger starke Blutzucker-Spitzen, stabilere Sättigung | Fertiggerichte, zuckrige Snacks und Softdrinks schrittweise ersetzen |
| Fettqualität verbessern | Entzündungsbotenstoffe und Hauttrockenheit können sich verändern | Rapsöl oder Olivenöl öfter nutzen, frittierte Speisen seltener |
| Ballaststoffe steigern | Darmflora, Stuhlgang und indirekt systemische Entzündung | Hülsenfrüchte langsam erhöhen, genug trinken |
Individuelle Trigger: Warum nicht alles für jede Person gilt
Es gibt kein allgemeines Verbot, das für alle passt. Trigger Lebensmittel Psoriasis sind individuell: Manche reagieren auf Alkohol, andere auf stark Verarbeitetes, wieder andere auf einzelne Gruppen. Oft zeigt sich ein Psoriasis Schub Auslöser nicht sofort, sondern erst nach Tagen.
Sinnvoll ist Beobachtung statt Panik. Ein einfaches Protokoll zu Essen, Stress, Schlaf und Haut kann Hinweise geben. Radikale „Detox“-Kuren und sehr einseitige Diäten wirken oft kurz, erhöhen aber das Risiko für Mängel und Heißhunger.
Was sollte man bei Psoriasis essen?
Viele Menschen merken: Kleine Änderungen am Teller können sich spürbar anfühlen. Eine entzündungsarme Ernährung Psoriasis setzt daher nicht auf Verbote, sondern auf klare Prioritäten. Ziel ist eine Anti-Entzündungs-Ernährung, die satt macht, den Blutzucker ruhiger hält und den Alltag nicht verkompliziert.
Grundprinzipien einer entzündungsarmen Ernährung
Praktisch heißt das oft: mediterrane Ernährung Schuppenflechte als Orientierung. Viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn, dazu Fisch oder pflanzliche Proteine. Wichtig sind gesunde Fette, zum Beispiel aus Olivenöl, Nüssen, Samen und fettem Seefisch.
Ultraverarbeitete Produkte drücken oft die Nährstoffqualität und treiben Energieaufnahme leicht nach oben. Eine Vollwertkost mit kurzen Zutatenlisten hilft, den Überblick zu behalten. Wer regelmäßig kocht, kann Salz, Zucker und stark erhitzte Fette besser steuern.
Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte priorisieren
Nährstoffdicht bedeutet: Viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe pro Kalorie. Das gelingt mit Gemüse (auch tiefgekühlt), Beeren, Linsen, Kichererbsen, Hafer, Nüssen und Samen. Dazu kommen Joghurt natur oder Alternativen, sowie fetter Fisch wie Lachs oder Hering für Omega-3.
In einer Anti-Entzündungs-Ernährung zählen nicht einzelne „Wunderfoods“, sondern die Mischung über die Woche. Die mediterrane Ernährung Schuppenflechte passt gut, weil sie pflanzenbetont ist und gesunde Fette regelmäßig einplant. Vollwertkost liefert dabei Ballaststoffe, die viele als wohltuend für Verdauung und Sättigung erleben.
| Baustein | Günstige Auswahl im Alltag | Worauf achten |
|---|---|---|
| Gemüse & Obst | Brokkoli, Paprika, Blattgemüse, Tomaten, Beeren, Äpfel | Mindestens zwei Farben pro Mahlzeit, roh und gegart kombinieren |
| Protein | Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Eier, Naturjoghurt, Lachs, Sardinen | Schonend garen, Panaden und frittierte Varianten seltener wählen |
| Kohlenhydrate | Haferflocken, Vollkornbrot, Naturreis, Kartoffeln, Quinoa | Vollkorn vor Weißmehl, Ballaststoffe als Basis der Vollwertkost |
| Fette | Olivenöl, Rapsöl, Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen, Avocado | Gesunde Fette bevorzugen, stark erhitzte Öle und Transfette meiden |
| Extras für Geschmack | Petersilie, Basilikum, Knoblauch, Kurkuma, Ingwer, Zimt | Mehr Würzen statt mehr Zucker oder Fertigsaucen |
Alltagsregeln für Einkauf, Zubereitung und Portionsgrößen
Beim Einkauf hilft die 80/20-Regel: Meist frische, wenig verarbeitete Lebensmittel, dazu Platz für Genuss. Wer in den Frischebereichen startet, landet leichter bei Gemüse, Obst, Joghurt natur, Fisch und Vollkorn. Bei Packungen lohnt ein Blick auf die Zutatenliste: kurz ist oft besser.
In der Küche zählt Schonung: dünsten, backen, köcheln, statt starkem Anbraten bis es dunkel wird. So bleibt mehr Aroma im Essen, ohne dass es schwer im Magen liegt. Kräuter und Gewürze machen die entzündungsarme Ernährung Psoriasis alltagstauglich, ohne dass ständig neue Regeln nötig sind.
Für Portionen funktioniert das Tellerprinzip: halb Gemüse, ein Viertel Protein, ein Viertel Vollkorn oder Hülsenfrüchte. Nüsse und Samen sind eine sinnvolle Ergänzung, aber selten die Hauptkalorienquelle. Wer auf diese Basics setzt, baut eine stabile Anti-Entzündungs-Ernährung auf, die sich Schritt für Schritt einspielen kann.
Veränderungen zeigen sich oft nicht über Nacht. Viele bemerken erst nach einigen Wochen Unterschiede, etwa bei Energie, Gewicht oder Verdauung. Die mediterrane Ernährung Schuppenflechte und eine konsequente Vollwertkost lassen sich dabei gut in Routinen übersetzen, vor allem wenn gesunde Fette regelmäßig eingeplant sind.
