Ein dyshidrotisches Ekzem, auch Dyshidrose oder Pompholyx genannt, ist eine entzündliche Hauterkrankung. Typisch sind tief sitzende, kleine Bläschen an Händen oder Bläschen an Füßen. Oft kommen starker Juckreiz Hände, Brennen und gespannte Haut dazu.
Viele Betroffene suchen zuerst nach schneller Hilfe: Dyshidrose was tun, wenn ein Schub startet? In diesem Artikel geht es um dyshidrotisches Ekzem Behandlung bei akuten Beschwerden, um passende Pflege für den Alltag und um klare Warnzeichen. Ziel ist, Symptome zu lindern, die Hautbarriere zu stärken und Rückfälle zu senken.
Wichtig ist die Abgrenzung, denn ähnliche Beschwerden können andere Ursachen haben. Ein Handekzem kann auch durch Kontaktdermatitis entstehen, etwa durch Reizstoffe im Beruf oder Haushalt. Bläschen, Rötung und Schuppung können zudem zu Pilz (Tinea), Krätze oder pustulöser Psoriasis passen.
Wenn die Diagnose unklar ist, sich das Fußekzem ausbreitet oder nässende Stellen hinzukommen, ist eine Abklärung sinnvoll. In Deutschland helfen Hautärztinnen und Hautärzte oft mit Allergietests wie dem Epikutantest, um Auslöser zu finden. Auch Feuchtarbeit und häufiges Händewaschen spielen bei vielen eine Rolle.
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Dyshidrotisches Ekzem verstehen: Symptome, Verlauf und typische Stellen
Ein dyshidrotisches Ekzem beginnt oft plötzlich und wirkt im Alltag schnell belastend. Wer die Symptome früh einordnet, erkennt Muster und typische Auslöser leichter. Die Symptome Dyshidrose zeigen sich dabei vor allem an Stellen, die viel Reibung, Feuchtigkeit oder Reizstoffen ausgesetzt sind.
Typische Anzeichen: Bläschen, Juckreiz, Brennen und Nässen
Charakteristisch sind kleine, prall gespannte Bläschen, die wie Körnchen unter der Haut sitzen. Viele Betroffene beschreiben juckende Bläschen Handinnenfläche, oft zusammen mit Brennen oder Spannungsgefühl. Platzt die Haut auf, kann ein nässendes Ekzem entstehen, das leicht wund wirkt und stark stört.
In der Abheilphase kommen häufig Schuppung und feine Risse dazu. Werden daraus tiefe Fissuren, kann das Greifen oder Tippen schmerzhaft sein. Nehmen Rötung, Wärme, Eiter oder gelbliche Krusten zu, sollte das zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Hände und Füße: Warum diese Bereiche häufig betroffen sind
Hände und Füße sind im Alltag ständig im Einsatz und werden oft gereizt. Häufiges Waschen, Desinfektionsmittel, Reinigungschemie und mechanische Belastung können die Hautbarriere schwächen. Dazu kommt Okklusion: Unter Handschuhen und in Schuhen staut sich Wärme, und Schweiß bleibt länger auf der Haut.
Genau hier tritt ein dyshidrotisches Ekzem Füße besonders oft auf, vor allem an den Fußsohlen und an den Zehenrändern. An den Händen sind Handflächen und Fingerseiten typisch, manchmal auch beidseitig. Die Stellen müssen aber nicht immer perfekt symmetrisch sein.
Akuter Schub vs. chronischer Verlauf: Woran man den Unterschied erkennt
Ein akuter Schub startet meist abrupt: neue Bläschen entstehen über Tage, der Juckreiz ist stark, die Entzündung deutlich. Die Haut kann spannen, brennen und nach dem Aufkratzen schneller aufgehen. In dieser Phase wirkt die Haut oft „unruhig“ und empfindlich.
Bei wiederkehrenden Schüben kann sich ein chronisches Handekzem entwickeln. Dann bleiben Trockenheit, Verdickung der Haut und schmerzhafte Rhagaden länger bestehen, auch zwischen den Schüben. Das Risiko für Reizreaktionen und Folgeprobleme steigt, wenn die Hautbarriere dauerhaft geschwächt ist.
| Merkmal | Akuter Schub | Chronischer Verlauf |
|---|---|---|
| Beginn | Plötzlich, oft innerhalb weniger Tage | Schleichend durch wiederkehrende Schübe |
| Hautbild | Neue Bläschen, deutliche Rötung, starke Reizung | Trockene, verdickte Haut mit Schuppung und Rissen |
| Empfinden | Starker Juckreiz, Brennen, Spannungsgefühl | Reizbarkeit, Schmerzen bei Rhagaden, schnelle Überempfindlichkeit |
| Nässen | Häufig nach Aufplatzen oder Kratzen, nässendes Ekzem möglich | Eher phasenweise, oft nach erneuter Entzündung oder Verletzung |
| Typische Stellen | Handflächen, Fingerseiten, Fußsohlen, Zehenränder | Gleiche Areale, oft mit anhaltender Trockenheit an den Händen |
Ursachen und Auslöser: Was einen Schub begünstigt
Bei einem dyshidrotischen Ekzem gibt es selten den einen Grund. Häufig treffen mehrere Dyshidrose Auslöser zusammen: eine gereizte Hautbarriere, bestimmte Stoffe im Alltag und eine persönliche Veranlagung. Wer Muster erkennt, kann im Arztgespräch gezielter berichten.
Hilfreich ist ein kurzes Trigger-Tagebuch. Notieren Sie Kontakt zu neuen Produkten, Wetter und Schwitzen, sowie Phasen mit wenig Schlaf. Auch kleine Details wie neue Handschuhe oder ein anderes Spülmittel können zählen.
Kontaktallergien und Reizstoffe im Alltag
Kontaktallergien können Schübe anstoßen oder länger am Laufen halten. Eine häufige Spur ist die Kontaktallergie Nickel, etwa durch Schmuck, Schlüssel, Knöpfe oder Werkzeuge. Auch Kobalt und Chromate kommen als Auslöser infrage, zum Beispiel in Leder, Zement oder Metalllegierungen.
Daneben spielen Duftstoffe Allergie und Reaktionen auf Konservierungsmittel eine Rolle. Isothiazolinone stecken teils in Kosmetik, Flüssigseifen oder Reinigern. Wenn nach einem Produktwechsel schnell Brennen und Bläschen folgen, ist das ein Hinweis.
