Juckreiz Periode ist für viele ein Thema, über das kaum gesprochen wird. Dabei ist es häufig und oft gut erklärbar. Manchmal steckt nur eine Reizung dahinter, manchmal braucht es Behandlung.
Während der Blutung ändern sich im Intimbereich mehrere Dinge zugleich. Feuchtigkeit, Reibung und Hygieneprodukte können die Haut stressen. Dazu kommen hormonelle Schwankungen, die Schleimhäute empfindlicher machen.
Viele merken dann Juckreiz Intimbereich Menstruation oder ein Brennen Scheide während Periode, obwohl sonst alles unauffällig ist. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, weil die Ursachen Juckreiz Regel von harmlos bis behandlungsbedürftig reichen. Auch Unverträglichkeiten auf Binden, Tampons oder Waschprodukte spielen eine Rolle.
In diesem Artikel geht es um schnelle Hilfe bei Intimjucken und darum, Beschwerden besser einzuordnen. Sie erfahren, woran Sie Reizung und Infektion unterscheiden können, worauf bei Vulva und Vagina zu achten ist und welche Selbsthilfe sicher ist. Außerdem: wann die Apotheke sinnvoll ist – und welche Warnzeichen in Deutschland klar für einen Termin in der gynäkologischen Praxis sprechen.
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Juckreiz während der Periode: Was kann ich tun?
Wenn es während der Blutung juckt oder brennt, hilft oft ein klarer, ruhiger Plan. Viele Reize entstehen durch Feuchtigkeit, Reibung oder neue Materialien. Die Frage was tun bei Intimjucken lässt sich daher zuerst ganz praktisch beantworten: Auslöser senken, Haut beruhigen, und Symptome beobachten.
Sofortmaßnahmen zur Linderung (kurzfristig)
Um Juckreiz sofort lindern Intimbereich zu erreichen, wechseln Sie als Erstes das Periodenprodukt. Tauschen Sie feuchte Binden oder Slipeinlagen zügig aus und testen Sie nach Möglichkeit eine unparfümierte Variante. Weniger Nässe bedeutet oft weniger Brennen.
Zu den Akutmaßnahmen Vulva zählt auch Kühlen von außen: ein sauberes, kühles Tuch kurz auflegen, dann Pause machen. Die Haut sollte dabei nicht „eisig“ werden, und nichts wird direkt aus dem Gefrierfach auf die Haut gelegt. Das kann Rötung und Spannungsgefühl mindern.
Auch einfache Hausmittel Juckreiz Periode sind möglich, solange sie sanft bleiben: lauwarmes Wasser zur Reinigung, danach vorsichtig trocken tupfen. Tragen Sie lockere Baumwollunterwäsche und wechseln Sie sie bei Bedarf öfter. Nachts kann mehr Luft helfen, wenn es sich für Sie gut anfühlt.
Was Sie besser vermeiden sollten, um Reizungen nicht zu verstärken
Kratzen wirkt kurz erleichternd, macht die Haut aber oft rauer und empfindlicher. Kleine Einrisse können dann stärker brennen. Auch starkes Reiben mit Toilettenpapier oder Waschlappen verstärkt die Reizung.
Meiden Sie Intimduschen, aggressive Seifen und parfümierte Sprays. Duftstoffe und Alkohol trocknen aus und verändern das Hautmilieu. Enge Leggings, synthetische Slips und langes Tragen feuchter Sportkleidung halten Wärme und Feuchtigkeit fest.
Wenn Sie unsicher sind, vermeiden Sie „Antipilzmittel auf Verdacht“. Das kann typische Zeichen überdecken und die Suche nach der Ursache erschweren. Besser ist es, die Symptome klar zu beobachten und bei Bedarf abklären zu lassen.
Wann Selbsthilfe ausreicht – und wann nicht
Selbsthilfe reicht oft, wenn das Jucken mild ist, nur kurz auftritt und ein klarer Reiz naheliegt, etwa ein neues Produkt oder viel Schwitzen. Achten Sie darauf, ob Geruch, Ausfluss oder Schmerzen dazukommen. Wenn sich die Haut nach Produktwechsel und Schonung rasch beruhigt, spricht das eher für eine Reizung.
