Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen: Tipps für Eltern

Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen: Tipps für Eltern

Es ist ganz natürlich, dass du dir Sorgen machst, wenn dein Kind oder Teenager von Psoriasis betroffen ist. Diese chronische Hauterkrankung kann nicht nur körperlich belastend sein, sondern auch das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität deines Kindes beeinträchtigen. Aber keine Sorge, du bist nicht allein! Mit dem richtigen Wissen, der richtigen Unterstützung und einer liebevollen Herangehensweise kannst du deinem Kind helfen, ein erfülltes Leben trotz Psoriasis zu führen. Dieser Ratgeber soll dir dabei helfen, die Erkrankung besser zu verstehen und deinem Kind bestmöglich zur Seite zu stehen.

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Was ist Psoriasis und wie betrifft sie Kinder und Jugendliche?

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die durch rote, schuppige und oft juckende Hautstellen gekennzeichnet ist. Sie ist nicht ansteckend, sondern wird durch eine Fehlfunktion des Immunsystems verursacht. Bei Psoriasis werden Hautzellen viel schneller produziert als normal, was zu einer Anhäufung auf der Hautoberfläche führt und die typischen Plaques bildet.

Während Psoriasis in jedem Alter auftreten kann, betrifft sie auch Kinder und Jugendliche. Die Symptome können von leichten, lokalisierten Hautveränderungen bis hin zu schweren, großflächigen Entzündungen variieren. Bei Kindern tritt Psoriasis häufig im Gesicht, auf der Kopfhaut, in den Windelbereich oder in Hautfalten auf. Bei Jugendlichen ähneln die Symptome oft denen von Erwachsenen, mit Plaques an Ellbogen, Knien und der Kopfhaut.

Es ist wichtig zu wissen, dass Psoriasis nicht nur eine Hauterkrankung ist. Sie kann auch mit anderen Gesundheitsproblemen wie Arthritis (Psoriasis-Arthritis), Stoffwechselerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen. Außerdem kann Psoriasis einen erheblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben, da sie sich aufgrund ihres Aussehens schämen, isoliert fühlen oder gehänselt werden.

Die verschiedenen Formen der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Psoriasis ist nicht gleich Psoriasis. Es gibt verschiedene Formen, die sich in ihren Symptomen und ihrem Erscheinungsbild unterscheiden. Bei Kindern und Jugendlichen sind folgende Formen besonders häufig:

Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris)

Dies ist die häufigste Form der Psoriasis. Sie ist durch rote, erhabene Plaques gekennzeichnet, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Diese Plaques treten typischerweise an Ellbogen, Knien, der Kopfhaut und im unteren Rückenbereich auf, können aber auch an anderen Körperstellen vorkommen.

Guttata-Psoriasis (Tropfenförmige Psoriasis)

Diese Form tritt oft nach einer Streptokokken-Infektion auf, wie z. B. einer Halsentzündung. Sie äußert sich durch kleine, tropfenförmige, rote Flecken auf dem Körper, insbesondere am Rumpf, an den Armen und Beinen. Guttata-Psoriasis kann spontan abheilen, aber auch in eine chronische Plaque-Psoriasis übergehen.

Inverse Psoriasis (Psoriasis inversa)

Diese Form betrifft vor allem die Hautfalten, wie Achselhöhlen, Leistenbereich, unter der Brust oder zwischen den Pobacken. Die Haut ist hier oft rot, glatt und entzündet, ohne die typischen Schuppen. Schwitzen und Reibung in diesen Bereichen können die Symptome verschlimmern.

Kopfhaut-Psoriasis (Psoriasis capitis)

Kopfhaut-Psoriasis kann von leichten Schuppen bis hin zu dicken, verkrusteten Plaques reichen, die sich über die Haargrenze hinaus ausdehnen können. Sie kann mit starkem Juckreiz verbunden sein und zu Haarausfall führen, wenn die Plaques aufgekratzt werden.

Nagel-Psoriasis (Psoriasis unguium)

Nagel-Psoriasis betrifft die Finger- und Zehennägel. Sie kann sich durch kleine Grübchen, Verdickungen, Verfärbungen, Ablösung des Nagels vom Nagelbett oder sogar durch bröckelige Nägel äußern.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Kind oder Jugendlicher auch mehrere Formen der Psoriasis gleichzeitig haben kann. Eine genaue Diagnose durch einen Dermatologen ist entscheidend, um die geeignete Behandlung zu bestimmen.