Entzündungshemmende Lebensmittel: Diese Basics gehören auf den Teller
Eine klare Basis in der Küche hilft, den Alltag entspannter zu machen. Statt Verbote zählt hier das Prinzip: öfter das wählen, was den Körper gut versorgt. Eine entzündungshemmende Lebensmittel Liste kann dabei wie ein Spickzettel funktionieren, ohne dass jede Mahlzeit „perfekt“ sein muss.
Für viele passt es gut, jede Woche feste Bausteine einzuplanen: Fisch, buntes Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn und kräftige Gewürze. So kommt Struktur rein, und es wird leichter, ballaststoffreich essen wirklich durchzuhalten.
Omega-3-Quellen: Fettreicher Fisch, Leinöl, Chiasamen und Walnüsse
Beim Thema Omega-3 Psoriasis stehen einfache Routinen im Vordergrund. Fettreicher Seefisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardinen passt 1–2× pro Woche gut auf den Plan. Schonendes Garen im Ofen oder in der Pfanne bei moderater Hitze hält den Geschmack rund.
Für pflanzliche Optionen eignen sich Chiasamen und Walnüsse als Topping auf Müsli oder Salat. Leinöl ist praktisch, sollte aber kalt bleiben, etwa im Quark, im Dressing oder über Kartoffeln. So bleibt es stabil und passt leicht in den Alltag.
Gemüse- und Obstvielfalt: Polyphenole, Carotinoide und Vitamin C
Ein „Regenbogen“ auf dem Teller ist eine einfache Strategie: grün, rot, orange, violett und weiß im Wechsel. Beeren, Blattgemüse, Brokkoli, Kohl, Paprika und Zitrusfrüchte liefern viele Schutzstoffe. Polyphenole spielen dabei eine zentrale Rolle, weil sie in vielen Pflanzen stecken.
Praktisch ist eine Mischung aus Rohkost und gegartem Gemüse. Roh liefert Frische, gegart ist oft besser verträglich und schnell vorbereitet. So entsteht Vielfalt, ohne dass die Küche kompliziert wird.
Hülsenfrüchte und Vollkorn: Ballaststoffe für Darm und Entzündungsbalance
Linsen, Bohnen und Kichererbsen sind solide Basics, wenn du ballaststoffreich essen willst. Dazu passen Hafer, Roggen und Vollkornreis als Sättigungsanker. Ballaststoffe unterstützen eine ruhige Verdauung und helfen vielen, die Blutzuckerkurve stabiler zu halten.
Damit Hülsenfrüchte leichter bekommen, hilft Einweichen und gründliches Abspülen. Starte mit kleinen Portionen und steigere langsam. Gewürze wie Kreuzkümmel oder Fenchelsamen können den Bauch entlasten und machen den Geschmack voller.
Kräuter, Gewürze und Aromen: Kurkuma, Ingwer, Knoblauch und Zimt
Gewürze sind ein einfacher „Geschmackshebel“, besonders wenn du Salz und Zucker reduzieren willst. Kurkuma lässt sich gut in Suppen, Reisgerichte oder Linseneintöpfe rühren. Mit etwas Öl und einer Prise Pfeffer wird es in vielen Rezepten runder.
Frischer Ingwer passt in Tee, Dressings oder Wok-Gemüse, Knoblauch bringt Tiefe in Soßen und Ofengerichte. Auch Zimt kann mehr als Süßes, etwa im Porridge oder in herzhaften Kürbisgerichten. Der Mix Kurkuma Ingwer Psoriasis wird oft genannt, weil er sich so leicht über viele Mahlzeiten streuen lässt.
| Baustein | Alltagsbeispiele | Einfache Umsetzung | Küchen-Tipp |
|---|---|---|---|
| Omega-3 | Lachs, Makrele, Hering, Sardinen; Chiasamen; Walnüsse; Leinöl | Fisch 1–2× pro Woche, Samen/Nüsse täglich als Topping | Leinöl nur kalt verwenden, z. B. im Dressing oder im Quark |
| Pflanzenvielfalt | Beeren, Blattgemüse, Brokkoli, Kohl, Paprika, Zitrusfrüchte | 3 Farben pro Tag als Mini-Ziel, roh und gegart kombinieren | Tiefkühlgemüse spart Zeit und hält die Auswahl konstant |
| Ballaststoffe | Linsen, Bohnen, Kichererbsen; Hafer; Roggen; Vollkornreis | Hülsenfrüchte 3× pro Woche, Vollkorn als Beilage wechseln | Einweichen, abspülen, langsam steigern; Kreuzkümmel nutzen |
| Gewürze | Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Zimt | Jeden Tag ein Gewürz bewusst einbauen, statt extra Produkte | Kurkuma mit Öl und Pfeffer in warme Gerichte rühren |
Fettsäuren im Fokus: Omega-3 erhöhen, Omega-6 ausbalancieren
Bei Psoriasis geht es bei Fett nicht um „weniger“, sondern um „besser“. Entscheidend ist das Omega-6 Omega-3 Verhältnis, weil es Entzündungswege im Körper mitsteuert. In vielen Alltagsküchen kippt die Waage durch stark omega-6-lastige Auswahl.
Ein praktischer Hebel sind Öle: pflanzliche Öle gesund einzusetzen heißt, die passenden Sorten für den Zweck zu wählen. Für die kalte Küche passt Leinöl, für den Alltag am Herd sind Rapsöl und Olivenöl oft die einfachste Basis. So lässt sich das Fettsäuremuster Schritt für Schritt verschieben, ohne dass Essen „nach Diät“ schmeckt.
Viele möchten Sonnenblumenöl ersetzen, weil es in der westlichen Ernährung oft häufig vorkommt. Das Problem sind dabei weniger einzelne Teelöffel, sondern die Summe aus Fertigprodukten, Dressings, Backwaren und Snacks. Dort stecken neben Omega-6-Fetten auch leicht oxidierte Fette, die als Entzündungsfette ungünstig sein können.