Die Frage wann zum Arzt Juckreiz stellt sich bei starken oder anhaltenden Beschwerden, bei wiederkehrendem Intimjucken oder wenn zusätzlich Schmerzen, Fieber, Bläschen oder offene Stellen auftreten. Auch auffälliger Geruch oder deutlich veränderter Ausfluss sind Gründe, das zeitnah gynäkologisch abklären zu lassen.
| Situation | Typisch in dem Moment | Praktischer nächster Schritt |
|---|---|---|
| Mildes Jucken nach langem Tragen einer feuchten Binde | Leichte Rötung außen, kein starker Geruch, kein Schmerz | Produkt wechseln, Haut trocken tupfen, lockere Baumwolle; kurz kühlen als Akutmaßnahmen Vulva |
| Jucken nach Wechsel auf parfümierte Binden oder Intimspray | Brennen, Spannungsgefühl, empfindliche Haut beim Waschen | Duftstoffe stoppen, nur lauwarmes Wasser nutzen; Hausmittel Juckreiz Periode auf sanfte Pflege begrenzen |
| Starkes Jucken über mehrere Tage | Schlaf gestört, Reizung nimmt zu, Ursache unklar | Symptome notieren und klären, wann zum Arzt Juckreiz sinnvoll ist |
| Jucken mit auffälligem Ausfluss oder starkem Geruch | Zusätzliche Beschwerden, teils Brennen oder Druckgefühl | Nicht selbst „auf Verdacht“ behandeln; zeitnahe Untersuchung, um was tun bei Intimjucken sicher zu entscheiden |
Typische Ursachen für Juckreiz im Intimbereich während der Menstruation
Wenn es während der Tage juckt oder brennt, ist das oft eine Mischung aus Hautstress und Milieuwechsel. Die Ursachen Juckreiz Periode sind dabei nicht immer krankhaft, sondern können durch ganz normale Veränderungen im Zyklus entstehen.
Wichtig ist, ob der Juckreiz eher außen an der Vulva, in den Leisten oder innen in der Scheide sitzt. Auch die Stärke, der Geruch und mögliche Rötungen geben Hinweise, welche Prozesse gerade im Vordergrund stehen.
Hormonelle Schwankungen und empfindliche Schleimhäute
Rund um die Blutung sinkt bei vielen der Östrogenspiegel. Dadurch können Schleimhäute trockener werden, und kleine Reize fühlen sich schneller wie Kribbeln oder Brennen an. Ein hormonell bedingter Juckreiz kann daher auch dann auftreten, wenn keine Infektion vorliegt.
Manche sind zusätzlich empfindlich, etwa in der Stillzeit, in der Perimenopause oder unter bestimmten hormonellen Verhütungsmethoden. Dann reicht schon wenig Reibung, damit die Hautbarriere aus dem Gleichgewicht gerät.
Reibung, Feuchtigkeit und okklusive Bedingungen
Während der Periode entsteht leicht ein warmes, feuchtes Umfeld: Blut, Slipeinlagen oder Binden liegen dicht an, und Luft kommt schlechter an die Haut. Feuchtigkeit Intimbereich Reizung ist ein häufiger Auslöser, weil aufgeweichte Haut schneller scheuert und wund wird.
Enge Hosen, synthetische Unterwäsche oder langes Tragen desselben Produkts können das verstärken. Besonders an den Schamlippen und in der Leiste fällt Reibung dann als Jucken oder Brennen auf.
Veränderte Vaginalflora und pH-Wert während der Blutung
Menstruationsblut kann das Scheidenmilieu messbar verändern, weil es weniger sauer ist als das übliche Milieu. Der pH-Wert Menstruation steigt dadurch bei manchen kurzfristig an, und die Schutzfunktion der Lactobazillen kann leichter aus dem Takt geraten.
Eine verschobene Vaginalflora Blutung macht Beschwerden manchmal deutlicher, selbst wenn sie vorher schon leise vorhanden waren. Das erklärt auch, warum Hinweise auf Pilz oder bakterielle Vaginose ausgerechnet während der Tage auffallen können, ohne dass die Blutung allein der Auslöser sein muss.
| Auslöser im Zyklus | Was im Körper passiert | Wie es sich anfühlen kann | Typische Verstärker im Alltag |
|---|---|---|---|
| Hormonwechsel | Schleimhäute reagieren trockener und sensibler | hormonell bedingter Juckreiz, feines Brennen, Spannungsgefühl | Stress, wenig Schlaf, Stillzeit, Perimenopause |
| Okklusion und Nässe | Wärme staut sich, Haut weicht auf, Reibung nimmt zu | Feuchtigkeit Intimbereich Reizung, Wundgefühl an Vulva/Leiste | enge Kleidung, synthetische Slips, lange Tragedauer von Einlagen |
| Milieuwechsel durch Blut | pH-Verschiebung und veränderte Keimbalance | Jucken innen oder außen, mehr Empfindlichkeit | häufige Produktwechsel mit Duftstoffen, intensive Reinigung |
Unterschied: Juckreiz außen (Vulva) vs. innen (Vagina)
Wenn es während der Periode juckt, hilft zuerst die Frage: Juckreiz Vulva oder Vagina? Die Vulva ist der äußere Bereich mit Schamlippen und Scheidenvorhof. Die Vagina ist der innere Kanal. Diese Lage entscheidet oft, was als Nächstes sinnvoll ist.