Ursachen und Auslöser der Psoriasis: Was du wissen solltest

Die genauen Ursachen der Psoriasis sind noch nicht vollständig geklärt, aber man geht davon aus, dass eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Genetische Veranlagung: Psoriasis ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber Kinder, deren Eltern oder Geschwister an Psoriasis leiden, haben ein höheres Risiko, ebenfalls daran zu erkranken. Es gibt bestimmte Gene, die mit einem erhöhten Psoriasis-Risiko in Verbindung gebracht werden.

Fehlfunktion des Immunsystems: Bei Psoriasis ist das Immunsystem überaktiv und greift fälschlicherweise gesunde Hautzellen an. Dies führt zu einer beschleunigten Produktion von Hautzellen und den typischen Entzündungsreaktionen.

Neben der genetischen Veranlagung und der Fehlfunktion des Immunsystems gibt es bestimmte Auslöser, die Psoriasis-Schübe bei Kindern und Jugendlichen begünstigen können:

  • Infektionen: Insbesondere Streptokokken-Infektionen (z. B. Halsentzündung) können eine Guttata-Psoriasis auslösen. Auch andere Infektionen wie Erkältungen oder Grippe können Psoriasis-Schübe verursachen.
  • Verletzungen: Hautverletzungen wie Schnitte, Kratzer, Verbrennungen, Insektenstiche oder Tätowierungen können an der verletzten Stelle Psoriasis auslösen (Köbner-Phänomen).
  • Stress: Stress, sowohl emotional als auch körperlich, kann Psoriasis-Schübe verstärken. Schulstress, familiäre Probleme oder traumatische Erlebnisse können eine Rolle spielen.
  • Bestimmte Medikamente: Einige Medikamente, wie z. B. Betablocker, Lithium oder bestimmte Malariamittel, können Psoriasis auslösen oder verschlimmern.
  • Klima: Kaltes, trockenes Wetter kann Psoriasis-Symptome verschlimmern. Sonnenlicht kann hingegen bei manchen Betroffenen die Symptome lindern, aber ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden.
  • Ernährung: Obwohl die Ernährung nicht die Hauptursache für Psoriasis ist, können bestimmte Lebensmittel bei manchen Kindern und Jugendlichen Schübe auslösen. Dazu gehören z. B. stark verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke oder bestimmte Allergene.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Auslöser von Kind zu Kind unterschiedlich sein können. Beobachte dein Kind genau und versuche herauszufinden, welche Faktoren bei ihm oder ihr zu Schüben führen. Das Führen eines Tagebuchs kann dabei hilfreich sein.

Diagnose von Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen: So geht der Arzt vor

Wenn du bei deinem Kind oder Teenager Hautveränderungen bemerkst, die auf Psoriasis hindeuten könnten, solltest du unbedingt einen Dermatologen aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität deines Kindes zu verbessern.

Der Dermatologe wird in der Regel folgende Schritte durchführen, um die Diagnose zu stellen:

  1. Anamnese: Der Arzt wird dich nach der Krankengeschichte deines Kindes fragen, einschließlich früherer Hauterkrankungen, Allergien, Infektionen und eingenommenen Medikamente. Er wird auch nachfragen, ob es in der Familie Fälle von Psoriasis gibt.
  2. Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird die Haut deines Kindes sorgfältig untersuchen, um die Art und Verteilung der Hautveränderungen zu beurteilen. Er wird auch die Nägel und die Kopfhaut untersuchen.
  3. Hautbiopsie: In manchen Fällen kann eine Hautbiopsie erforderlich sein, um die Diagnose zu bestätigen oder andere Hauterkrankungen auszuschließen. Dabei wird eine kleine Hautprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.

Es gibt keine spezifischen Bluttests, um Psoriasis zu diagnostizieren. Allerdings können Bluttests durchgeführt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen oder den allgemeinen Gesundheitszustand deines Kindes zu beurteilen.