Für die Umstellung hilft ein klares Set an Routinen: Leinöl Rapsöl Olivenöl bewusst einplanen, Nüsse und Samen gezielt wählen und Frittiertes seltener machen. Wer wenig Fisch isst, kann Omega-3-Kapseln als Option mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen; bei Blutverdünnern und bestimmten Erkrankungen ist Rücksprache wichtig. Achte bei Produkten auf geprüfte Qualität, etwa IFOS-Standards, und auf eine Dosierung, die zu deiner Ernährung passt.
| Alltagssituation | Besserer Tausch | Warum das hilft | So bleibt es alltagstauglich |
|---|---|---|---|
| Salatdressing und Quark-Dip | Leinöl (kalt) mit Joghurt/Skyr oder Senf | Mehr Omega-3, unterstützt ein günstigeres Omega-6 Omega-3 Verhältnis | Kleine Menge frisch verwenden, Flasche kühl lagern, nicht erhitzen |
| Braten von Gemüse, Kartoffeln, Eiern | Rapsöl als Standardöl | Gute Balance der Fettsäuren, mild im Geschmack | Eine Pfanne als „Rapsöl-Pfanne“ fest einplanen |
| Pfanne für mediterrane Gerichte | Olivenöl (nativ) für sanftes Braten und zum Finish | Passt gut zu Gemüse, Kräutern und Hülsenfrüchten; kann Entzündungsfette im Speiseplan senken | Hitze moderat halten, am Ende einen kleinen Schuss zum Aroma |
| Öl in Fertigsaucen, Chips, Fast Food | Selbst gemachte Sauce, Ofen-Snacks, seltene Ausnahmen | Weniger versteckte Omega-6-Last und weniger stark erhitzte Fette | Einfaches Baukastenprinzip: Tomatenpassata, Kräuter, Olivenöl, Salz |
| Backen und Aufstriche | Nüsse/Samen gezielt: Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen | Mehr Omega-3-Quellen, bessere Fettqualität insgesamt | Portion vorab abfüllen, damit es nicht „nebenbei“ zu viel wird |
Eiweißquellen bei Psoriasis: Gut verträglich und nährstoffreich wählen
Bei Protein Psoriasis lohnt sich ein genauer Blick auf die Eiweißauswahl. Entscheidend ist oft nicht nur „wie viel“, sondern auch „woraus“ und „wie zubereitet“. Eine eiweißreiche Ernährung entzündungsarm kann die Mahlzeiten strukturieren und hilft vielen, länger satt zu bleiben.
Am besten verteilt man Protein über Frühstück, Mittag und Abend. So bleibt die Energie stabil, und Heißhunger wird seltener. Gleichzeitig wird es leichter, im Alltag bei Portionsgrößen konsequent zu bleiben.
Fisch, Geflügel und Eier: Worauf bei Qualität und Zubereitung zu achten ist
Fisch passt gut, weil er neben Eiweiß auch Omega-3-Fettsäuren liefert. Praktisch sind Ofen, Dämpfen oder sanftes Garen, statt starkem Anbraten. Panaden und Fertigprodukte bringen oft extra Fett, Salz und Zusatzstoffe mit.
Auch mageres Geflügel ist für viele eine unkomplizierte Wahl. Hähnchen- oder Putenbrust lässt sich gut mit Gemüse kombinieren, ohne dass die Pfanne in Öl schwimmen muss. Eier sind flexibel: gekocht, pochiert oder als Omelett mit wenig Fett.
Pflanzliche Proteine: Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Tofu/Tempeh
Hülsenfrüchte liefern Eiweiß und Ballaststoffe zugleich. Das unterstützt Darmflora und Sättigung, was bei entzündlichen Prozessen oft mitgedacht wird. Wer empfindlich reagiert, startet mit kleinen Mengen und gut gegarten Portionen.
Für viele ist Tofu Tempeh gesund, wenn die Zutatenliste kurz bleibt. Natur-Tofu und Tempeh lassen sich würzen, marinieren und knusprig aus dem Ofen zubereiten. Vorsicht bei stark verarbeiteten Fleischalternativen: Sie enthalten teils viel Salz und können zur Jod-/Salz-Falle werden.
Mageres Milchprodukt oder Alternativen: Individuelle Verträglichkeit prüfen
Skyr, Hüttenkäse, Naturjoghurt und Kefir sind oft proteinreich und dabei vergleichsweise fettarm. Die Joghurt Kefir Verträglichkeit ist aber sehr individuell: Manche berichten von Problemen, andere merken nichts. Sinnvoll ist eine kurze Testphase, statt ein pauschales Verbot.
Bei pflanzlichen Alternativen ist ungesüßter Sojajoghurt meist näher am Proteingehalt, während Hafer- oder Mandeldrinks oft deutlich weniger Eiweiß liefern. So lässt sich eine eiweißreiche Ernährung entzündungsarm leichter erreichen, ohne dass Zucker und Aromen den Plan sprengen.
| Eiweißquelle | Stärken im Alltag | Worauf achten | Schonende Zubereitung |
|---|---|---|---|
| Fettreicher Fisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele) | Viel Protein, plus Omega-3; gut für einfache Tellergerichte | Unpaniert wählen; Fertigsaucen wegen Salz und Zucker prüfen | Backofen, Dämpfen, sanftes Garen |
| mageres Geflügel | Neutral im Geschmack, leicht zu portionieren, vielseitig kombinierbar | Wurstwaren meiden; Gewürzmischungen auf Zucker/Salz checken | Ofen, Poelieren, kurze Garzeit in wenig Öl |
| Eier | Schnell, preiswert, gut als Frühstück oder Abendessen | Mit Gemüse kombinieren; starkes Anbraten vermeiden | Gekocht, pochiert, Omelett mit wenig Fett |
| Linsen, Bohnen, Kichererbsen | Protein plus Ballaststoffe; gut für Meal-Prep | Bei empfindlichem Bauch langsam steigern; gut garen | Suppen, Eintöpfe, Ofen-Bowls |
| Tofu und Tempeh | Alltagstauglich, gut zu würzen; Tofu Tempeh gesund bei kurzer Zutatenliste | Verarbeitete Varianten mit viel Salz/Öl kritisch prüfen | Ofen, Airfryer, sanftes Anbraten in wenig Öl |
| Skyr, Naturjoghurt, Kefir, Hüttenkäse | Proteinreich, oft fettarm; praktisch für Snacks | Joghurt Kefir Verträglichkeit individuell testen; ungesüßt wählen | Kalt als Bowl, mit Obst, Nüssen oder Kräutern |
Welche Lebensmittel können Psoriasis verschlimmern?