Beim äußerer Juckreiz Intimbereich stehen Haut und Schleimhaut außen im Fokus. Häufig passen Reibung durch Binden, feuchte Wärme, Rasur oder eine gereizte Hautbarriere dazu. Auch eine Kontaktreaktion nach einem Produktwechsel kann außen schnell auffallen.
Beim innerer Juckreiz Scheide geht es eher um Prozesse im Inneren, zum Beispiel ein Ungleichgewicht der Vaginalflora oder eine pH-Verschiebung. Oft kommen Brennen, veränderter Ausfluss oder auffälliger Geruch hinzu. Manchmal spürt man beides gleichzeitig, innen und außen, weil Reizstoffe und Sekret die Vulva mit reizen können.
Damit Sie Symptome unterscheiden, lohnt sich eine kurze, ruhige Beobachtung: Wo ist der Startpunkt, und was hat sich kurz davor geändert? Ein Selbsttest Einordnung heißt nicht, eine Diagnose zu stellen, sondern Hinweise zu sammeln. Das hilft später auch in der Apotheke oder in der gynäkologischen Praxis.
| Merkmal | Eher äußerer Juckreiz Intimbereich (Vulva) | Eher innerer Juckreiz Scheide (Vagina) |
|---|---|---|
| Ort, an dem es am stärksten juckt | Schamlippen, Scheidenvorhof, Hautfalten | Tiefer innen, „im Kanal“, oft schwer genau zu lokalisieren |
| Typischer Auslöser | Neues Bindenmaterial, Duftstoffe, Kleber, Reibung, Rasur | Flora-Ungleichgewicht, pH-Veränderung, Infektion als Möglichkeit |
| Was man oft sieht oder fühlt | Rötung, kleine Risse, wundes Gefühl, brennende Haut | Brennen innen, Druckgefühl, Reizung beim Wasserlassen möglich |
| Begleitzeichen | Meist wenig Ausfluss, Beschwerden nehmen bei Bewegung/Schwitzen zu | Häufig mehr Ausfluss, Geruch kann sich verändern |
| Hinweis aus dem Alltag | Start kurz nach Produktwechsel oder nach langem Tragen einer Einlage | Start unabhängig vom Produkt, oft über mehrere Tage anhaltend |
Für die Selbsttest Einordnung können drei Fragen reichen: Juckt es vor allem außen bei Berührung? Gibt es innen spürbares Brennen oder neuen Ausfluss? Gab es einen Wechsel bei Binden, Tampons oder Waschmittel? So lassen sich Symptome unterscheiden, ohne zu raten.
Allergien und Reizstoffe: Binden, Tampons, Menstruationstassen
Wenn es während der Blutung juckt oder brennt, liegt es oft am Produkt selbst. Wärme, Feuchtigkeit und Reibung machen die Haut zusätzlich sensibel. Eine Allergie Binde Tampon kann sich schleichend entwickeln, auch wenn vorher alles gut vertragen wurde.
Kontaktdermatitis durch Duftstoffe, Kleber oder Materialien
Typisch für eine Kontaktdermatitis Intimbereich sind Rötung, Brennen und Jucken genau dort, wo das Material aufliegt. Auslöser sind häufig Duftstoffe, Farbstoffe oder Klebestreifen. Auch stark saugfähige Kunststoffe können die Haut austrocknen und die Barriere schwächen.
Wer empfindlich reagiert, fährt mit unparfümierte Binden oft ruhiger. Wichtig ist auch der Wechsel: Langes Tragen erhöht den Hautkontakt mit Feuchtigkeit und Rückständen.
Mechanische Irritation durch falsche Größe oder Anwendung
Nicht immer steckt eine Allergie dahinter. Eine Menstruationstasse Reizung kann entstehen, wenn Größe, Härte oder Sitz nicht passen. Druck am Scheideneingang oder am Schambein fühlt sich dann wie wundes Scheuern an.
Bei Tampons spielt die Saugstärke eine große Rolle. Ist sie zu hoch, kann das Entfernen trocken sein und kleine Mikroverletzungen fördern. Bei Binden können Kanten scheuern, vor allem bei Sport oder an heißen Tagen.
Tipps zur Produktauswahl: unparfümiert, atmungsaktiv, hautschonend
Setzen Sie auf hautfreundliche Periodenprodukte mit möglichst wenigen Zusätzen. Atmungsaktive Oberflächen und eine passende Größe senken das Reibungsgefühl. Wer zu Reizungen neigt, testet Änderungen einzeln, damit klar bleibt, was geholfen hat.