Es ist wichtig, dem Arzt alle relevanten Informationen über die Symptome deines Kindes und mögliche Auslöser mitzuteilen. Je genauer du die Symptome beschreiben kannst, desto einfacher ist es für den Arzt, die richtige Diagnose zu stellen.

Behandlungsmöglichkeiten für Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Die Behandlung von Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Entzündung zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Schweregrad der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen deines Kindes eingesetzt werden können.

Topische Therapien

Topische Therapien werden direkt auf die Haut aufgetragen und sind oft die erste Wahl bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis. Zu den gängigsten topischen Therapien gehören:

  • Kortikosteroide: Kortikosteroide sind entzündungshemmende Cremes oder Salben, die helfen, Rötungen, Juckreiz und Schuppung zu reduzieren. Sie sind in verschiedenen Stärken erhältlich und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, da eine langfristige Anwendung zu Nebenwirkungen wie Hautverdünnung führen kann.
  • Vitamin-D-Analoga: Vitamin-D-Analoga wie Calcipotriol helfen, das Wachstum der Hautzellen zu verlangsamen und die Entzündung zu reduzieren. Sie sind oft eine gute Alternative zu Kortikosteroiden, da sie weniger Nebenwirkungen haben.
  • Teerpräparate: Teerpräparate sind seit langem in der Behandlung von Psoriasis bewährt. Sie wirken entzündungshemmend und helfen, die Schuppung zu reduzieren. Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. als Cremes, Salben, Shampoos oder Badezusätze.
  • Calcineurin-Inhibitoren: Calcineurin-Inhibitoren wie Tacrolimus oder Pimecrolimus werden hauptsächlich bei Psoriasis in den Hautfalten eingesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und haben weniger Nebenwirkungen als Kortikosteroide.
  • Feuchtigkeitscremes: Feuchtigkeitscremes sind ein wichtiger Bestandteil der Psoriasis-Behandlung. Sie helfen, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Barrierefunktion der Haut zu stärken. Dies kann Juckreiz lindern und die Wirksamkeit anderer topischer Therapien verbessern.

Es ist wichtig, die topischen Therapien regelmäßig und gemäß den Anweisungen des Arztes anzuwenden. Eine konsequente Anwendung kann helfen, die Symptome zu kontrollieren und Schübe zu verhindern.

Lichttherapie (Phototherapie)

Die Lichttherapie setzt die Haut kontrolliert UV-Licht aus, um die Entzündung zu reduzieren und das Wachstum der Hautzellen zu verlangsamen. Sie wird oft bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eingesetzt, die nicht ausreichend auf topische Therapien anspricht.

Es gibt verschiedene Arten der Lichttherapie, darunter:

  • UVB-Bestrahlung: UVB-Bestrahlung verwendet kurzwelliges UV-Licht, um die Haut zu behandeln. Es gibt zwei Arten der UVB-Bestrahlung: Breitband-UVB und Schmalband-UVB. Schmalband-UVB ist in der Regel effektiver und hat weniger Nebenwirkungen.
  • PUVA-Therapie: PUVA steht für Psoralen plus UVA. Bei dieser Therapie wird dem Patienten vor der UVA-Bestrahlung ein Psoralen-Medikament verabreicht, das die Haut empfindlicher für UV-Licht macht.

Die Lichttherapie wird in der Regel in einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus durchgeführt. Die Behandlungsdauer und -häufigkeit hängen von der Art der Lichttherapie und dem Schweregrad der Psoriasis ab.

Systemische Therapien

Systemische Therapien werden oral oder durch Injektion verabreicht und wirken im ganzen Körper. Sie werden oft bei schwerer Psoriasis eingesetzt, die nicht ausreichend auf topische Therapien oder Lichttherapie anspricht.

