Psoriasis im Job: Tipps für Vorstellungsgespräche, Arbeitgebern und Kollegen

Psoriasis im Job: Tipps für Vorstellungsgespräche, Arbeitgebern und Kollegen

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist mehr als nur eine Hauterkrankung – sie ist ein ständiger Begleiter, der dein Leben in vielerlei Hinsicht beeinflussen kann. Besonders im Berufsleben, wo Selbstbewusstsein und ein sicheres Auftreten gefragt sind, kann Psoriasis eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Aber lass dich davon nicht entmutigen! Mit dem richtigen Wissen, einigen cleveren Strategien und einer positiven Einstellung kannst du Psoriasis im Job meistern und deine Karriereziele erreichen. Dieser Ratgeber ist dein Wegweiser, um Vorstellungsgespräche erfolgreich zu gestalten, mit deinem Arbeitgeber offen umzugehen und ein unterstützendes Umfeld unter deinen Kollegen zu schaffen. Denn dein Wert definiert sich nicht über deine Haut, sondern über deine Fähigkeiten, dein Engagement und deine Persönlichkeit. Lass uns gemeinsam Wege finden, wie du trotz Psoriasis im Job brillieren kannst!

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Psoriasis und das Vorstellungsgespräch: Souveränität trotz Schuppen

Das Vorstellungsgespräch ist deine Chance, dich von deiner besten Seite zu zeigen und einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Doch was, wenn Psoriasis gerade dann besonders aktiv ist? Keine Panik! Mit der richtigen Vorbereitung und Strategie kannst du selbstbewusst und souverän auftreten.

Die Entscheidung: Offenheit oder Geheimnis?

Eine der ersten Fragen, die du dir stellen solltest, ist, ob du deine Psoriasis im Vorstellungsgespräch erwähnen möchtest oder nicht. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort – es hängt von deinem persönlichen Wohlbefinden, der Art der Stelle und deinem Vertrauen in das Unternehmen ab.

Pro Offenheit:

  • Ehrlichkeit: Wenn deine Psoriasis sichtbar ist, kann es unangenehm sein, sie zu verbergen. Offenheit schafft Vertrauen und Authentizität.
  • Erklärung: Du kannst Missverständnisse ausräumen und erklären, dass Psoriasis nicht ansteckend ist.
  • Bedarfsanmeldung: Du hast die Möglichkeit, eventuelle Bedürfnisse anzusprechen, z.B. bezüglich der Arbeitsumgebung (Temperatur, Luftfeuchtigkeit).

Contra Offenheit:

  • Diskriminierungsrisiko: Auch wenn Diskriminierung aufgrund von Krankheiten illegal ist, besteht die Möglichkeit, dass Vorurteile unbewusst eine Rolle spielen.
  • Ablenkung: Das Gespräch sollte sich primär um deine Qualifikationen drehen, nicht um deine Gesundheit.
  • Unsicherheit: Wenn du dich unwohl fühlst, über deine Psoriasis zu sprechen, ist es besser, es nicht zu tun.

Wenn du dich entscheidest, deine Psoriasis zu erwähnen, achte auf Folgendes:

  • Der richtige Zeitpunkt: Bringe das Thema nicht gleich zu Beginn des Gesprächs auf. Warte, bis eine passende Gelegenheit entsteht, z.B. wenn du nach deinen Stärken und Schwächen gefragt wirst.
  • Die richtige Formulierung: Beschreibe deine Psoriasis sachlich und selbstbewusst. Vermeide Dramatisierungen oder Selbstmitleid. Betone, dass du gelernt hast, gut damit umzugehen und dass sie deine Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.
  • Der Fokus: Lenke das Gespräch schnell wieder auf deine Qualifikationen und Erfahrungen. Zeige, dass du die perfekte Person für den Job bist – unabhängig von deiner Haut.

Äußerliches Erscheinungsbild: Dein souveräner Auftritt

Unabhängig davon, ob du deine Psoriasis ansprichst oder nicht, ist ein gepflegtes Äußeres wichtig für einen positiven ersten Eindruck. Hier sind ein paar Tipps:

  • Hautpflege: Verwende beruhigende und feuchtigkeitsspendende Produkte, um deine Haut vor dem Gespräch zu pflegen. Achte darauf, dass sie gut einziehen und keine fettigen Rückstände hinterlassen.
  • Kleidung: Wähle Kleidung, in der du dich wohlfühlst und die deine Psoriasis-Stellen bedeckt, wenn du das möchtest. Achte auf atmungsaktive Stoffe, die deine Haut nicht reizen.
  • Selbstbewusstsein: Das Wichtigste ist, dass du dich in deiner Haut wohlfühlst. Selbstbewusstsein ist attraktiv und überstrahlt kleine Makel.