Manche Speisen passen nicht gut zu jeder Haut. Wenn du Psoriasis vermeiden Lebensmittel suchst, hilft oft ein Blick auf häufige Auslöser im Alltag.
Wichtig ist: Es geht selten um „nie wieder“. Meist lohnt sich ein klarer Test über ein paar Wochen, mit festen Regeln und einfachen Mahlzeiten.
Zucker, Weißmehl und hochverarbeitete Produkte: Einfluss auf Entzündung und Gewicht
Viele merken, dass Zucker Entzündung anheizen kann, vor allem bei Süßgetränken, Gebäck oder süßen Frühstücksflocken. Dazu kommen schnelle Blutzuckerspitzen, die Heißhunger fördern.
Auch Weißmehl und ultraverarbeitete Produkte liefern oft wenig Nährstoffe, aber viele Kalorien. Typisch sind Fertiggerichte, Wurstsnacks, Chips und süße Riegel.
Praktisch ist ein schrittweiser Tausch: Vollkorn statt hellem Brot, Obst statt Süßigkeit, Nüsse als Snack und Joghurt natur statt Dessertcreme. So bleibt das Essen alltagstauglich.
Alkohol: Risiken für Schübe und Wechselwirkungen mit Therapien
Bei vielen steht Alkohol Psoriasis Schub als Thema im Ernährungsprotokoll. Alkohol kann die Haut reizen, den Schlaf verschlechtern und die Leber belasten.
Das kann besonders relevant sein, wenn Medikamente über die Leber abgebaut werden. Wer testen will, kann alkoholfreie Alternativen wählen und „alkoholfreie Wochen“ einplanen, um Veränderungen besser zu sehen.
Rotes Fleisch und Wurstwaren: Fettqualität, Zusatzstoffe und Entzündungsmarker
Bei rotes Fleisch Schuppenflechte geht es oft um die Kombination aus Fettqualität, hoher Salzmenge und Zusatzstoffen in Wurstwaren. Dazu zählen zum Beispiel Salami, Brühwurst oder stark verarbeitete Aufschnitte.
Als Ersatz eignen sich Fisch, Hülsenfrüchte oder Geflügel, je nach Vorliebe. Wenn rotes Fleisch auf dem Plan steht, wählen manche kleinere Portionen und eher mageres Stück, statt täglich Wurst.
Individuelle Verdächtige: Nachtschatten, Gluten oder Milchprodukte als mögliche Trigger
Nicht jeder reagiert gleich, deshalb sind individuelle Tests oft hilfreicher als pauschale Verbote. Als mögliche Auslöser werden Nachtschattengewächse genannt, also Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln.
Auch Gluten Psoriasis wird häufig diskutiert. Wenn du Gluten prüfen willst, streiche nicht gleichzeitig Milchprodukte und Nachtschattengewächse, sonst ist das Ergebnis schwer zu deuten.
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Ein einfacher Ablauf ist: eine Gruppe für 2–4 Wochen testen, dann gezielt wieder einführen und die Haut beobachten. Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen, ohne dass der Alltag aus dem Ruder läuft.
| Verdacht im Alltag | Typische Beispiele | Warum es problematisch sein kann | Praktischer Tausch |
|---|---|---|---|
| Zucker und Weißmehl | Cola, Eistee, Teilchen, Weißbrot | Zucker Entzündung, Blutzuckerspitzen, wenig Sättigung | Wasser/Schorle, Vollkornbrot, Obst, Nüsse |
| Hochverarbeitete Produkte | Fertiggerichte, Chips, Wurstsnacks | Hohe Energiedichte, viel Salz, wenig Mikronährstoffe | Selbst gekocht, Naturjoghurt, Gemüsesticks, Hülsenfrüchte |
| Alkohol | Bier, Wein, Longdrinks | Alkohol Psoriasis Schub, Schlaf- und Leberbelastung möglich | Alkoholfreies Bier, Sprudel mit Zitrone, Mocktails |
| Rotes Fleisch und Wurst | Rind, Schwein, Salami, Bratwurst | rotes Fleisch Schuppenflechte: ungünstige Fette und Zusatzstoffe möglich | Fisch, Geflügel, Linsen, Bohnen, Tofu |
| Individuelle Trigger | Nachtschattengewächse, Brot und Pasta, Milchprodukte | Unverträglichkeit möglich; Gluten Psoriasis wird individuell erlebt | Strukturiert einzeln testen, dann gezielt wieder einführen |
Darmgesundheit und Mikrobiom: Ballaststoffe, Fermente und Verträglichkeit
Bei Psoriasis lohnt sich ein Blick auf den Bauch: Das Mikrobiom Psoriasis steht mit Immunreaktionen in Verbindung, und auch die Darmbarriere kann eine Rolle spielen. Wenn die Darmgesundheit Entzündung und Verdauung gleichzeitig betrifft, fühlt sich ein Schub oft nicht nur auf der Haut an.
Die Basis bleibt einfach: Ballaststoffe erhöhen heißt vor allem mehr echte Lebensmittel auf den Teller bringen. Geeignet sind Hülsenfrüchte, Vollkorn, Gemüse, Nüsse, Samen und Beeren. Steigere langsam und trinke genug, damit es nicht zu Blähungen oder Druckgefühl kommt.