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Zu den gängigsten systemischen Therapien gehören:

  • Methotrexat: Methotrexat ist ein Immunsuppressivum, das das Wachstum der Hautzellen verlangsamt und die Entzündung reduziert. Es ist ein wirksames Medikament zur Behandlung von Psoriasis, kann aber auch Nebenwirkungen haben.
  • Ciclosporin: Ciclosporin ist ein weiteres Immunsuppressivum, das die Aktivität des Immunsystems unterdrückt. Es ist wirksam bei der Behandlung von Psoriasis, kann aber auch Nebenwirkungen haben.
  • Biologika: Biologika sind gentechnisch hergestellte Medikamente, die gezielt bestimmte Botenstoffe des Immunsystems blockieren, die an der Entstehung von Psoriasis beteiligt sind. Sie sind sehr wirksam bei der Behandlung von Psoriasis, können aber auch das Risiko von Infektionen erhöhen.
  • Apremilast: Apremilast ist ein Phosphodiesterase-4-Inhibitor, der die Entzündung reduziert und das Wachstum der Hautzellen verlangsamt. Es ist ein neueres Medikament zur Behandlung von Psoriasis und hat in der Regel weniger Nebenwirkungen als andere systemische Therapien.

Systemische Therapien können erhebliche Nebenwirkungen haben und sollten nur unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Der Arzt wird dein Kind regelmäßig überwachen, um sicherzustellen, dass die Therapie sicher und wirksam ist.

Alternative und ergänzende Therapien

Viele Eltern suchen nach alternativen und ergänzenden Therapien, um die Psoriasis ihres Kindes zu behandeln. Einige dieser Therapien können helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, aber es ist wichtig, sie mit Vorsicht zu genießen und immer mit dem Arzt deines Kindes zu besprechen.

Zu den gängigsten alternativen und ergänzenden Therapien gehören:

  • Ernährungsumstellung: Einige Studien deuten darauf hin, dass eine Ernährungsumstellung, wie z. B. eine glutenfreie oder entzündungshemmende Ernährung, bei manchen Menschen mit Psoriasis helfen kann. Es ist wichtig, mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen, bevor du größere Änderungen an der Ernährung deines Kindes vornimmst.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Einige Nahrungsergänzungsmittel, wie z. B. Fischöl, Vitamin D oder Kurkuma, können entzündungshemmende Eigenschaften haben und bei manchen Menschen mit Psoriasis helfen. Es ist wichtig, mit einem Arzt zu sprechen, bevor du deinem Kind Nahrungsergänzungsmittel gibst.
  • Akupunktur: Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Therapie, bei der feine Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers gestochen werden. Einige Studien deuten darauf hin, dass Akupunktur bei der Linderung von Psoriasis-Symptomen helfen kann.
  • Stressbewältigungstechniken: Stress kann Psoriasis-Schübe verstärken. Stressbewältigungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, den Stress zu reduzieren und die Symptome zu lindern.
  • Bäder mit Zusätzen: Bäder mit Zusätzen wie Totes Meer Salz, Haferflocken oder Bittersalz können helfen, die Haut zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern.

Es ist wichtig zu beachten, dass alternative und ergänzende Therapien nicht wissenschaftlich bewiesen sind und nicht als Ersatz für die konventionelle medizinische Behandlung angesehen werden sollten. Sprich immer mit dem Arzt deines Kindes, bevor du alternative oder ergänzende Therapien anwendest.

Tipps für den Alltag: Wie du deinem Kind mit Psoriasis helfen kannst

Neben den medizinischen Behandlungen gibt es viele Dinge, die du im Alltag tun kannst, um deinem Kind mit Psoriasis zu helfen:

  • Hautpflege: Achte auf eine sanfte Hautpflege. Verwende milde, parfümfreie Seifen und Shampoos. Tupfe die Haut nach dem Duschen oder Baden trocken und creme sie anschließend großzügig mit einer Feuchtigkeitscreme ein.
  • Kleidung: Trage lockere, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle. Vermeide enge Kleidung oder synthetische Stoffe, die die Haut reizen können.
  • Baden und Duschen: Bade oder dusche dein Kind nicht zu oft und nicht zu heiß. Kurze, lauwarme Bäder oder Duschen sind besser für die Haut. Verwende Badeöle oder -zusätze, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
  • Sonne: Sonnenlicht kann bei manchen Kindern und Jugendlichen mit Psoriasis die Symptome lindern. Achte aber darauf, dein Kind vor Sonnenbrand zu schützen. Verwende Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und trage schützende Kleidung.
  • Kratzen vermeiden: Juckreiz ist ein häufiges Symptom der Psoriasis. Versuche, deinem Kind beizubringen, nicht zu kratzen, da dies die Haut weiter reizen und zu Entzündungen führen kann. Kühle Umschläge oder juckreizstillende Cremes können helfen, den Juckreiz zu lindern.
  • Ernährung: Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel, die bei deinem Kind Schübe auslösen. Sprich mit einem Arzt oder Ernährungsberater, um eine geeignete Ernährung für dein Kind zu entwickeln.
  • Stressbewältigung: Hilf deinem Kind, Stress abzubauen. Fördere Hobbys, Sport oder andere Aktivitäten, die ihm Freude bereiten. Sprich mit deinem Kind über seine Gefühle und Sorgen und unterstütze es bei der Bewältigung von schwierigen Situationen.
  • Unterstützung suchen: Suche Unterstützung bei anderen Eltern von Kindern mit Psoriasis. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein. Es gibt viele Selbsthilfegruppen und Online-Foren, in denen du dich mit anderen Eltern austauschen kannst.