- Unparfümiert wählen und auf einfache Materiallisten achten, besonders bei Verdacht auf Kontaktdermatitis Intimbereich.
- Saugstärke an die Blutung anpassen; Tampons nicht „zur Sicherheit“ zu stark wählen.
- Bei wiederholter Menstruationstasse Reizung Größe oder Modell wechseln und auf materialschonende Reinigung nach Herstellerangaben achten.
- Regelmäßig wechseln und vor dem Einführen/Wechseln Hände waschen.
| Produkt | Häufige Reizquelle | Woran man es merkt | Praktischer Wechsel, der oft entlastet |
|---|---|---|---|
| Binde | Duftstoffe, Kleber, Wärmestau, scheuernde Ränder | Jucken und Rötung entlang der Auflagefläche, stärker bei Hitze | Unparfümierte Binden mit atmungsaktiver Oberfläche und besserer Passform |
| Tampon | Zu hohe Saugstärke, Trockenheit, Reibung beim Entfernen | Brennen beim Einführen/Entfernen, Spannungsgefühl | Saugstärke reduzieren oder zeitweise auf Binde/Periodenunterwäsche umstellen |
| Menstruationstasse | Zu harter Rand, falsche Größe, ungünstiger Sitz, reizende Reinigung | Druckstellen, wundes Gefühl, punktuelles Brennen | Weicheres Modell testen und Reinigung konsequent, aber schonend durchführen |
| Periodenunterwäsche | Waschmittelrückstände, enge Passform, geringe Atmungsaktivität bei bestimmten Stoffen | Flächiges Jucken nach dem Tragen, oft nach dem Waschen stärker | Mildes Waschmittel nutzen, extra spülen und auf lockeren Sitz achten |
Infektionen, die während der Periode auffallen können
Während der Blutung verändert sich das Milieu im Intimbereich. Das kann Beschwerden überdecken oder deutlicher machen, etwa durch mehr Feuchtigkeit und eine Verschiebung des pH-Werts. Wichtig ist: Nicht jeder Juckreiz ist automatisch eine Infektion, und nicht jede Selbstbehandlung passt zu den Symptomen.
Wenn Sie neu auftretende Beschwerden einordnen wollen, helfen drei Punkte: Wie sieht der Ausfluss aus, gibt es einen auffälligen Geruch, und wie stark sind Juckreiz oder Brennen? Diese Hinweise sind oft hilfreicher als „auf Verdacht“ zu behandeln.
Scheidenpilz (Candida): typische Anzeichen und Verlauf
Scheidenpilz Periode Symptome können sich als starker Juckreiz, Rötung und Brennen zeigen. Häufig kommt ein weißlicher, eher krümeliger Ausfluss dazu. Auch Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex sind möglich.
Typisch ist Candida Juckreiz, der plötzlich starten kann und an einzelnen Tagen besonders intensiv wird. Auslöser sind nicht immer klar. Häufige Faktoren sind Antibiotika, Diabetes oder ein geschwächtes Immunsystem.
Wenn die Beschwerden nicht zur typischen Kombination passen, ist Vorsicht sinnvoll. Ein brennendes Gefühl ohne passenden Ausfluss kann auch andere Ursachen haben. Dann ist Abklärung oft die bessere Wahl als eine schnelle Antipilztherapie.
Bakterielle Vaginose: Geruch, Ausfluss und pH-Veränderungen
Bei bakterieller Vaginose Geruch berichten viele über einen fischigen, unangenehmen Geruch. Der Ausfluss ist eher dünnflüssig und grau-weiß. Juckreiz kann vorkommen, steht aber nicht immer im Vordergrund.
Ein Hinweis ist ein erhöhter pH-Wert. Genau deshalb kann ein pH-Test Vagina zu Hause eine erste Orientierung geben, vor allem wenn der Geruch auffällt. Während der Periode ist der pH ohnehin oft weniger sauer, daher zählt das Gesamtbild aus Geruch, Ausfluss und Beschwerden.
Trichomonaden und andere Ursachen: wann ärztlich abklären
Trichomonaden Symptome können Juckreiz, Brennen und einen teils schaumigen Ausfluss umfassen. Auch ein unangenehmer Geruch ist möglich. Manchmal sind die Beschwerden mild, was die Einordnung erschwert.