Nicht immer ist es eine Allergie, oft sind es Reizstoffe Hände: häufiges Waschen, Desinfizieren, Spülmittel, Lösungsmittel oder Öle. Diese Belastung macht die Haut durchlässiger. Dann reichen schon kleine Mengen eines Stoffes, um wieder zu reizen.
Schweiß, Wärme und Feuchtigkeit als Trigger
Wärme und Schweiß können die Haut an Händen und Füßen zusätzlich stressen. Okklusive Schuhe, dichte Socken oder luftundurchlässige Handschuhe halten Feuchtigkeit auf der Haut. Das weicht die Hornschicht auf und verstärkt Juckreiz.
Ein Feuchtarbeit Ekzem entsteht oft dort, wo Hände ständig nass werden: in Küche, Pflege oder Reinigung. Auch „kurz mal abspülen“ über den Tag summiert sich. Wenn möglich, helfen Trockenzeiten, passende Handschuhe und sanftes Abtrocknen.
Stress, Schlafmangel und psychische Belastung
Viele Betroffene kennen den Stress Ekzem Schub aus eigener Erfahrung. Stress kann den Juckreiz verstärken und macht es schwerer, Kratzen zu stoppen. Dadurch bleibt die Haut länger entzündet.
Schlafmangel bremst die Regeneration. Nach kurzen Nächten fühlt sich die Haut oft empfindlicher an, und kleine Reize werden schneller „zu viel“. Routinen am Abend und ruhige Pausen am Tag können hier entlasten.
Atopie, Neurodermitis und familiäre Veranlagung
Eine atopische Diathese erhöht generell die Neigung zu Ekzemen. Dazu zählen auch Asthma oder Heuschnupfen in der Familie. Dyshidrotische Beschwerden können aber auch ohne klassische Neurodermitis auftreten.
Wichtig ist das Zusammenspiel: Veranlagung plus Belastung im Alltag. Wer Allergien, Reizstoffe und Klima-Faktoren zusammen betrachtet, erkennt eher wiederkehrende Muster.
| Triggerfeld | Typische Beispiele im Alltag | Woran es oft erkennbar ist | Was man fürs Tagebuch notiert |
|---|---|---|---|
| Kontaktallergien | Kontaktallergie Nickel durch Schmuck, Schlüssel, Knöpfe; Chromate in Zement; Kobalt in Legierungen | Schub nach Kontakt, oft an Kontaktstellen; wiederkehrend bei gleichen Gegenständen | Was berührt wurde, Dauer, betroffene Stelle, neue Accessoires oder Arbeitsmaterial |
| Kosmetik und Haushaltsprodukte | Duftstoffe Allergie durch Parfüm, stark beduftete Cremes; Isothiazolinone in Flüssigseifen und Reinigern | Brennen oder Jucken kurz nach dem Auftragen oder Putzen; Verschlechterung nach Produktwechsel | Produktname, Zeitpunkt, Menge, ob es neu war, Reaktion innerhalb von Stunden |
| Irritation der Hautbarriere | Reizstoffe Hände durch häufiges Waschen, Desinfektion, Spülmittel, Lösungsmittel, Öle | Trockene, rissige Haut vor dem Schub; schnelleres Nässen bei kleinen Reizen | Anzahl Waschgänge, Desinfektion, Arbeitsschritte, Hautgefühl vor dem Schub |
| Feuchtigkeit und Okklusion | Feuchtarbeit Ekzem bei nassen Händen; schwitzende Füße in dichten Schuhen; Handschuhe ohne Pausen | Verschlechterung an warmen Tagen, nach Sport oder langen Schichten; Bläschen nach Schwitzen | Temperatur, Schwitzen, Schuh- und Handschuhtyp, nasse Socken/Handschuhe, Dauer |
| Belastung durch Stress und Schlafmangel | Stress Ekzem Schub in Prüfungsphasen, Schichtdienst, Konflikten; kurze Nächte | Mehr Juckreiz, mehr Kratzen, längere Abheilzeit | Stresslevel (0–10), Schlafdauer, besondere Ereignisse, Kratzimpulse |
| Veranlagung | atopische Diathese, familiärer Heuschnupfen, Asthma, Ekzemneigung | Empfindliche Haut seit Kindheit oder wiederkehrende Ekzemphasen | Eigene Vorgeschichte, Familienhinweise, Saisonmuster, Begleiterkrankungen |
Was hilft gegen ein dyshidrotisches Ekzem?
Wenn die Haut an Händen oder Füßen plötzlich brennt, spannt und Bläschen bildet, zählt vor allem Tempo und Routine. Wer ein dyshidrotisches Ekzem akut behandeln will, sollte die Entzündung beruhigen, die Haut schützen und dann Schritt für Schritt die Pflege stabilisieren. So sinkt das Risiko, dass aus einem kurzen Schub eine längere Phase wird.
Sofortmaßnahmen bei akutem Juckreiz und Entzündung
Bei starkem Juckreiz hilft oft Kühlen, aber nur kurz und nicht eiskalt. Ein sauberer, feuchter Umschlag kann nässende Stellen beruhigen; Umschläge Ekzem sollten zeitlich begrenzt bleiben. Danach ist eine rückfettende Pflege sinnvoll, damit die Haut nicht weiter austrocknet.
Um Juckreiz Hände stoppen zu können, braucht es auch ein Kratz-Stoppschild: Nägel kurz halten, Reibung meiden und nachts Baumwollhandschuhe nutzen. Kratzen hält den Juckreiz-Kreislauf am Leben und macht kleine Risse größer. Bei deutlicher Rötung, Schwellung oder Wärme ist eine frühzeitige, ärztlich verordnete Lokaltherapie oft der nächste logische Schritt.
Konsequente Basispflege zur Stabilisierung der Hautbarriere
Zwischen den Schüben entscheidet die Basispflege, wie belastbar die Haut bleibt. Ziel ist, die Hautbarriere stärken zu können: Feuchtigkeit binden, Lipide ergänzen und Mikrorisse schließen. Das senkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Keime und Reizstoffe leichter eindringen.
Pflegen Sie mehrmals täglich und immer nach dem Waschen, am besten mit parfümfreien Produkten. Bei akut nässenden Arealen sind leichte Texturen oft angenehmer, bei trockener, rissiger Haut eher fettreiche Salben. Wer konsequent bleibt, merkt oft, dass sich Spannungsgefühl und Brennen schneller beruhigen.