Als Ergänzung können fermentierte Lebensmittel sinnvoll sein, weil sie Tradition und Geschmack verbinden. Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi (wegen Salz eher kleine Portionen) und Miso passen gut in den Alltag. Sie sind kein „Wundermittel“, aber eine praktische Option, um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.
Wenn du empfindlich reagierst, zählt die Verträglichkeit mehr als der perfekte Plan. Kleine Portionen, gut gegarte Speisen und ruhige Mahlzeiten helfen oft. Bei starker Blähneigung kann eine zeitweise FODMAP-sensible Auswahl sinnvoll sein, am besten begleitet durch Ärztin, Arzt oder Ernährungsfachkraft.
Viele denken bei Darmthemen sofort an Probiotika Präbiotika aus der Dose. Bei Präparaten ist der Effekt jedoch stammspezifisch und nicht automatisch stärker als bei Essen. Im Alltag sind präbiotische Fasern aus Gemüse, Hafer oder Hülsenfrüchten oft der verlässlichere Startpunkt.
| Baustein | Praktische Lebensmittel | Sanfter Einstieg | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Ballaststoffe erhöhen | Haferflocken, Linsen, Kichererbsen, Vollkornbrot, Brokkoli, Beeren | 1 Portion pro Tag ergänzen und alle 3–4 Tage steigern | Ausreichend trinken; bei Beschwerden Mengen reduzieren und langsamer aufbauen |
| Fermentierte Lebensmittel | Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Miso | 1–2 Esslöffel oder ½ Becher, dann anpassen | Salzgehalt und individuelle Reaktion beobachten |
| Probiotika Präbiotika | Präbiotisch: Zwiebeln, Lauch, Hafer, abgekühlte Kartoffeln; Probiotisch: Joghurt, Kefir | Erst über Lebensmittel testen, dann bei Bedarf gezielt auswählen | Bei Präparaten auf Stamm, Dauer und persönliche Wirkung achten |
| Verträglichkeit bei empfindlichem Darm | Gut gegartes Gemüse, Reis, Haferbrei, klare Suppen, milde Hülsenfrüchte | Kleine Portionen, langsam essen, feste Mahlzeiten | Bei starken Symptomen ärztlich abklären; FODMAP-sensibel nur begleitet |
Mikronährstoffe bei Psoriasis: Vitamin D, Zink, Selen und mehr
Bei Schuppenflechte spielen nicht nur Fette und Ballaststoffe eine Rolle. Auch Mikronährstoffe Schuppenflechte können beeinflussen, wie stabil Haut und Immunsystem arbeiten. Entscheidend ist oft nicht „mehr“, sondern „passend“: Mängel erkennen und gezielt ausgleichen, statt wahllos hoch zu dosieren.
Vitamin D: Status prüfen, Quellen aus Ernährung und Lebensstil
Vitamin D Psoriasis wird häufig zusammen genannt, weil viele Menschen in Deutschland niedrige Spiegel haben, vor allem im Winter. Sinnvoll ist ein Bluttest, bevor man ergänzt. So lässt sich besser einschätzen, ob wirklich ein Bedarf besteht.
Als Quellen kommen kurze, sichere Sonnenzeiten, fetter Fisch und Eier infrage. Nahrungsergänzung kann hilfreich sein, sollte aber zur Gesamtsituation passen und nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ erfolgen.
Zink und Selen: Funktionen für Haut und Immunsystem
Zink Selen Haut betrifft mehrere Ebenen: Zink unterstützt die Wundheilung und die Hautbarriere, Selen ist Teil antioxidativer Enzymsysteme. Beides wirkt im Körper nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Eiweiß, Schlaf und Stresslevel.
Gute Zinkquellen sind Kürbiskerne, Hafer und auch Käse; Fleisch kann in kleinen Mengen beitragen. Selen steckt unter anderem in Fisch, Eiern und Paranüssen, wobei eine zu hohe Zufuhr leichter passiert, als viele denken.
Folat, Vitamin B12 und Eisen: Relevanz bei speziellen Ernährungsweisen
Wer vegetarisch oder vegan isst, sollte Folat, Vitamin B12 und Eisen besonders im Blick behalten. Eisenmangel vegetarisch kann entstehen, wenn die Auswahl einseitig ist oder sehr kalorienarm gegessen wird. Typische pflanzliche Eisenquellen sind Linsen, Bohnen, Vollkorn und Spinat.
Praktisch ist die Kombi mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln, etwa Paprika oder Zitrusfrüchten, weil das die Aufnahme verbessern kann. Vitamin B12 ist bei veganer Ernährung in der Regel nur über Supplemente zuverlässig zu decken.
Antioxidantien: Vitamin E, Polyphenole und sekundäre Pflanzenstoffe
Antioxidantien Ernährung lebt von Vielfalt, nicht von einzelnen „Superfoods“. Vitamin E liefern Nüsse, Samen und pflanzliche Öle, während Polyphenole in Beeren, grünem Tee und Kakao mit wenig Zucker stecken. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen automatisch mit, wenn der Teller bunt ist.
| Baustein | Wofür er im Alltag zählt | Typische Lebensmittel | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Vitamin D | Knochenstoffwechsel, Immunbalance, häufig niedrige Spiegel im Winter | Fetter Fisch, Eier, kurze Sonnenzeiten | Status prüfen; Supplemente nur gezielt einsetzen |
| Zink | Hautbarriere, Wundheilung, Enzymfunktionen | Kürbiskerne, Hafer, Käse | Bei stark einseitiger Kost auf ausreichende Zufuhr achten |
| Selen | Antioxidativer Schutz über Enzymsysteme | Fisch, Eier, Paranüsse | Überdosierung vermeiden, besonders bei Paranüssen |
| Eisen, Folat, B12 | Blutbildung, Energie, Zellteilung; wichtig bei restriktiven Kostformen | Linsen, Bohnen, Vollkorn, Spinat; B12 meist als Supplement | Eisen mit Vitamin C kombinieren; B12 bei vegan zuverlässig ergänzen |
Gewicht, Blutzucker und metabolisches Risiko: Ernährung strategisch nutzen
Bei vielen Menschen spielt der Stoffwechsel bei Schuppenflechte eine größere Rolle, als man im Alltag merkt. Psoriasis Übergewicht kann die Belastung erhöhen, weil zusätzliche Kilos oft mit ungünstigen Blutwerten und mehr Druck im System einhergehen. Ziel ist eine Ernährung, die alltagstauglich ist und dabei auch Herz und Gefäße mitdenkt.