Ärztliche Diagnostik ist besonders wichtig bei einem neuen Sexualkontakt, bei wiederkehrenden Beschwerden oder wenn die Symptome trotz passender Selbsthilfe bleiben. Das gilt auch, wenn der Ausfluss gelb-grünlich wirkt, Schmerzen dazukommen oder die Reizung rasch zunimmt.
| Hinweis | Passt eher zu | Was in der Periode leicht verwechselt wird | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Starker Juckreiz, Rötung, eher krümeliger weißer Ausfluss | Scheidenpilz Periode Symptome | Reizung durch Binden/Tampons oder Scheuern | Symptome prüfen, bei Unsicherheit gynäkologisch abklären |
| Fischiger Geruch, dünnflüssiger grau-weißer Ausfluss | bakterielle Vaginose Geruch | Geruch durch Blut und häufiges Wechseln, Mischgeruch | pH-Test Vagina als Orientierung, bei Auffälligkeiten Termin vereinbaren |
| Brennen, Juckreiz, teils schaumiger Ausfluss, Geruch möglich | Trichomonaden Symptome | Reizblase, Scheidenreizungen durch Intimprodukte | Ärztlicher Test, ggf. Partner:in mitabklären lassen |
| Juckreiz ohne typischen Ausfluss oder Geruch | Reizung, Allergie, Trockenheit oder Mischbild | „Auf Verdacht“ als Pilz gedeutet | Trigger reduzieren, bei anhaltenden Beschwerden gezielt untersuchen lassen |
Hautprobleme im Intimbereich: Ekzem, Neurodermitis, Psoriasis
Wenn der Juckreiz Schamlippen vor allem außen betrifft, steckt nicht immer eine Infektion dahinter. Bei Hautproblemen sind Rötung, Brennen, Schuppung oder kleine Einrisse oft stärker als Ausfluss. Gerade rund um die Periode kann die Haut schneller gereizt reagieren.
Ein Ekzem Vulva entsteht häufig durch Reizstoffe oder einen klaren Produktwechsel. Typisch ist ein brennend-juckendes Gefühl, manchmal wirkt die Haut auch feucht oder wund. Eine Dermatitis Intimzone kann sich ähnlich zeigen, etwa nach neuen Binden, parfümierten Waschlotionen oder starkem Schwitzen.
Beim Thema Neurodermitis Intimbereich stehen Trockenheit und eine sehr empfindliche Haut im Vordergrund. Viele Betroffene kennen solche Schübe auch von Armbeugen, Kniekehlen oder Händen. Während der Menstruation können häufigeres Waschen und Stress die Hautbarriere zusätzlich belasten.
Psoriasis genital sieht im Intimbereich oft anders aus als an Ellenbogen oder Knien. Die Stellen können stark gerötet und eher glatt wirken, mit wenig Schuppen. Der Juckreiz Schamlippen kann dabei intensiv sein, teils kommt schmerzhaftes Brennen durch Reibung hinzu.
Typische Auslöser in diesen Tagen sind Feuchtigkeit, okklusive Materialien, eng sitzende Unterwäsche und mehr Reibung. Auch häufiges Wechseln von Periodenprodukten kann die Haut mechanisch stressen. Dadurch können Ekzem Vulva, Neurodermitis Intimbereich oder Psoriasis genital leichter aufflammen.
| Hautbild und Verlauf | Häufige Hinweise im Alltag | Was während der Periode oft triggert | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|---|
| Ekzem Vulva: gerötet, wund, teils nässend; eher plötzlich nach Kontakt | Beginn nach neuem Produkt, Duftstoff, Kleber oder Material; Brennen plus Jucken | Produktwechsel, parfümierte Binden, feuchte Wärme, häufiges Reinigen | Reizquelle weglassen, Haut schonen, bei Persistenz ärztlich abklären |
| Neurodermitis Intimbereich: trocken, empfindlich, wiederkehrend; oft chronisch | Auch an anderen Körperstellen vorhanden; Haut spannt, kratzt schnell auf | Stress, Schlafmangel, heißes Wasser, häufiges Waschen, Reibung | Sanfte Pflege, kurze Reinigung, konsequenter Schutz der Hautbarriere |
| Psoriasis genital: gerötet, eher glatt, kann schmerzen; Schuppen oft wenig sichtbar | Jucken und Brennen, besonders bei Bewegung; manchmal kleine Risse | Feuchtigkeit, okklusive Einlagen, Scheuern durch Unterwäsche, Schwitzen | Nicht kratzen, Reibung reduzieren, Diagnose sichern lassen |
| Dermatitis Intimzone: gereizt, gerötet, brennend; kann sich ausweiten | Verschlechterung nach Seifen, Intimsprays oder aggressiver Rasur | Mehr Hygiene-Routinen, nasse Kleidung, lange Tragezeiten von Einlagen | Milde Reinigung, luftige Kleidung, bei sichtbaren Veränderungen Termin vereinbaren |
Wichtig ist, im Intimbereich nicht „auf Verdacht“ mit starken Mitteln zu behandeln. Kortison oder Antimykotika können falsch eingesetzt die Haut weiter reizen oder Symptome verdecken. Wenn Beschwerden wiederkehren oder die Haut sichtbar verändert ist, ist eine gynäkologische oder dermatologische Abklärung sinnvoll.