Trigger-Management: Auslöser erkennen und reduzieren
Viele Schübe hängen an wiederkehrenden Auslösern im Alltag. Trigger vermeiden Dyshidrose heißt oft: milde, parfümfreie Waschstücke, Hände nicht zu heiß waschen und bei Putzen oder Spülen geeigneten Handschutz nutzen. Bei Schweiß und Wärme helfen Pausen, Sockenwechsel und atmungsaktive Schuhe, damit die Haut nicht dauerhaft feucht bleibt.
Wechseln Sie Pflege- und Reinigungsprodukte nicht im Paket, sondern einzeln. So lässt sich besser erkennen, was die Haut triggert, besonders bei Duftstoffen und ätherischen Ölen. Ein kurzer Schubkalender mit Wetter, Stress, Sport und Kontaktstoffen macht Muster sichtbar und erleichtert es, dyshidrotisches Ekzem akut behandeln zu können, bevor es kippt.
| Ziel im Alltag | Konkrete Maßnahme | Worauf achten | Typischer Nutzen |
|---|---|---|---|
| Juckreiz rasch dämpfen | Kurz kühlen, dann Umschläge Ekzem für 10–15 Minuten | Nicht eiskalt, nicht stundenlang; danach eincremen | Weniger Brennen, weniger Kratzdruck |
| Hautbarriere stärken | Mehrmals täglich parfümfreie Pflege, besonders nach dem Waschen | Textur anpassen: leicht bei Nässen, reichhaltig bei Rissen | Weniger Trockenheit, bessere Widerstandskraft |
| Juckreiz Hände stoppen | Nägel kurz, Reibung reduzieren, nachts Baumwollhandschuhe | Handschuhe regelmäßig waschen, nicht zu warm schlafen | Weniger Kratzen, weniger neue Läsionen |
| Trigger vermeiden Dyshidrose | Handschutz bei Reinigern, Schweißmanagement, Produkttests einzeln | Duftstoffe kritisch prüfen; Expositionen notieren | Schübe besser vorhersagbar, weniger Rückfälle |
Diagnose in Deutschland: Wann zum Hautarzt und welche Tests sinnvoll sind
Wenn Bläschen an Händen oder Füßen neu auftreten, lohnt sich eine frühe Handekzem Abklärung. Das gilt auch bei starken Schmerzen, deutlichem Nässen oder wenn sich die Haut warm und gerötet anfühlt. Wiederkehrende Schübe oder fehlende Besserung trotz Pflege sind weitere Gründe, zügig eine Dyshidrose Diagnose prüfen zu lassen.
Beim Termin schaut die Ärztin oder der Arzt auf Muster, Stellen und Verlauf. Häufig wird auch geklärt, ob ein Pilz dahintersteckt, weil das ähnlich aussehen kann. Dafür kommen je nach Befund eine Hautabschabung, ein KOH-Test oder eine Kultur infrage.
Wenn der Verdacht auf eine Reaktion durch Stoffe aus Alltag oder Arbeit besteht, ist ein Hautarzt Epikutantest ein wichtiger Schritt. Dabei werden Allergene unter Pflastern auf den Rücken aufgebracht und nach festen Zeiten abgelesen. Für den Allergietest Kontaktallergie ist es oft hilfreich, eigene Produkte mitzubringen, zum Beispiel Handcreme, Seife, Desinfektionsmittel oder bestimmte Handschuhe.
In vielen Berufen sind Feuchtarbeit und Reizstoffe an der Tagesordnung. Dann kann die Einordnung über Berufsdermatologie Deutschland sinnvoll sein, vor allem bei häufigen Schüben und sichtbaren Einschränkungen im Job. Hier spielen auch Hautschutzberatung, eine saubere Dokumentation der Beschwerden und die Abstimmung mit dem Arbeitsplatz eine Rolle.
| Wann abklären? | Typischer Schritt in der Praxis | Wozu das dient |
|---|---|---|
| Erstes Auftreten von Bläschen oder starker Juckreiz | Klinische Beurteilung von Lokalisation, Verlauf und Auslösern | Grundlage für Dyshidrose Diagnose und passende nächste Tests |
| Nässen, Risse, starke Schmerzen oder Verdacht auf Infektion | Untersuchung der Haut, ggf. Beurteilung von Entzündungszeichen | Abgrenzung von bakterieller Mitbeteiligung und Anpassung der Behandlung |
| Ähnliche Symptome wie bei Fuß- oder Handpilz | Hautabschabung, KOH-Test oder Kultur | Abgrenzung zu Tinea manuum/pedis, damit die Therapie nicht am Ziel vorbeigeht |
| Schub nach Kontakt mit Metallen, Duftstoffen, Gummi, Reinigern | Hautarzt Epikutantest als Allergietest Kontaktallergie | Auslöser identifizieren und konkrete Meidung im Alltag planen |
| Beschwerden verstärken sich im Beruf oder bei Feuchtarbeit | Einordnung und Beratung über Berufsdermatologie Deutschland | Strukturierte Handekzem Abklärung, Hautschutzplan und arbeitsbezogene Anpassungen |
Wichtig ist, dass die Abklärung praktische Folgen hat. Dazu gehören klare Hinweise zur Allergenvermeidung, ein realistischer Hautschutzplan und eine Therapie, die zum Alltag passt. So wird aus einer Diagnose ein nächster Schritt, der die Situation besser steuerbar macht.
Medizinische Behandlung: Wirksame Therapieoptionen bei stärkeren Beschwerden
Wenn Pflege und Trigger-Management nicht reichen, kann eine medizinische Behandlung den Schub rasch bremsen. Ziel ist, Entzündung zu senken, Juckreiz zu stoppen und die Haut wieder belastbar zu machen. Welche Stufe passt, hängt von Ausmaß, Nässen, Rissen und dem Alltag an Händen und Füßen ab.
Topische Kortikosteroide: Anwendung, Dauer und Risiken
Bei einem akuten Schub ist eine Kortisoncreme Dyshidrose oft der schnellste Weg, um Rötung und Bläschen zu beruhigen. An Handflächen und Fußsohlen braucht es teils eine passende Wirkstärke, weil die Hornschicht dort dicker ist.
Wichtig ist die Anwendung: dünn, nur auf die betroffenen Stellen und zeitlich begrenzt. Häufig wird anschließend ausgeschlichen, etwa über Intervalltage, damit die Haut stabil bleibt. Bei zu langer oder falscher Nutzung kann die Haut empfindlicher werden; deshalb gehören Kontrolle und Plan in ärztliche Hand.