Kalorienbilanz ohne Diätstress: Sättigung durch Protein und Ballaststoffe
Für abnehmen bei Schuppenflechte hilft meist kein Verbot, sondern ein kluger Aufbau der Mahlzeiten. Der stärkste Hebel ist Sättigung Protein Ballaststoffe: eine gute Eiweißquelle plus viel Gemüse und eine Portion Vollkorn oder Hülsenfrüchte. So bleibt die Portion groß, aber die Energiedichte sinkt.
Praktisch wird es, wenn flüssige Kalorien seltener werden: Softdrinks, Saft und Alkohol liefern Energie, ohne lange satt zu machen. Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee ohne Zucker sind oft die einfachere Basis. Auch regelmäßige Mahlzeiten können helfen, weil das ständige „Nebenbei-Essen“ weniger Raum bekommt.
Stabile Blutzuckerkurve: Mahlzeitenaufbau und Snack-Strategien
Eine ruhige Kurve unterstützt Blutzucker Entzündung in beide Richtungen: Weniger Spitzen bedeuten oft weniger Heißhunger und stabilere Energie. Viele kommen gut damit klar, erst Gemüse und Protein zu essen und erst danach die Kohlenhydrate. Vollkorn statt Weißmehl, Kartoffeln lieber abgekühlt im Salat und süße Snacks nicht „auf leerem Magen“ sind einfache Regeln.
Wenn Snacks nötig sind, lohnt sich Planung statt Zufall. Gute Beispiele sind Naturjoghurt, Skyr oder Quark mit Beeren, Gemüsesticks mit Hummus oder eine kleine Portion Nüsse. So bleibt es proteinreich und ballaststoffbetont, statt schnell in Keksen oder Gebäck zu landen.
Zusammenhang zwischen Übergewicht, Entzündung und Psoriasis-Schwere
Fettgewebe ist nicht nur Speicher, sondern setzt auch Botenstoffe frei, die Entzündungen fördern können. Daher wird Psoriasis Übergewicht in Studien oft mit stärkerer Aktivität und mehr Begleiterkrankungen verbunden. Dazu passt auch insulinresistenz Psoriasis: Wenn Zellen schlechter auf Insulin reagieren, geraten Blutzucker und Entzündungsprozesse leichter aus dem Takt.
Ernährung kann hier als Entlastung wirken, ohne dass es um schnelle Effekte geht. Kleine Schritte wie mehr Gemüse, mehr Eiweiß, mehr Vollkorn und weniger stark verarbeitete Produkte passen gut zu einem Plan fürs abnehmen bei Schuppenflechte. Entscheidend ist, dass die Auswahl langfristig machbar bleibt.
| Alltagssituation | Strategie für stabilere Werte | Konkretes Beispiel | Warum das hilft |
|---|---|---|---|
| Großer Hunger am Abend | Mahlzeit mit Sättigung Protein Ballaststoffe | Linsensalat mit Paprika, Gurke, Olivenöl und Ei | Mehr Volumen, langsamere Verdauung, weniger Snackdruck |
| Snack am Nachmittag | Geplant statt süß „to go“ | Skyr mit Beeren oder Gemüsesticks mit Hummus | Stabilere Blutzuckerkurve, weniger Blutzucker Entzündung |
| Frühstück mit Weißmehl | Vollkorn und Protein kombinieren | Haferflocken mit Naturjoghurt und Apfelstücken | Weniger Spitzen, länger satt, alltagstauglich |
| Getränke über den Tag | Flüssige Kalorien reduzieren | Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee ohne Zucker | Einfacher Kalorienschnitt, unterstützt abnehmen bei Schuppenflechte |
Praktische Ernährung im Alltag: Einkaufslisten, Meal-Prep und einfache Rezepte
Ein Psoriasis Ernährungsplan wird leichter, wenn der Einkauf klar strukturiert ist. Eine Einkaufsliste entzündungshemmend spart Zeit, senkt Spontankäufe und hält die Küche konstant gut bestückt.
Setze auf Gemüse frisch und tiefgekühlt, dazu Hülsenfrüchte aus Dose oder Glas ohne Zuckerzusatz. Vollkorn wie Haferflocken und Vollkornreis bildet die Basis, ergänzt durch Fisch (frisch oder TK), Olivenöl und Rapsöl sowie Nüsse und Samen.
Für Meal Prep gesund funktionieren Grundbausteine, die sich flexibel kombinieren lassen. Koche Linsen und Vollkornreis vor, röste Ofengemüse und rühre ein Dressing auf Olivenölbasis an.