Die innere Einstellung: Stärke dein Selbstvertrauen

Psoriasis kann dein Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Arbeite aktiv daran, dein Selbstvertrauen zu stärken:

  • Positive Affirmationen: Sprich dir selbst Mut zu und erinnere dich an deine Stärken und Erfolge.
  • Mentale Vorbereitung: Stelle dir das Vorstellungsgespräch positiv vor und visualisiere deinen Erfolg.
  • Entspannungstechniken: Erlernen und praktizieren Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation, um Stress abzubauen.

Psoriasis im Job: Offenheit und Akzeptanz am Arbeitsplatz

Du hast den Job bekommen – herzlichen Glückwunsch! Jetzt geht es darum, einen Umgang mit deiner Psoriasis am Arbeitsplatz zu finden, der für dich angenehm ist und deine Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Der richtige Zeitpunkt für die Offenbarung

Auch hier gilt: Es gibt keinen allgemeingültigen Zeitpunkt, um deine Psoriasis am Arbeitsplatz zu thematisieren. Viele Menschen warten, bis sie ein Vertrauensverhältnis zu ihren Kollegen und Vorgesetzten aufgebaut haben. Andere bevorzugen es, von Anfang an offen damit umzugehen.

Mögliche Gründe für eine frühe Offenbarung:

  • Erklärungsbedarf: Wenn deine Psoriasis sichtbar ist und Fragen aufwirft.
  • Anpassungen: Wenn du bestimmte Anpassungen am Arbeitsplatz benötigst, z.B. bezüglich der Raumtemperatur oder der Luftfeuchtigkeit.
  • Prävention: Um Gerüchten oder Missverständnissen vorzubeugen.

Wie du das Gespräch angehst:

  • Wähle den richtigen Zeitpunkt und Ort: Sprich mit deinem Vorgesetzten oder Kollegen in einem ruhigen, privaten Rahmen.
  • Sei sachlich und informativ: Erkläre, was Psoriasis ist, wie sie sich bei dir äußert und dass sie nicht ansteckend ist.
  • Biete Informationen an: Gib deinem Gesprächspartner Broschüren oder Links zu seriösen Websites über Psoriasis.
  • Betone deine Leistungsfähigkeit: Stelle klar, dass deine Psoriasis deine Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt.
  • Sei offen für Fragen: Beantworte Fragen ehrlich und geduldig.

Anpassungen am Arbeitsplatz: Dein Wohlbefinden zählt

In vielen Fällen können kleine Anpassungen am Arbeitsplatz dazu beitragen, deine Psoriasis-Symptome zu lindern und dein Wohlbefinden zu steigern. Sprich mit deinem Arbeitgeber über mögliche Optionen:

  • Luftfeuchtigkeit: Trockene Luft kann Psoriasis-Symptome verschlimmern. Ein Luftbefeuchter im Büro kann helfen.
  • Temperatur: Extreme Temperaturen (Hitze oder Kälte) können ebenfalls ungünstig sein. Achte auf eine angenehme Raumtemperatur.
  • Licht: Vermeide grelles oder flackerndes Licht, das deine Haut reizen kann.
  • Stress: Stress ist ein bekannter Trigger für Psoriasis. Sprich mit deinem Vorgesetzten über Möglichkeiten zur Stressreduktion am Arbeitsplatz, z.B. flexible Arbeitszeiten oder Entspannungspausen.
  • Ergonomie: Achte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, um körperliche Belastungen zu vermeiden, die indirekt Stress verursachen können.

Dein Arbeitgeber ist in der Regel verpflichtet, angemessene Anpassungen vorzunehmen, um dir die Ausübung deiner Tätigkeit zu ermöglichen. Informiere dich über deine Rechte und Pflichten.