Richtige Intimhygiene während der Periode: weniger ist oft mehr
Gerade wenn es ohnehin empfindlich ist, kann weniger Pflege mehr Ruhe bringen. Bei Intimhygiene Periode zählt vor allem: sanft bleiben, Reibung senken und die Hautbarriere schützen. So lässt sich Juckreiz oft nicht „wegwaschen“, aber spürbar entschärfen.
Sanfte Reinigung: Wasser, pH-neutrale Produkte und Häufigkeit
Für die tägliche Reinigung reicht lauwarmes Wasser an der Vulva meist aus. Wenn Sie ein Produkt nutzen möchten, dann sparsam und ohne Duft: Eine pH-neutrale Waschlotion Intimbereich kann sinnvoll sein, wenn Wasser allein nicht angenehm ist.
Was die Häufigkeit angeht: Reinigen Sie nach Bedarf, etwa beim Wechseln von Binde, Tampon oder Periodenunterwäsche. Wer versucht, richtig waschen bei Juckreiz umzusetzen, fährt oft besser mit „kurz und mild“ statt mit häufigem Schrubben.
Warum Intimduschen und aggressive Seifen problematisch sein können
Viele merken erst nach ein paar Tagen, dass zu viel Hygiene die Beschwerden antreibt. Eine Intimdusche schädlich zu nennen, hat einen Grund: Spülungen können den Schutzfilm stören und die Vaginalflora aus dem Takt bringen.
Auch stark schäumende Seifen, Desinfektionsprodukte oder parfümierte Waschgels reizen die Schleimhaut. Das kann Brennen, Trockenheit und Mikroverletzungen fördern – und Juckreiz wirkt dann schnell hartnäckiger, obwohl man „mehr“ macht.
Richtiges Abtrocknen, Wäschewechsel und atmungsaktive Kleidung
Nach dem Waschen zählt das Danach: tupfen statt rubbeln, besonders in Hautfalten und der Leiste. So bleibt weniger Restfeuchte, die die Haut aufweichen kann.
Das sind die neuesten Juckreiz Produkte
Wechseln Sie Unterwäsche täglich, bei starkem Schwitzen auch öfter. Unterwäsche Baumwolle ist dabei oft die ruhigere Wahl, weil sie Luft durchlässt und Feuchtigkeit besser puffert als sehr enge, synthetische Stoffe.
| Alltagssituation | Schonende Routine | Was oft reizt | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Beim Wechseln von Binde/Tampon | Kurz mit lauwarmem Wasser außen reinigen, sanft abtupfen | Mehrfaches Waschen mit Seife, starkes Reiben | Hautbarriere schützen, nicht „überpflegen“ |
| Juckreiz ohne auffälligen Ausfluss | Minimalpflege; wenn nötig mild: pH-neutrale Waschlotion Intimbereich | Parfümierte Intimprodukte, Deos, Desinfektion | richtig waschen bei Juckreiz: kurz, mild, außen |
| Nach Sport oder starkem Schwitzen | Zügig umziehen, trocken tupfen, frische Wäsche | Nasse Leggings lange tragen, okklusive Slipeinlagen | Reibung reduzieren, Luft an die Haut lassen |
| Gefühl von „nicht sauber“ während der Blutung | Sanfte Intimhygiene Periode nach Bedarf, ohne Spülung | Vaginale Spülungen, weil „frischer“ wirken soll | Intimdusche schädlich: Flora kann kippen, Juckreiz steigt |
| Unterwäschewahl über den Tag | Unterwäsche Baumwolle, bequemer Schnitt, häufiger Wechsel | Sehr enge Slips aus Synthetik, Spitzenstoffe bei Reizung | Atmungsaktivität vor Optik, besonders bei empfindlicher Haut |
Bewährte Tipps zur Linderung von Juckreiz und Brennen
Wenn die Haut im Intimbereich während der Blutung gereizt ist, helfen oft einfache Schritte. Ziel ist es, Juckreiz Brennen lindern zu können, ohne die Schleimhaut zusätzlich zu stressen. Achten Sie dabei auf saubere Hände, kurze Anwendungen und Produkte ohne Duftstoffe.
Kühlende Maßnahmen und beruhigende Pflege (vulvabereich-sicher)
Kurze Kühlung kann den Reiz unterbrechen: ein sauberes, kühles Tuch für wenige Minuten auf die äußere Region legen. Das kann helfen, die Vulva beruhigen zu können, vor allem bei Hitzegefühl oder nach viel Bewegung.