Psychische Unterstützung: Wie du deinem Kind helfen kannst, mit den emotionalen Herausforderungen umzugehen

Psoriasis kann nicht nur körperlich, sondern auch psychisch sehr belastend sein. Kinder und Jugendliche mit Psoriasis können sich schämen, isoliert fühlen oder gehänselt werden. Es ist wichtig, deinem Kind die nötige psychische Unterstützung zu bieten, um mit diesen emotionalen Herausforderungen umzugehen.

  • Offene Kommunikation: Sprich offen mit deinem Kind über seine Gefühle und Sorgen. Höre ihm aufmerksam zu und nimm seine Gefühle ernst. Vermittle deinem Kind, dass es nicht allein ist und dass du immer für es da bist.
  • Selbstwertgefühl stärken: Hilf deinem Kind, sein Selbstwertgefühl zu stärken. Ermutige es, seine Stärken und Talente zu entdecken und zu entfalten. Lobe es für seine Leistungen und unterstütze es bei der Verfolgung seiner Ziele.
  • Akzeptanz fördern: Hilf deinem Kind, seine Psoriasis zu akzeptieren. Erkläre ihm, dass Psoriasis eine chronische Erkrankung ist, für die es sich nicht schämen muss. Ermutige es, offen über seine Erkrankung zu sprechen und sich nicht zu verstecken.
  • Mobbingprävention: Wenn dein Kind in der Schule gehänselt wird, sprich mit den Lehrern und der Schulleitung. Gemeinsam könnt ihr Maßnahmen ergreifen, um das Mobbing zu stoppen und dein Kind zu schützen.
  • Professionelle Hilfe: Wenn dein Kind unter starken psychischen Problemen leidet, wie z. B. Depressionen oder Angstzuständen, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Kinder- und Jugendpsychotherapeut kann deinem Kind helfen, mit seinen Gefühlen umzugehen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Denke daran, dass du die wichtigste Bezugsperson für dein Kind bist. Deine Liebe, Unterstützung und Akzeptanz können deinem Kind helfen, ein erfülltes Leben trotz Psoriasis zu führen.

Psoriasis im Teenageralter: Besondere Herausforderungen und Tipps

Das Teenageralter ist eine Zeit großer Veränderungen und Herausforderungen. Jugendliche mit Psoriasis stehen vor zusätzlichen Belastungen, da sie mit den körperlichen und emotionalen Auswirkungen ihrer Erkrankung zurechtkommen müssen.