Calcineurin-Inhibitoren als kortisonfreie Alternative
Wenn Kortison nicht gut passt oder eine Erhaltungstherapie nötig ist, kommt ein Calcineurin-Inhibitor Tacrolimus Pimecrolimus infrage. Diese Wirkstoffe können Entzündung dämpfen, ohne die gleichen Risiken für dünne Hautareale wie ein starkes Steroid zu haben.
Zu Beginn ist ein Brennen oder Wärmegefühl möglich, das oft nachlässt. Da die Haut in der Schubphase sehr reaktiv sein kann, hilft ein klarer Rhythmus aus Auftragen, Pflege und konsequentem Sonnenschutz nach Empfehlung.
Antiseptische und entzündungshemmende Lokaltherapien
Wenn das Ekzem nässt, aufreißt oder sich entzündet, kann ein Antiseptikum Ekzem sinnvoll ergänzen. Es wird meist als Lösung oder Waschung eingesetzt, um Keime zu reduzieren und die Haut zu beruhigen.
Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion wird die Behandlung gezielt angepasst. Bei starker Verhornung können keratolytische Zubereitungen helfen, sollten aber vorsichtig dosiert werden, damit die gereizte Haut nicht weiter brennt.
Systemische Therapie bei schweren Verläufen: Wann sie erwogen wird
Eine systemische Therapie Handekzem wird meist erst erwogen, wenn Schübe häufig wiederkehren oder die Arbeit und der Schlaf stark leiden. Dann geht es nicht mehr nur um lokale Stellen, sondern um Entzündung im ganzen System und um verlässliche Kontrolle.
In spezialisierten Praxen kann auch Phototherapie UVA Teil eines Stufenplans sein, je nach Hauttyp und Befund. Bei allen Eskalationen sind feste Kontrolltermine wichtig, damit Wirkung, Nebenwirkungen und Alltagstauglichkeit eng begleitet werden.
| Option | Typischer Einsatz | Worauf im Alltag achten |
|---|---|---|
| Kortisoncreme Dyshidrose | Akuter Schub mit starker Rötung, Juckreiz, Bläschen an Händen/Füßen | Dünn auftragen, begrenzte Dauer, nicht abrupt stoppen, Pflege konsequent fortführen |
| Calcineurin-Inhibitor Tacrolimus Pimecrolimus | Empfindliche Areale, steroidfreie Alternative, Stabilisierung zwischen Schüben | Anfangs mögliches Brennen, ruhige Pflegeroutine, Sonnenschutz nach Empfehlung |
| Antiseptikum Ekzem | Nässen, aufgekratzte Stellen, erhöhtes Risiko für Superinfektion | Reizarm anwenden, nicht überdosieren, bei Eiter/Schmerz ärztlich abklären |
| systemische Therapie Handekzem | Schwerer, therapieresistenter Verlauf mit deutlicher Einschränkung | Kontrolltermine einhalten, Wechselwirkungen angeben, Verlauf dokumentieren |
| Phototherapie UVA | Ausgewählte Fälle, wenn lokale Therapie nicht ausreicht oder häufige Rückfälle bestehen | Regelmäßige Sitzungen, Hautschutz beachten, Reaktionen zeitnah melden |
Hausmittel und unterstützende Maßnahmen: Was kann ergänzend lindern?
Hausmittel Dyshidrose können Beschwerden oft spürbar dämpfen, besonders bei leichtem Juckreiz oder Nässen. Sie ersetzen aber keine ärztliche Behandlung, wenn die Haut stark entzündet ist, Eiter entsteht oder sich die Stellen rasch ausbreiten. Sinnvoll ist ein vorsichtiges Vorgehen: erst an einer kleinen Fläche testen und bei Brennen sofort stoppen.
Bei nässenden Bläschen werden Umschläge Ekzem Hausmittel häufig genutzt, weil sie kurzfristig kühlen und beruhigen. Ein klassisches Beispiel ist der Gerbstoffe Schwarztee Umschlag: Schwarztee aufbrühen, gut abkühlen lassen, saubere Kompresse tränken und wenige Minuten auflegen. Danach sollte die Haut wieder rückgefettet werden, damit sie nicht austrocknet.
Auch Bäder Hände Füße Ekzem können helfen, wenn sie kurz bleiben und lauwarm sind. Zu langes Baden weicht die Hornschicht auf und macht sie anfälliger für Risse. Nach dem Abtrocknen (tupfen statt rubbeln) wirkt eine einfache Pflege am besten, weil sie die Hautbarriere stabilisiert.
Wenn Flüssigkeit austritt, kann Zinksalbe nässendes Ekzem als Schutzfilm dienen. Zinkoxid-Pasten sind eher für feuchte, gereizte Stellen gedacht und weniger als alleinige Pflege bei sehr trockener, rissiger Haut. Wichtig ist eine dünne Schicht, damit nichts unnötig verklebt und die Haut noch atmen kann.
| Maßnahme | Wann sie passt | So anwenden (kurz) | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Umschläge Ekzem Hausmittel | Juckreiz, Nässen, akute Reizung | Kompresse anfeuchten, 5–10 Minuten auflegen, danach eincremen | Nur saubere Tücher nutzen, nicht scheuern, bei Brennen abbrechen |
| Gerbstoffe Schwarztee Umschlag | Nässende Bläschen, entzündliche Wärme | Schwarztee abkühlen, Kompresse tränken, kurz auflegen | Nicht heiß anwenden, nicht zu lange, anschließend rückfetten |
| Bäder Hände Füße Ekzem | Spannungsgefühl, Schmutz/Schweiß, Pflegevorbereitung | Lauwarm, wenige Minuten, danach sanft trocken tupfen | Keine aggressiven Zusätze, nicht lange einweichen lassen |
| Zinksalbe nässendes Ekzem | Feuchte Areale, wunde Ränder, Schutz vor Reibung | Dünn auftragen, bei Bedarf erneuern | Nicht als einzige Pflege bei Rissen; bei Verschlimmerung pausieren |
Problematisch sind oft ätherische Öle, stark parfümierte Naturkosmetik oder „Detox“-Bäder mit viel Salz oder Soda. Auf entzündeter Haut kann auch Apfelessig stark brennen und die Barriere weiter schädigen. Besser sind schlichte, gut verträgliche Schritte und eine klare Hygiene: eigene Handtücher, Hände nicht aufstechen, und bei deutlicher Verschlechterung früh ärztlich abklären lassen.