Das Gespräch mit Kollegen: Aufbau eines unterstützenden Umfelds

Ein offenes und unterstützendes Umfeld unter Kollegen kann viel dazu beitragen, dass du dich am Arbeitsplatz wohlfühlst. Hier sind ein paar Tipps, wie du das Gespräch mit deinen Kollegen angehen kannst:

  • Wähle deine Gesprächspartner: Sprich zuerst mit Kollegen, denen du vertraust und von denen du dir Unterstützung erhoffst.
  • Sei ehrlich und offen: Erkläre deine Psoriasis und wie sie sich auf dich auswirkt.
  • Bitte um Verständnis: Erkläre, was deine Kollegen tun können, um dich zu unterstützen, z.B. Verständnis für deine Hautpflege-Routinen oder Rücksichtnahme bei der Planung von Aktivitäten im Freien.
  • Sei selbstbewusst: Zeige, dass du mit deiner Psoriasis umgehen kannst und dass sie dich nicht definiert.
  • Sei geduldig: Es braucht Zeit, bis Kollegen sich an den Umgang mit deiner Psoriasis gewöhnt haben.

Solltest du Diskriminierung oder Mobbing aufgrund deiner Psoriasis erleben, suche dir Unterstützung bei deinem Vorgesetzten, dem Betriebsrat oder einer Beratungsstelle.

Tipps für Arbeitgeber: Inklusion und Unterstützung fördern

Als Arbeitgeber spielst du eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines inklusiven und unterstützenden Arbeitsumfelds für Mitarbeiter mit Psoriasis. Hier sind einige Tipps, wie du dazu beitragen kannst:

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Wissen vermitteln: Aufklärung über Psoriasis

Viele Menschen wissen wenig über Psoriasis und haben falsche Vorstellungen. Biete deinen Mitarbeitern Informationen und Schulungen an, um das Wissen über Psoriasis zu verbessern und Vorurteile abzubauen.

  • Informationsmaterial: Stelle Broschüren, Flyer oder Links zu seriösen Websites über Psoriasis zur Verfügung.
  • Schulungen: Organisiere Schulungen oder Workshops zum Thema Psoriasis für Führungskräfte und Mitarbeiter.
  • Offene Kommunikation: Fördere eine offene Kommunikation über Gesundheitsthemen am Arbeitsplatz.

Anpassungen ermöglichen: Für ein angenehmes Arbeitsumfeld sorgen

Biete Mitarbeitern mit Psoriasis die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz an ihre Bedürfnisse anzupassen.

  • Luftfeuchtigkeit und Temperatur: Sorge für eine angenehme Raumtemperatur und eine angemessene Luftfeuchtigkeit. Stelle bei Bedarf Luftbefeuchter zur Verfügung.
  • Licht: Vermeide grelles oder flackerndes Licht. Biete Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Beleuchtung individuell anzupassen.
  • Flexible Arbeitszeiten: Biete flexible Arbeitszeiten an, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Hautpflege-Routinen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren und Stress zu reduzieren.
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Achte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, um körperliche Belastungen zu vermeiden.

Unterstützung anbieten: Ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Mitarbeiter

Zeige deinen Mitarbeitern, dass du ihre Bedürfnisse ernst nimmst und bereit bist, sie zu unterstützen.

  • Offene Kommunikation: Fördere eine offene Kommunikation über Gesundheitsthemen.
  • Vertraulichkeit: Stelle sicher, dass alle Informationen über die Gesundheit der Mitarbeiter vertraulich behandelt werden.
  • Unterstützungsangebote: Biete Mitarbeitern Zugang zu Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen.
  • Verständnis: Zeige Verständnis für die Herausforderungen, vor denen Mitarbeiter mit Psoriasis stehen.

Diskriminierung verhindern: Ein faires Arbeitsumfeld schaffen

Stelle sicher, dass alle Mitarbeiter gleich behandelt werden und dass es keine Diskriminierung aufgrund von Krankheiten gibt.

  • Antidiskriminierungsrichtlinien: Implementiere klare Antidiskriminierungsrichtlinien.
  • Schulungen: Biete Schulungen zum Thema Diskriminierung für Führungskräfte und Mitarbeiter an.
  • Beschwerdemanagement: Richte ein transparentes Beschwerdemanagement ein, um Diskriminierungsfälle zu bearbeiten.