  • Körperbild: Jugendliche sind oft sehr auf ihr Aussehen fixiert. Psoriasis kann das Körperbild negativ beeinflussen und zu Scham, Unsicherheit und sozialer Isolation führen. Es ist wichtig, deinem Teenager zu helfen, sein Selbstwertgefühl zu stärken und sein Aussehen zu akzeptieren.
  • Soziale Beziehungen: Psoriasis kann die sozialen Beziehungen von Teenagern beeinträchtigen. Sie können sich schämen, sich mit Freunden zu treffen oder an Aktivitäten teilzunehmen, bei denen ihre Haut sichtbar ist. Ermutige deinen Teenager, offen über seine Erkrankung zu sprechen und sich nicht zu isolieren.
  • Schule: Psoriasis kann den Schulbesuch beeinträchtigen. Juckreiz, Schmerzen und Müdigkeit können es schwierig machen, sich zu konzentrieren und am Unterricht teilzunehmen. Sprich mit den Lehrern deines Teenagers, um sicherzustellen, dass er die nötige Unterstützung erhält.
  • Behandlungstreue: Jugendliche sind oft weniger motiviert, ihre Psoriasis-Behandlung konsequent durchzuführen. Sie können sich gegen die Behandlung sträuben oder sie einfach vergessen. Es ist wichtig, deinen Teenager in die Behandlungsplanung einzubeziehen und ihn zu ermutigen, seine Medikamente regelmäßig einzunehmen und seine Hautpflege durchzuführen.
  • Umgang mit Stress: Stress kann Psoriasis-Schübe verstärken. Hilf deinem Teenager, Stress abzubauen. Fördere Hobbys, Sport oder andere Aktivitäten, die ihm Freude bereiten. Sprich mit deinem Teenager über seine Gefühle und Sorgen und unterstütze ihn bei der Bewältigung von schwierigen Situationen.

Es ist wichtig, deinem Teenager mit Psoriasis mit Verständnis, Geduld und Unterstützung zur Seite zu stehen. Hilf ihm, seine Erkrankung zu akzeptieren, sein Selbstwertgefühl zu stärken und ein erfülltes Leben zu führen.

Die Rolle der Eltern: Wie du dein Kind bestmöglich unterstützen kannst

Als Elternteil spielst du eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung deines Kindes mit Psoriasis. Deine Liebe, Akzeptanz und Unterstützung können deinem Kind helfen, mit den körperlichen und emotionalen Herausforderungen der Erkrankung umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen.

Hier sind einige Tipps, wie du dein Kind bestmöglich unterstützen kannst:

  • Informiere dich: Informiere dich umfassend über Psoriasis, um die Erkrankung besser zu verstehen und die bestmögliche Unterstützung bieten zu können.
  • Sei ein guter Zuhörer: Höre deinem Kind aufmerksam zu und nimm seine Gefühle ernst. Zeige Verständnis für seine Sorgen und Ängste.
  • Sei geduldig: Die Behandlung von Psoriasis kann langwierig und frustrierend sein. Sei geduldig mit deinem Kind und ermutige es, die Behandlung konsequent durchzuführen.
  • Sei positiv: Vermittle deinem Kind eine positive Einstellung zur Psoriasis. Zeige ihm, dass es trotz seiner Erkrankung ein erfülltes Leben führen kann.
  • Sei ein Vorbild: Lebe einen gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Stressbewältigung. Zeige deinem Kind, dass du seine Gesundheit ernst nimmst.
  • Sprich mit dem Arzt: Arbeite eng mit dem Arzt deines Kindes zusammen, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Stelle Fragen und teile deine Beobachtungen mit dem Arzt.
  • Suche Unterstützung: Suche Unterstützung bei anderen Eltern von Kindern mit Psoriasis. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr hilfreich sein.
  • Vergiss dich selbst nicht: Kümmere dich auch um deine eigene Gesundheit und dein Wohlbefinden. Die Betreuung eines Kindes mit Psoriasis kann sehr anstrengend sein. Sorge dafür, dass du genügend Zeit für dich selbst hast und deine eigenen Bedürfnisse nicht vernachlässigst.

Denke daran, dass du nicht allein bist. Es gibt viele Menschen, die dir und deinem Kind helfen können. Mit der richtigen Unterstützung und einer liebevollen Herangehensweise könnt ihr gemeinsam die Herausforderungen der Psoriasis meistern und ein erfülltes Leben führen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Ist Psoriasis heilbar?

Nein, Psoriasis ist derzeit nicht heilbar. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die in der Regel lebenslang besteht. Allerdings gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Mit der richtigen Behandlung und einer guten Hautpflege können viele Kinder und Jugendliche mit Psoriasis ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.

Ist Psoriasis ansteckend?

Nein, Psoriasis ist nicht ansteckend. Sie wird nicht durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger verursacht. Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Hautzellen angreift.

Was sind die ersten Anzeichen von Psoriasis bei Kindern?