Hautpflege und Schutz im Alltag: Die besten Pflegetipps für Hände und Füße
Im Alltag zählt weniger „viel“, sondern „richtig“: Eine einfache Routine kann Reizungen senken und die Haut ruhiger halten. Bei dyshidrotischem Ekzem lohnt es sich, Hände und Füße wie empfindliche Zonen zu behandeln und Schritte zu wiederholen, statt ständig Neues zu testen. So wird Handekzem Pflege planbar und bleibt auch an stressigen Tagen machbar.
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Geeignete Cremes und Salben: Urea, Ceramide, Glycerin
Für trockene, schuppige Phasen kann eine Urea Creme Hände sinnvoll sein, weil sie Feuchtigkeit bindet. Wenn die Haut stark eingerissen ist oder brennt, ist oft eine niedrigere Urea-Konzentration besser. Reichhaltige Texturen passen eher zu rauen Stellen, leichtere eher zu empfindlichen Arealen.
Zur Stabilisierung der Ceramide Hautbarriere helfen lipidreiche Formeln, die sich wie ein Schutzfilm anfühlen, ohne zu kleben. Eine Glycerin Creme ist oft gut verträglich und unterstützt die Feuchthaltefaktoren der Haut. Praktisch ist parfümfrei, mit kurzer INCI-Liste und ohne unnötige Pflanzenextrakte.
Waschen, Desinfizieren, Eincremen: hautschonende Routine
Waschen sollte kurz sein, lauwarm und mit milden Produkten. Danach sanft abtrocknen, auch zwischen den Fingern und Zehen, weil Restfeuchte die Haut zusätzlich stresst. Direkt im Anschluss eincremen, besonders nach Wasser, Reinigern oder häufigem Kontakt mit Papier.
Bei der richtige Handdesinfektion Ekzem gilt: nur, wenn es wirklich nötig ist, und danach rückfetten. In vielen Situationen reicht Händewaschen; zu häufige Desinfektion kann die Haut austrocknen. Eine kleine Tube in der Tasche erleichtert das konsequente Nachcremen.
| Situation | Schonender Ablauf | Worauf achten |
|---|---|---|
| Kurz Hände waschen unterwegs | Lauwarm, mild, kurz; danach gut trocknen und dünn eincremen | Fingerzwischenräume trocken halten, Reibung durch grobe Tücher vermeiden |
| Desinfektion im Job | Nur bei Bedarf; Produkt einreiben, trocknen lassen; anschließend pflegen | Bei Brennen Frequenz prüfen und auf richtige Handdesinfektion Ekzem achten |
| Nach dem Abwasch oder Putzen | Hände vollständig trocknen; dann reichhaltiger pflegen | Detergenzien entfernen, keine lange Feuchte auf der Haut lassen |
| Fußpflege nach dem Duschen | Zwischen den Zehen trocken tupfen; dann passende Pflege dünn auftragen | Bei Schwitzen Schuhe lüften und Socken wechseln |
Handschuhe und Socken: Materialwahl und richtiges Tragen
Bei Reinigungsarbeiten hilft oft ein Zwei-Schichten-Prinzip: innen Baumwolle, außen ein geeigneter Schutzhandschuh. Wichtig ist, die Hände vor dem Anziehen trocken zu haben und die Tragezeit zu begrenzen, damit es nicht dauerhaft feucht-warm bleibt. Handschuhe regelmäßig wechseln, sobald sie innen feucht sind.
Für die Füße entscheidet das Socken Material Ekzem häufig mit: atmungsaktiv, weich und ohne kratzende Nähte ist meist angenehmer. Socken lieber häufiger wechseln, Schuhe auslüften und Feuchtigkeit reduzieren, zum Beispiel durch wechselnde Paare. So bleibt die Haut trockener, ohne auszukühlen.
Nächtliche Pflege: Okklusion und Baumwollhandschuhe richtig einsetzen
Abends darf die Pflege reichhaltiger sein, weil die Haut Zeit hat, sich zu beruhigen. Nach dem Eincremen können Baumwollhandschuhe nachts helfen, dass weniger abgewaschen wird und das Kratzen sinkt. Für die Füße klappt das Prinzip ähnlich, wenn die Haut nicht stark nässt.
Okklusion passt am besten, wenn keine deutlichen Zeichen einer Infektion oder starkes Nässen vorliegen. Wer unsicher ist, startet mit kurzen Nächten und beobachtet, wie sich Wärme und Feuchte auswirken. Mit einer einfachen Routine wird Handekzem Pflege auch über Wochen leichter durchzuhalten.
Ernährung und Lebensstil: Einfluss auf Entzündungen und Hautreaktionen
Bei einem dyshidrotischen Ekzem spielt die Ernährung oft eine Nebenrolle. Trotzdem kann Ernährung Ekzem-Beschwerden indirekt beeinflussen, etwa über Stoffwechsel, Mikronährstoffe und die Hautbarriere. Entscheidend ist, was Sie im Alltag wirklich vertragen und was Schübe wahrscheinlicher macht.
Eine entzündungshemmende Ernährung Haut-orientiert zu gestalten, heißt meist: mehr frisch, weniger stark verarbeitet. Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn liefern Ballaststoffe, die den Darm unterstützen. Dazu passt ausreichend Eiweiß, zum Beispiel aus Eiern, Quark oder Hülsenfrüchten.
Auch Fette zählen: Omega-3-Quellen wie Lachs, Makrele oder Lein- und Rapsöl werden oft gut vertragen. Trinken Sie regelmäßig, besonders wenn die Haut sehr trocken ist. Kleine Schritte sind hier meist besser als harte Regeln.
Manche Betroffene berichten über Probleme mit Histamin Ekzem, zum Beispiel nach gereiftem Käse, Rotwein oder bestimmten Wurstwaren. Das ist nicht bei allen so. Sinnvoll ist, mögliche Auslöser einzeln zu prüfen, statt ganze Lebensmittelgruppen dauerhaft zu streichen.
Ein Klassiker ist Alkohol Ekzem Schub: Alkohol kann Gefäße erweitern, Schlaf stören und die Entzündungsneigung verstärken. Wer wiederkehrende Schübe hat, testet am besten eine alkoholfreie Phase und beobachtet Haut, Juckreiz und Schlaf. Gerade Mischgetränke mit viel Zucker können zusätzlich belasten.