So entsteht ein „Mix & Match“-System: warm, kalt, als Bowl oder Tellergericht. Hummus passt als Dip, Brotaufstrich oder schnelle Sauce und bringt zusätzlich Ballaststoffe.
| Vorrats-Baustein | So vorbereitet | Hält im Kühlschrank | Schnelle Verwendung im Alltag |
|---|---|---|---|
| Linsen (gekocht) | Mit Lorbeerblatt garen, danach salzen | 3–4 Tage | Linsensalat, Suppenbasis, Beilage zu Gemüse |
| Vollkornreis oder Quinoa | Portionsweise vorkochen, ausdampfen lassen | 3 Tage | Bowls, Pfannengerichte, als Basis zu Fisch |
| Ofengemüse | Paprika, Zucchini, Brokkoli mit Olivenöl und Kräutern rösten | 3 Tage | Salat-Topping, Wrap-Füllung, schnelle Gemüsebeilage |
| Dressing auf Olivenölbasis | Olivenöl, Zitrone, Senf, Pfeffer, Kräuter verrühren | 5–7 Tage | Salate, Bowl-Finish, Marinade für Gemüse |
| Hummus | Kichererbsen, Tahin, Zitrone, Knoblauch pürieren | 4–5 Tage | Dip, Brotaufstrich, Sauce zu Ofengemüse |
Wenn es schnell gehen muss, helfen einfache anti-entzündliche Rezepte mit wenigen Schritten. Ofenlachs mit Brokkoli, Vollkornreis und Zitronen-Olivenöl ist ein klassisches Beispiel, das auch als Restebox gut funktioniert.
Weitere Ideen im Alltag: Linsensalat mit Paprika, Gurke, Petersilie und optional Feta, dazu Olivenöl. Zum Frühstück Haferflocken mit Beeren, Walnüssen, Naturjoghurt oder Skyr und Zimt.
Für die Pfanne eignen sich Kichererbsen mit Gemüse, gewürzt mit Kurkuma und Ingwer. Viele mediterrane Rezepte lassen sich so aufbauen: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Kräuter und eine klare Proteinquelle.
Außer Haus bleibt der Psoriasis Ernährungsplan planbar, wenn du bewusst bestellst. Gegrillt oder gedünstet wählen, Gemüsebeilage doppelt nehmen, Sauce separat bestellen und Alkohol reduzieren hilft, den Teller übersichtlich zu halten.
Ernährungstagebuch und Eliminationsdiäten: Trigger erkennen ohne Mangel zu riskieren
Ein Ernährungstagebuch Psoriasis hilft, Muster zu sehen, die im Alltag untergehen. Notieren Sie Essen und Trinken, Haut- und Gelenksymptome, Stress, Schlaf, Alkohol, Medikamente sowie Infekte. Auch der Zyklus kann eine Rolle spielen. Planen Sie dafür mehrere Wochen ein, denn einzelne Tage täuschen oft.
Wenn Sie Trigger finden wollen, gehen Sie Schritt für Schritt vor. Eine Eliminationsdiät richtig bedeutet: nur eine verdächtige Gruppe zur Zeit testen, zum Beispiel Alkohol oder stark verarbeitete Produkte. Legen Sie eine klare Dauer fest und halten Sie die restliche Ernährung stabil. So lässt sich ein Effekt besser zuordnen.
Wichtig sind die Ausschlussdiät Risiken: Lange, strenge Verbote können zu Lücken bei Nährstoffen führen. Glutenfrei, milchfrei oder sehr kohlenhydratarm klappt nur sicher, wenn gute Alternativen geplant sind. Bei vegetarischer oder veganer Kost sollten Vitamin B12, Eisen, Jod und Protein besonders im Blick bleiben.
Ohne Wiedereinführung Lebensmittel bleibt oft unklar, ob wirklich ein Auslöser dahintersteckt. Führen Sie das getestete Lebensmittel nach der Pause geplant und in normaler Menge wieder ein und beobachten Sie die Reaktion. Bei Schwangerschaft, früheren Essstörungen oder komplexer Medikation sollte eine Eliminationsphase ärztlich oder durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft begleitet werden. Ziel ist ein persönliches Essmuster, das langfristig passt, statt dauerhafter Verbotslisten.
FAQ
Kann Ernährung Psoriasis heilen?
Nein. Ernährung ist keine Heilung. Sie kann aber das Entzündungsniveau, das Körpergewicht und den Stoffwechsel beeinflussen. Bei manchen Menschen sinkt dadurch die Schubhäufigkeit oder die Schwere der Symptome.
Welche Ernährungsform gilt bei Psoriasis als sinnvoll?
Oft wird eine mediterrane, pflanzenbetonte Ernährung gut unterstützt. Sie setzt auf viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Olivenöl, Nüsse und Fisch. Ziel ist eine entzündungsarme, nährstoffdichte Kost statt strenger Verbote.
Welche Lebensmittel sollte man bei Psoriasis häufiger essen?
Gute Basics sind buntes Gemüse, Beeren, Hafer, Roggen und andere Vollkornprodukte, Linsen und Bohnen sowie Kräuter und Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und Knoblauch. Auch Naturjoghurt oder Kefir können passen, wenn sie vertragen werden. Wichtig ist die regelmäßige Ballaststoffzufuhr für Darm und Mikrobiom.
Welche Omega-3-Quellen sind im Alltag in Deutschland am praktikabelsten?
Fettreicher Seefisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardinen ist eine starke Quelle und passt 1–2 Mal pro Woche. Pflanzlich sind Leinöl, Chiasamen und Walnüsse sinnvoll. Leinöl sollte kalt verwendet werden, weil Hitze die Fettsäuren schädigen kann.
Muss ich Omega-6-Fette komplett meiden?
Nein. Es geht um Balance, nicht um Null. Viele Fertigprodukte, frittierte Snacks und häufiges Fast Food machen die Ernährung oft omega-6-lastig. Alltagsöle wie Olivenöl nativ extra und Rapsöl helfen, das Fettsäuremuster günstiger zu gestalten.
Welche Lebensmittel können Psoriasis verschlimmern?
Häufige Verdächtige sind stark verarbeitete Produkte, Zucker, Weißmehl und süße Getränke. Auch Alkohol kann Schübe begünstigen und ist wegen Leberbelastung und möglicher Wechselwirkungen wichtig. Rotes Fleisch und Wurstwaren liefern oft viel Salz, ungünstige Fettqualität und Zusatzstoffe.