Die ersten Anzeichen von Psoriasis bei Kindern können je nach Art der Psoriasis variieren. Häufige Anzeichen sind:

  • Rote, erhabene Plaques mit silbrig-weißen Schuppen (Plaque-Psoriasis)
  • Kleine, tropfenförmige, rote Flecken auf dem Körper (Guttata-Psoriasis)
  • Rote, glatte, entzündete Haut in den Hautfalten (Inverse Psoriasis)
  • Schuppige, juckende Kopfhaut (Kopfhaut-Psoriasis)
  • Veränderungen an den Nägeln (Nagel-Psoriasis)

Wenn du bei deinem Kind Hautveränderungen bemerkst, die auf Psoriasis hindeuten könnten, solltest du unbedingt einen Dermatologen aufsuchen.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Psoriasis?

Die Ernährung spielt keine direkte Rolle bei der Entstehung von Psoriasis, aber bestimmte Lebensmittel können bei manchen Kindern und Jugendlichen Schübe auslösen oder die Symptome verschlimmern. Dazu gehören z. B. stark verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Getränke oder bestimmte Allergene. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann dazu beitragen, die allgemeine Gesundheit zu verbessern und Entzündungen im Körper zu reduzieren. Es kann auch hilfreich sein, ein Ernährungstagebuch zu führen, um herauszufinden, welche Lebensmittel bei deinem Kind Schübe auslösen. Sprich mit einem Arzt oder Ernährungsberater, um eine geeignete Ernährung für dein Kind zu entwickeln.

Wie kann ich meinem Kind helfen, mit dem Juckreiz umzugehen?

Juckreiz ist ein häufiges und belastendes Symptom der Psoriasis. Hier sind einige Tipps, wie du deinem Kind helfen kannst, mit dem Juckreiz umzugehen:

  • Verwende kühle Umschläge oder feuchte Tücher, um die Haut zu kühlen.
  • Creme die Haut regelmäßig mit einer Feuchtigkeitscreme ein.
  • Verwende juckreizstillende Cremes oder Lotionen (z. B. mit Menthol oder Kampfer).
  • Bade dein Kind in lauwarmem Wasser mit Zusätzen wie Haferflocken oder Bittersalz.
  • Lenke dein Kind von seinem Juckreiz ab, z. B. durch Spielen, Lesen oder Fernsehen.
  • Achte darauf, dass dein Kind nicht kratzt, da dies die Haut weiter reizen und zu Entzündungen führen kann.
  • Sprich mit dem Arzt deines Kindes über mögliche Medikamente zur Linderung des Juckreizes.

Wie kann ich mein Kind vor Mobbing schützen?

Mobbing ist ein ernstes Problem, das Kinder und Jugendliche mit Psoriasis betreffen kann. Hier sind einige Tipps, wie du dein Kind vor Mobbing schützen kannst:

  • Sprich offen mit deinem Kind über Mobbing und ermutige es, dir zu erzählen, wenn es gehänselt wird.
  • Sprich mit den Lehrern und der Schulleitung, um sie über die Situation zu informieren.
  • Arbeite mit der Schule zusammen, um Maßnahmen gegen Mobbing zu ergreifen.
  • Stärke das Selbstwertgefühl deines Kindes und hilf ihm, selbstbewusster aufzutreten.
  • Ermutige dein Kind, sich mit Freunden zu umgeben, die es unterstützen und akzeptieren.
  • Wenn das Mobbing nicht aufhört, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche langfristigen Auswirkungen kann Psoriasis auf die Gesundheit meines Kindes haben?

Psoriasis ist nicht nur eine Hauterkrankung, sondern kann auch mit anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen. Kinder und Jugendliche mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko für:

  • Psoriasis-Arthritis (Entzündung der Gelenke)
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Übergewicht, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Psychische Probleme (z. B. Depressionen, Angstzustände)

Es ist wichtig, dass dein Kind regelmäßig von einem Arzt überwacht wird, um diese möglichen Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ich hoffe, dieser Ratgeber hat dir geholfen, Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen. Denke daran, dass du nicht allein bist und dass es viele Menschen gibt, die dir und deinem Kind helfen können. Mit der richtigen Unterstützung und einer liebevollen Herangehensweise könnt ihr gemeinsam die Herausforderungen der Psoriasis meistern und ein erfülltes Leben führen.

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