Für den Alltag hilft ein kurzes Protokoll über 2–4 Wochen. Notieren Sie Essen, Getränke, Stress, Schlaf und die Hautreaktion am selben Tag. So werden Muster sichtbarer, ohne dass Sie im Dunkeln raten müssen.
| Alltagsfaktor | Was häufig die Haut beruhigt | Was eher reizt | Praktischer Test im Alltag |
|---|---|---|---|
| Mahlzeiten | Gemüse, Ballaststoffe, regelmäßige Essenszeiten | Sehr zuckerreiche Snacks, stark verarbeitete Produkte | 14 Tage gleiche Grundstruktur, dann einzelne Lebensmittel gezielt variieren |
| Fette | Omega-3 aus Lachs, Makrele, Leinöl, Rapsöl | Viele frittierte Speisen und Transfette | 2–3 Fischmahlzeiten pro Woche oder täglich 1–2 TL Lein-/Rapsöl |
| Getränke | Wasser, ungesüßter Tee, gleichmäßig über den Tag | Alkohol, sehr süße Softdrinks | Alkoholpause mit Beobachtung von Juckreiz und Hautrötung |
| Histamin | Frisch gekochte Mahlzeiten, kurze Lagerzeiten | Gereifte, fermentierte oder lange gelagerte Lebensmittel | Bei Verdacht auf Histamin Ekzem: nur einen Trigger pro Woche testen |
Lebensstil wirkt oft stärker als man denkt, vor allem Schlaf Stressmanagement Haut. Kurzer, unruhiger Schlaf kann Juckreiz verstärken und die Regeneration bremsen. Schon feste Zubettgehzeiten und weniger Bildschirmlicht am Abend machen bei vielen einen Unterschied.
Für Stress eignen sich einfache Routinen: Atemübungen, progressive Muskelrelaxation oder ein zügiger Spaziergang. Das nimmt Druck aus dem Nervensystem und kann Kratzimpulse senken. Wenn Sie sehr restriktiv essen möchten, ist eine ärztliche oder ernährungsmedizinische Begleitung sinnvoll.
Berufliche und häusliche Trigger: Reinigungsmittel, Feuchtarbeit und Handschutz
Viele Schübe starten dort, wo die Haut oft nass wird oder mit Chemie in Kontakt kommt. Feuchtarbeit Handekzem ist dabei ein häufiger Verstärker: Wasser, Seife und okklusive Handschuhe weichen die Hornschicht auf. Ein Reinigungsmittel Ekzem entsteht zudem schneller, wenn die Hautbarriere schon gereizt ist.
Wer früh gegensteuert, hält die Hände eher belastbar. In der Berufsdermatologie geht es deshalb um klare Abläufe: schützen, schonend reinigen und konsequent pflegen. Das Ziel ist, Reize zu senken, ohne die Arbeit zu verlangsamen.
Risikoberufe in Deutschland: Pflege, Gastronomie, Handwerk, Reinigung
Beim Pflege Handekzem sind häufige Händedesinfektion, Waschlotionen und lange Handschuhzeiten typische Treiber. Unter dem Handschuh staut sich Schweiß, die Haut wird weich, kleine Risse entstehen schneller. Das erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Duftstoffen und Alkohol.
In Küchen ist Gastronomie Hände Ekzem oft mit Spülwasser, Lebensmittelsäften und ständigem Abtrocknen verknüpft. Auch „kurz mal“ ohne Handschuhe spülen kann reichen, wenn die Haut schon entzündet ist. Dazu kommt, dass heißes Wasser Fette aus der Haut löst.
Im Handwerk reizen Zement, Öle, Kühlschmierstoffe und Lösungsmittel. In der Reinigung wirken Tenside, Entkalker und Desinfektionschemie besonders stark, vor allem bei Sprühnebel. So kann ein Reinigungsmittel Ekzem schleichend starten und sich dann im Alltag festsetzen.
| Arbeitsfeld | Typische Exposition | Hautrisiko | Praktischer Schutz im Ablauf |
|---|---|---|---|
| Pflege | Händedesinfektion, Waschen, Einmalhandschuhe | Trockenheit, Brennen, Mikro-Risse, Pflege Handekzem wird erschwert | Kurze Handschuhzeiten, Hände vollständig trocknen, parfümfreie Waschlotion, Pflege direkt nach Dienstende |
| Gastronomie | Spülmittel, Feuchtigkeit, Lebensmittelkontakt, häufiges Abtrocknen | Aufgeweichte Haut, Reizungen an Fingerkuppen, Gastronomie Hände Ekzem durch Nassarbeit | Nitril- oder Vinylhandschuhe passend zur Aufgabe, Baumwollunterzieher bei Schwitzen, Wasser nicht zu heiß, Kontaktzeiten kurz halten |
| Handwerk | Zement, Öle, Lösungsmittel, Staub | Irritation, Entfettung, Rötung, erhöhte Sensibilisierung | Tätigkeitsgerechte Handschuhe, Hautschutz vor Schichtbeginn, Schmutz nicht „trocken abrubbeln“, milde Reinigung nach Arbeitsende |
| Reinigung | Detergenzien, Entkalker, Desinfektionsmittel, Sprühnebel | Reinigungsmittel Ekzem, Brennen, Ekzemplaques am Handrücken | Dosierung niedrig, Mittel nicht pur verwenden, Sprühkontakt vermeiden, Handschuhe wechseln und Hände zwischendurch trocknen |
Schutzkonzepte: Hautschutzplan, Pausen und geeignete Produkte
Ein Handschutzplan hilft, die Schritte im Kopf zu entlasten und täglich gleich umzusetzen. Vor Arbeitsbeginn steht der Schutz, währenddessen die möglichst milde Reinigung, danach die gezielte Pflege Handekzem. Wichtig ist, dass die Produkte zur Tätigkeit passen und nicht zusätzlich reizen.
Planbare Pausen sind mehr als Komfort: Handschuhe ausziehen, Hände abtrocknen und kurz „lüften“ reduziert okklusive Nässe. Bei Feuchtarbeit Handekzem zählt jede Minute, in der die Haut wieder trocken wird. Wer stark schwitzt, profitiert oft von Baumwollunterziehhandschuhen, die regelmäßig gewechselt werden.