Für die Pflege eignet sich eine schlichte, parfümfreie Fettpflege als Schutzfilm. Wichtig: nichts in die Vagina einbringen, wenn es nicht ausdrücklich dafür gedacht ist. Auf ätherische Öle, „Hausmittel-Mischungen“ und stark antiseptische Produkte besser verzichten.
Sitzbäder: wann sinnvoll und worauf achten
Ein Sitzbad Intimbereich kann bei äußerlicher Reizung kurzfristig entlasten, wenn es lauwarm, kurz und hygienisch ist. Zehn Minuten reichen meist. Danach die Haut vorsichtig trocken tupfen, nicht rubbeln.
Zusätze sollten nur genutzt werden, wenn sie nachweislich gut vertragen werden und nicht austrocknen. Bei Brennen nach dem Bad, stärkerer Rötung oder Spannungsgefühl ist weniger oft mehr: dann lieber beim klaren Wasser bleiben.
Schutz vor Reibung: Barrierepflege und passende Unterwäsche
Wenn die Haut wund ist, hilft Barrierepflege dort, wo Bindenränder, Nähte oder Feuchtigkeit scheuern. Eine Barrierecreme Intimbereich kann wie ein dünner „Puffer“ wirken, besonders in Leistenfalten oder an den äußeren Schamlippen.
Für Reibung vermeiden Periode zählt auch die Kleidung: Baumwollslips, die nicht einschneiden, und atmungsaktive Hosenstoffe sind oft angenehmer. Nachts kann es helfen, wenn möglich lockerer zu schlafen, damit Luft an die Haut kommt.
| Situation | Praktischer Schritt | Warum das oft entlastet |
|---|---|---|
| Akuter Juckreiz außen | Kurz kühlen, dann sanft trocknen | Reduziert Wärmegefühl und unterbricht den Kratzreiz |
| Reizung durch Feuchtigkeit | Produkt häufiger wechseln, Haut trocken tupfen | Weniger Mazeration, weniger Brennen |
| Wunde Stellen durch Scheuern | Sehr dünn Barrierecreme Intimbereich auftragen | Schutzfilm gegen Reibung und Nässe |
| Druck durch falsche Passform | Größe/Material anpassen, ggf. System wechseln | Weniger Kontaktstress, bessere Luftzirkulation |
Medikamente und Produkte aus der Apotheke: was hilft wann?
In der Apotheke gibt es viele Optionen gegen Juckreiz während der Periode. Entscheidend ist, ob eine Reizung, ein Pilz oder eine gestörte Flora dahintersteckt. Eine Creme gegen Juckreiz Intimbereich kann beruhigen, passt aber nicht zu jeder Ursache.
Bei typischen Pilzzeichen wie starkem Juckreiz, Rötung und bröseligem Ausfluss sind Antipilzmittel Scheidenpilz oft die erste Wahl. Häufig wird Clotrimazol eingesetzt, zum Beispiel als Canesten GYN Vaginaltablette plus Creme. Wichtig ist, die Anwendungsdauer einzuhalten und nicht zu früh abzubrechen.
Wenn die Haut außen gereizt ist, etwa nach parfümierten Binden oder durch Reibung, kann kurzzeitig Hydrocortison Intimbereich (0,5–1 %) helfen. Das ist eher bei Ekzem oder Kontaktdermatitis sinnvoll. Bei unklarem Ausfluss, Geruch oder Brennen in der Scheide sollte Hydrocortison nicht die erste Maßnahme sein.
Bei wiederkehrendem Geruch oder dünnflüssigem Ausfluss kann ein pH-Test Apotheke Hinweise geben. Ein erhöhter pH-Wert passt häufiger zu bakterieller Vaginose als zu Pilz. Der Test ersetzt keine Untersuchung, hilft aber, die nächsten Schritte besser einzuordnen.
Zur Unterstützung der Schleimhaut werden teils Milchsäure Vaginalzäpfchen genutzt, etwa nach Antibiotika oder bei Neigung zu Dysbalancen. Sie sind keine Akut-Therapie gegen starken Juckreiz, können aber das Scheidenmilieu stabilisieren. Für außen eignen sich zusätzlich parfümfreie Schutzcremes, wenn Trockenheit und Scheuern im Vordergrund stehen.