Tipps für Kollegen: Unterstützung und Verständnis zeigen

Als Kollege kannst du einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass sich Mitarbeiter mit Psoriasis am Arbeitsplatz wohlfühlen. Hier sind einige Tipps, wie du unterstützen kannst:

  • Informiere dich: Lies dich über Psoriasis ein, um ein besseres Verständnis für die Erkrankung zu entwickeln.
  • Sei verständnisvoll: Zeige Verständnis für die Herausforderungen, vor denen dein Kollege steht.
  • Sei rücksichtsvoll: Nimm Rücksicht auf die Bedürfnisse deines Kollegen, z.B. bezüglich der Raumtemperatur oder der Planung von Aktivitäten im Freien.
  • Biete deine Hilfe an: Biete deinem Kollegen deine Hilfe an, wenn er sie benötigt.
  • Sei ein guter Zuhörer: Höre deinem Kollegen zu, wenn er über seine Psoriasis sprechen möchte.
  • Vermeide Kommentare: Vermeide unangebrachte Kommentare über das Aussehen deines Kollegen.
  • Sprich dich gegen Diskriminierung aus: Sprich dich gegen Diskriminierung oder Mobbing aufgrund von Psoriasis aus.

Indem du diese Tipps befolgst, kannst du einen wertvollen Beitrag zu einem inklusiven und unterstützenden Arbeitsumfeld für Menschen mit Psoriasis leisten.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Psoriasis im Job

Muss ich meinen Arbeitgeber über meine Psoriasis informieren?

Nein, du bist nicht verpflichtet, deinen Arbeitgeber über deine Psoriasis zu informieren. Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Wenn du jedoch Anpassungen am Arbeitsplatz benötigst oder befürchtest, dass deine Psoriasis deine Arbeitsleistung beeinträchtigen könnte, kann es sinnvoll sein, offen darüber zu sprechen.

Kann ich wegen meiner Psoriasis diskriminiert werden?

Diskriminierung aufgrund von Krankheiten ist in den meisten Ländern illegal. Wenn du dich aufgrund deiner Psoriasis diskriminiert fühlst, solltest du dich an deinen Vorgesetzten, den Betriebsrat oder eine Beratungsstelle wenden.

Welche Anpassungen am Arbeitsplatz kann ich von meinem Arbeitgeber erwarten?

Dein Arbeitgeber ist in der Regel verpflichtet, angemessene Anpassungen vorzunehmen, um dir die Ausübung deiner Tätigkeit zu ermöglichen. Dies kann beispielsweise die Anpassung der Raumtemperatur, die Bereitstellung eines Luftbefeuchters oder flexible Arbeitszeiten umfassen.

Was kann ich tun, wenn ich mich am Arbeitsplatz unwohl fühle?

Sprich mit deinem Vorgesetzten oder einem Kollegen, dem du vertraust. Suche dir Unterstützung bei einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe. Denke daran, dass du nicht allein bist und dass es viele Menschen gibt, die dich unterstützen möchten.

Wie kann ich Stress am Arbeitsplatz reduzieren, um meine Psoriasis-Symptome zu lindern?

Es gibt viele Möglichkeiten, Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren, z.B. durch Entspannungstechniken, flexible Arbeitszeiten, die Priorisierung von Aufgaben und die Delegation von Aufgaben. Sprich mit deinem Vorgesetzten über Möglichkeiten zur Stressreduktion.

Welche Rolle spielen Kollegen bei der Unterstützung von Mitarbeitern mit Psoriasis?

Kollegen können einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Mitarbeitern mit Psoriasis leisten, indem sie sich informieren, verständnisvoll sind, Rücksicht nehmen, ihre Hilfe anbieten, zuhören, unangebrachte Kommentare vermeiden und sich gegen Diskriminierung aussprechen.

Was tun, wenn Psoriasis-Medikamente müde machen?

Besprich die Müdigkeit als Nebenwirkung mit deinem Arzt. Möglicherweise kann die Dosierung angepasst oder ein anderes Medikament verschrieben werden. Achte auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung, um die Müdigkeit zu reduzieren. Nutze Pausen am Arbeitsplatz für kurze Entspannungsübungen oder einen Spaziergang an der frischen Luft.

Psoriasis im Job muss kein Hindernis sein. Mit Offenheit, Selbstbewusstsein und der richtigen Unterstützung kannst du deine Karriereziele erreichen und ein erfülltes Berufsleben führen. Glaube an dich und deine Fähigkeiten!

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