- Schutzhandschuhe passend wählen: Nitril bei vielen Reinigern, Vinyl bei manchen Tätigkeiten mit häufigem Wechsel; Latex nur, wenn gut vertragen.
- Waschprodukte schlicht halten: parfümfrei, pH-hautneutral, keine aggressiven Bürsten.
- Pflege fest einplanen: nach dem Händewaschen dünn, nach der Arbeit reichhaltig, besonders über Nacht.
Umgang mit Chemikalien, Shampoo, Spülmittel und Haushaltsreinigern
Im Haushalt gilt dasselbe Prinzip wie im Job: Kontaktzeit senken und Hautkontakt vermeiden. Spülmittel und Badreiniger nur mit Handschuhen nutzen, sparsam dosieren und nicht „pur“ einwirken lassen. So sinkt das Risiko, dass sich ein Reinigungsmittel Ekzem aufbaut.
Shampoo, Haarfärbemittel und Stylingprodukte landen leicht auf den Händen und werden unterschätzt. Wer empfindlich reagiert, kann Applikatorhandschuhe nutzen und danach gründlich abspülen, ohne stark zu rubbeln. Anschließend unterstützt Pflege Handekzem die Barriere, bevor die Haut wieder austrocknet.
Bei stärkeren Chemikalien helfen klare Regeln: Etikett und Sicherheitsangaben beachten, Spritzer sofort mit viel Wasser abspülen und nicht verreiben. Wer trotz konsequentem Handschutzplan immer wieder Probleme hat, kann das in der Berufsdermatologie abklären lassen, um Auslöser am Arbeitsplatz sauber zu trennen.
Rückfälle vermeiden: Langzeitstrategie, Monitoring und Warnzeichen
Wer Dyshidrose Rückfall verhindern will, braucht eine klare Routine. Dazu gehört eine stabile Basispflege, die auch in ruhigen Phasen weiterläuft. Für die Langzeitpflege Handekzem sind parfümfreie, barrierestärkende Produkte und konsequenter Schutz vor Reizstoffen oft entscheidend. So lassen sich Ekzem Schübe vermeiden, bevor die Haut wieder aufreißt oder nässt.
Wichtig ist, beim ersten Kribbeln oder Juckreiz früh zu reagieren und die Therapie wie besprochen anzupassen. Viele Rückfälle entstehen, weil zu spät behandelt wird oder weil das Ausschleichen von Salben zu schnell endet. Auch privat und im Beruf zählt Trigger-Reduktion: weniger Feuchtarbeit, passende Handschuhe, Pausen für die Haut und milde Reinigungsroutinen. Das senkt die Entzündungslast und hilft, Ekzem Schübe vermeiden zu können.
Für ein verlässliches Monitoring Ekzem hilft ein kurzes Schubtagebuch. Notieren Sie Datum, Stress, Wetter oder Schwitzen, neue Produkte, Handschuhzeiten, Alkohol, ungewohnte Lebensmittel und Schlaf. Ergänzend kann eine Fotodokumentation auf dem Smartphone den Verlauf zeigen und Arzttermine erleichtern. So wird sichtbar, was die Haut beruhigt und was sie wieder triggert.
Achten Sie auf Warnzeichen Infektion, damit aus einem Schub keine Komplikation wird. Zunehmende Rötung, starke Schmerzen, spürbare Wärme, Eiter, großflächiges Nässen, geschwollene Lymphknoten oder Fieber sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden. In Deutschland ist bei beruflicher Mitursache auch die Zusammenarbeit mit Arbeitgeber, Arbeitsmedizin oder berufsdermatologischer Beratung sinnvoll. Ziel ist eine dauerhafte Expositionsreduktion, damit Dyshidrose Rückfall verhindern realistisch bleibt.
FAQ
Was ist ein dyshidrotisches Ekzem (Dyshidrose, Pompholyx)?
Ein dyshidrotisches Ekzem ist eine entzündliche Hauterkrankung mit typischen, tief sitzenden Bläschen. Meist tritt es an Handflächen, Fingerseiten sowie an Fußsohlen und Zehenrändern auf. Häufig kommen starker Juckreiz, Brennen und später Schuppung oder schmerzhafte Risse hinzu.
Woran erkenne ich einen akuten Schub im Vergleich zu einem chronischen Verlauf?
Ein akuter Schub beginnt oft plötzlich mit neuen, prall gespannten Bläschen und starkem Juckreiz. Beim chronischen Verlauf kommen die Schübe wieder, und die Haut bleibt zwischenzeitlich trocken, verdickt oder rissig. Rhagaden und Lichenifikation können den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Warum sind Hände und Füße so häufig betroffen?
Hände und Füße werden stark belastet und kommen oft mit Reizstoffen in Kontakt, etwa durch Waschen, Desinfektionsmittel oder Reinigungsmittel. Dazu kommen Okklusion durch Handschuhe oder Schuhe sowie Schweißbildung. Diese Kombination kann die Hautbarriere schwächen und Entzündungen fördern.
Was hilft sofort gegen Juckreiz und Entzündung bei Dyshidrose?
Kurzzeitiges Kühlen kann den Juckreiz dämpfen, ohne die Haut zusätzlich zu reizen. Bei nässenden Stellen können feuchte Umschläge zeitlich begrenzt beruhigen, danach ist rückfettende Pflege wichtig. Wenn die Entzündung stark ist, helfen oft früh eingesetzte, ärztlich verordnete antientzündliche Cremes, um ein Aufschaukeln zu verhindern.
Darf ich die Bläschen aufstechen oder ausdrücken?
Nein, das erhöht das Risiko für bakterielle Superinfektionen und verzögert die Heilung. Besser ist ein konsequentes Kratzmanagement mit kurzen Nägeln und, wenn nötig, Baumwollhandschuhen in der Nacht. Bei starken Schmerzen oder zunehmender Rötung sollte ärztlich abgeklärt werden.
Welche Auslöser sind typisch für dyshidrotisches Ekzem?
Häufig ist es ein Zusammenspiel aus Triggern wie Kontaktallergien, irritativen Reizen und einer geschwächten Hautbarriere. Typisch sind Nickel, Kobalt oder Chromate sowie Duftstoffe und Konservierungsmittel wie Isothiazolinone. Auch Detergenzien, Lösungsmittel, Feuchtarbeit, Hitze, Schweiß und psychischer Stress können Schübe begünstigen.
Ist Dyshidrose ansteckend?