Sind Gluten, Milchprodukte oder Nachtschattengewächse immer ein Trigger?
Nein. Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Gluten oder Milchprodukte sind keine Standardursache. Manche Menschen reagieren empfindlich, viele nicht. Sinnvoll ist ein strukturiertes Testen statt mehrere Gruppen gleichzeitig zu streichen.
Wie kann ich Trigger erkennen, ohne Mangel zu riskieren?
Ein Ernährungstagebuch hilft, Muster zu sehen. Notieren Sie Essen und Getränke, Symptome, Schlaf, Stress, Alkohol, Infekte und Medikamente. Wenn Sie etwas testen, reduzieren Sie nur eine Lebensmittelgruppe für einige Wochen und führen sie dann gezielt wieder ein.
Welche Rolle spielt Darmgesundheit bei Psoriasis?
Darmbarriere und Mikrobiom hängen mit Immunregulation und Entzündung zusammen. Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten, Vollkorn, Gemüse, Nüssen und Beeren sind die Basis. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Naturjoghurt oder Miso können ergänzen, sind aber kein Wundermittel.
Was kann ich tun, wenn Hülsenfrüchte Blähungen auslösen?
Steigern Sie die Portionen langsam und trinken Sie ausreichend. Einweichen, Abspülen und gutes Durchgaren verbessern oft die Verträglichkeit. Gewürze wie Kreuzkümmel oder Fenchelsamen können ebenfalls helfen.
Welche Eiweißquellen sind bei Psoriasis eine gute Wahl?
Fisch ist wegen Omega-3 besonders sinnvoll. Geflügel und Eier sind oft gut verträglich, am besten schonend zubereitet. Pflanzlich bieten Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Tofu und Tempeh Protein plus Ballaststoffe.
Sollte ich Milchprodukte bei Psoriasis weglassen?
Nicht pauschal. Magerere Optionen wie Skyr, Naturjoghurt, Kefir oder Hüttenkäse können passen, wenn Sie sie gut vertragen. Wenn Sie einen Zusammenhang vermuten, ist eine zeitlich begrenzte Testphase mit geplanter Wiedereinführung sinnvoll.
Welche Mikronährstoffe sind bei Psoriasis besonders relevant?
Häufig diskutiert werden Vitamin D, Zink und Selen. Vitamin D ist in Deutschland gerade im Winter oft niedrig, daher kann ein Blutwert sinnvoll sein. Zink steckt zum Beispiel in Kürbiskernen und Hafer, Selen in Fisch und Eiern; Paranüsse sollten wegen Überdosierungsrisiko nur dosiert gegessen werden.
Ist ein Vitamin-D- oder Omega-3-Supplement sinnvoll?
Das kann in bestimmten Situationen passen, ist aber keine Standardlösung. Vitamin D sollte idealerweise nach Blutwert und in Absprache ergänzt werden. Omega-3-Kapseln können bei niedrigem Fischkonsum eine Option sein, vor allem bei Blutverdünnern ist Rücksprache wichtig.
Warum spielt Gewicht bei Psoriasis eine Rolle?
Fettgewebe produziert entzündungsaktive Botenstoffe. Übergewicht ist zudem häufiger mit erhöhtem kardiometabolischem Risiko verbunden. Eine moderate Gewichtsreduktion kann Entzündungsmarker und das Therapieansprechen unterstützen, ohne dass es ein Heilversprechen ist.
Wie stabilisiere ich den Blutzucker, ohne Diätstress?
Setzen Sie auf Protein und Ballaststoffe in jeder Hauptmahlzeit. Nutzen Sie Vollkorn statt Weißmehl und planen Sie Snacks wie Naturjoghurt, Obst mit Quark, Gemüsesticks mit Hummus oder eine kleine Portion Nüsse. Flüssige Kalorien aus Limo, Saft und Alkohol sind oft ein einfacher Hebel.
Welche einfachen Alltagsregeln helfen beim Einkaufen und Kochen?
Orientieren Sie sich an der 80/20-Regel und kaufen Sie vor allem in den Frischebereichen ein. Halten Sie Zutatenlisten kurz und kochen Sie schonend, etwa dünsten oder backen statt stark anzubraten. Das Tellerprinzip ist praktisch: halber Teller Gemüse, ein Viertel Protein, ein Viertel Vollkorn oder Hülsenfrüchte.
Welche schnellen Gerichte passen zu einer entzündungsarmen Ernährung?
Gut funktionieren Ofenlachs mit Brokkoli und Vollkornreis, Linsensalat mit Paprika und Petersilie sowie Haferflocken mit Beeren, Walnüssen und Zimt. Auch eine Kichererbsen-Gemüse-Pfanne mit Kurkuma und Ingwer ist alltagstauglich. Diese Mahlzeiten liefern Ballaststoffe, Protein und günstige Fettsäuren.
Worauf sollte ich bei Alkohol achten, wenn ich Psoriasis habe?
Alkohol kann Schübe begünstigen und die Leber belasten. Das ist besonders relevant bei bestimmten Systemtherapien wie Methotrexat sowie bei Fettleber oder Diabetes. Alkoholfreie Alternativen und alkoholfreie Wochen helfen, den Effekt auf die Haut besser zu beobachten.
Kann Ernährung die Wirkung von Therapien wie Biologika oder Methotrexat beeinflussen?
Ernährung ersetzt keine topische Therapie, Phototherapie oder Systemtherapie. Sie kann aber indirekt unterstützen, zum Beispiel über Gewichtsmanagement, Blutzucker-Stabilität und Lebergesundheit. Bei Begleiterkrankungen oder Medikamenten sollte die Umstellung mit Dermatologie, Hausarzt oder Ernährungsberatung abgestimmt werden.