Dyshidrotisches Ekzem ist nicht ansteckend. Ähnliche Symptome können aber durch Pilzinfektionen (Tinea manuum/pedis), Krätze, Kontaktdermatitis oder pustulöse Psoriasis entstehen. Bei Unsicherheit ist eine dermatologische Diagnose wichtig.
Wann sollte ich in Deutschland zum Hautarzt oder zur Hautärztin gehen?
Sinnvoll ist eine Abklärung beim ersten Auftreten, bei wiederkehrenden Schüben oder wenn Pflege allein nicht ausreicht. Auch starke Schmerzen, ausgeprägtes Nässen, Arbeitsunfähigkeit oder der Verdacht auf eine Infektion sind klare Gründe. Dermatologische Diagnostik kann auch Pilztests und eine genaue Beurteilung der Lokalisation und des Verlaufs einschließen.
Welche Tests sind bei Verdacht auf Kontaktallergie sinnvoll?
In Deutschland ist der Epikutantest (Pflastertest) der Standard, um Kontaktallergien zu prüfen. Dabei können auch Berufsallergene sowie eigene Produkte wie Seife, Handcreme, Desinfektionsmittel oder Handschuhe berücksichtigt werden. Das Ergebnis hilft, Allergenkontakt gezielt zu vermeiden und einen Hautschutzplan aufzubauen.
Welche Cremes eignen sich zur Basispflege bei Hand- und Fußekzem?
Bewährt sind parfümfreie Produkte mit Ceramiden, Glycerin und passenden Lipiden zur Barriere-Reparatur. Urea (Harnstoff) kann trockene, schuppige Haut gut befeuchten, kann aber bei akut entzündeten Rissen brennen. Die Galenik zählt: Lotionen sind oft leichter, Salben sind bei sehr trockener, rissiger Haut meist wirksamer.
Wie wende ich Kortisoncremes bei dyshidrotischem Ekzem richtig an?
Topische Kortikosteroide werden dünn und gezielt auf entzündete Bereiche aufgetragen, meist zeitlich begrenzt und nach ärztlicher Vorgabe. An Händen und Füßen sind sie oft wirksam, weil die Hornschicht dicker ist. Wichtig ist das korrekte Ausschleichen oder eine Intervalltherapie, um Rebound-Effekte zu vermeiden.
Gibt es kortisonfreie Alternativen?
Ja, Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimus oder Pimecrolimus können je nach ärztlicher Einschätzung eingesetzt werden. Zu Beginn kann ein Brennen auftreten, das häufig nachlässt. Eine klare Therapieplanung und passende Schutzmaßnahmen, etwa bei Sonneneinwirkung, sollten ärztlich abgestimmt sein.
Welche Hausmittel können ergänzend helfen, und was sollte ich vermeiden?
Gerbstoffhaltige Umschläge, zum Beispiel mit abgekühltem Schwarztee, können bei Nässen und Juckreiz kurzfristig beruhigen, danach sollte eingecremt werden. Zinkoxid-Paste kann nässende Areale schützen, ist aber nicht als alleinige Pflege für stark trockene Haut gedacht. Problematisch sind oft ätherische Öle, stark parfümierte Naturprodukte oder Apfelessig auf entzündeter Haut, weil sie die Barriere reizen können.
Was bedeutet „Feuchtarbeit“ und warum ist sie so relevant?
Feuchtarbeit meint häufigen oder langen Kontakt mit Wasser, Reinigern oder nassen Handschuhen. Das ist ein zentraler Trigger für Handekzeme, weil die Hautbarriere aufweicht und schneller irritiert. Wer beruflich betroffen ist, profitiert oft von Hautschutzberatung und klaren Pausen- und Wechselroutinen.
Welche Handschuhe sind bei Haushalt und Beruf am besten geeignet?
Bei Reinigungsarbeiten ist eine Kombination aus Baumwollunterziehhandschuhen und einem äußeren Schutz, oft Nitril oder Vinyl, sinnvoll. Wichtig ist, okklusive Zeiten zu begrenzen und die Hände zwischendurch zu trocknen. Bei Verdacht auf Gummi- oder Latexallergie sollte die Materialwahl ärztlich besprochen werden.
Welche Warnzeichen sprechen für eine Infektion oder Komplikation?
Zunehmende Rötung, Wärme, starke Schmerzen, Eiter, gelbliche Krusten oder Fieber sind Warnsignale. Auch ausgedehntes Nässen oder geschwollene Lymphknoten sollten ernst genommen werden. In solchen Fällen ist eine zeitnahe ärztliche Abklärung wichtig.
Welche Rolle spielen Stress, Schlafmangel und Lebensstil bei Dyshidrose?
Stress kann den Juckreiz-Entzündung-Kreislauf verstärken und die Impulskontrolle beim Kratzen senken. Schlafmangel verschlechtert die Regeneration der Haut. Eine stabile Routine mit Schlafhygiene, Bewegung und einfachen Entspannungstechniken kann die Schubhäufigkeit bei vielen Betroffenen reduzieren.
Kann Ernährung dyshidrotisches Ekzem auslösen?
Ernährung ist selten die alleinige Ursache, kann aber Entzündungsneigung und Hautbarriere indirekt beeinflussen. Manche reagieren individuell auf Alkohol, sehr zuckerreiche oder stark verarbeitete Lebensmittel. Ein Symptom- und Ernährungsprotokoll über zwei bis vier Wochen kann helfen, echte Zusammenhänge zu erkennen.
Wie kann ich Rückfälle langfristig vermeiden?
Entscheidend sind konsequente Basispflege, frühes Gegensteuern beim ersten Kribbeln und konsequente Triggerkontrolle. Ein Schubtagebuch mit Wetter, Schweiß, Handschuhzeiten, Produkten, Stress und Schlaf macht Muster sichtbar. Fotodokumentation kann Arzttermine erleichtern und den Therapieerfolg messbar machen.
Welche Berufsgruppen sind in Deutschland besonders gefährdet?
Häufig betroffen sind Pflege, Gastronomie, Handwerk und Reinigung, weil dort Desinfektion, Detergenzien, Feuchtigkeit oder Chemikalien zum Alltag gehören. Auch Friseurhandwerk kann durch Shampoo, Haarfärbemittel und häufiges Waschen belastend sein. Ein Hautschutzplan hilft, Arbeitsfähigkeit zu sichern und Chronifizierung zu vermeiden.