| Beschwerdebild | Apothekenprodukt | Typische Anwendung | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Starker Juckreiz, Rötung, bröseliger Ausfluss | Antipilzmittel Scheidenpilz (Clotrimazol, z. B. Canesten GYN) | Vaginaltablette oder -creme nach Packungsangabe, oft über mehrere Tage | Typisches Bild abwarten, konsequent anwenden, bei Unsicherheit ärztlich abklären |
| Reizung außen, Brennen nach Produktwechsel, trockene Haut | Creme gegen Juckreiz Intimbereich, parfümfreie Barrierepflege | Dünn auf die Vulva, besonders bei Reibung durch Binden oder enge Kleidung | Keine Duftstoffe, nicht in die Scheide einbringen, Auslöser vermeiden |
| Juckende, entzündete Haut ohne klaren Infekt | Hydrocortison Intimbereich (0,5–1 %) | Kurzzeitig, sparsam, nur äußerlich | Nicht bei Verdacht auf Infektion, nicht länger als wenige Tage ohne Rücksprache |
| Fischiger Geruch, eher dünner Ausfluss, wiederkehrende Dysbalance | pH-Test Apotheke, unterstützend Milchsäure Vaginalzäpfchen | pH messen, danach ggf. Milchsäurekur nach Bedarf | pH-Test ist nur ein Hinweis; bei starken Beschwerden ärztliche Diagnostik nötig |
Eine schnelle Abklärung ist sinnvoll bei Schwangerschaft, Fieber, starken Schmerzen, Bläschen, Blutungen außerhalb der Periode oder wenn Beschwerden trotz Behandlung bleiben. Auch bei häufig wiederkehrenden Episoden lohnt sich ein Termin, damit die Ursache klar wird und die Therapie gezielt passt.
Ernährung, Lebensstil und Zyklus: Einfluss auf Vaginalflora und Haut
Was Sie essen, wie Sie schlafen und wie Sie durch den Alltag gehen, kann sich im Intimbereich bemerkbar machen. Oft sind es kleine Stellschrauben, die die Schleimhaut beruhigen und die Vaginalflora stärken. Wichtig ist dabei: Nicht jedes Symptom hat nur eine Ursache, und nicht alles lässt sich „wegessen“.
Zucker, Stress und Schlaf: mögliche Trigger für Beschwerden
Sehr zuckerreiche Ernährung kann Entzündungsprozesse fördern und bei manchen Personen Beschwerden verstärken. Bei wiederkehrenden Problemen wird Ernährung Scheidenpilz häufig als Thema genannt, doch bei Rezidiven lohnt auch ein medizinischer Blick auf Risikofaktoren wie Diabetes oder Medikamente.
Auch Stress kann spürbar werden: Stress Juckreiz Intimbereich hängt oft damit zusammen, dass Hautbarriere, Immunantwort und Selbstpflege leiden. Schlafmangel bremst zudem die Regeneration der Schleimhäute und macht die Haut schneller reizbar.
- Regelmäßige Mahlzeiten mit Ballaststoffen, Eiweiß und gesunden Fetten können Blutzuckerspitzen abflachen.
- Ausreichend trinken unterstützt Schleimhäute, ohne dass „mehr“ automatisch „besser“ ist.
- Wenn Beschwerden immer wieder kurz vor oder während der Blutung starten, kann ein Zyklus-Tagebuch Muster sichtbar machen.
Probiotika und Milchsäure: sinnvoll oder überflüssig?
Probiotika und Milchsäure werden oft genutzt, um das Scheidenmilieu zu stabilisieren. Probiotika Vagina können für manche sinnvoll sein, zum Beispiel nach Antibiotika oder bei Neigung zu Dysbalancen. Sie sind aber kein Ersatz, wenn eine klare Infektion vorliegt.
Präparate unterscheiden sich: Orale Produkte wirken anders als vaginale Anwendungen, die direkt vor Ort ansetzen. Nutzen Sie nur gut verträgliche Produkte und stoppen Sie bei Brennen, stärkeren Schmerzen oder Blutungen außerhalb der Periode.
| Ansatz | Typischer Einsatz | Worauf achten |
|---|---|---|
| Vaginale Milchsäure | Bei pH-Verschiebung oder nach der Periode, wenn Reizung im Vordergrund steht | Nur kurzzeitig, bei starkem Brennen abbrechen; nicht als alleinige „Therapie“ bei deutlichen Infektzeichen |
| Orale Probiotika | Begleitend nach Antibiotika oder bei sensibler Verdauung und wiederkehrenden Dysbalancen | Geduld einplanen; Wirkung ist individuell und nicht sofort spürbar |
| Vaginale Probiotika | Wenn lokal unterstützt werden soll, etwa nach Infekten oder bei Neigung zu Ungleichgewicht | Auf Inhaltsstoffe und Verträglichkeit achten; bei Warnzeichen ärztlich abklären |
Sport, Schwitzen und Periodenmanagement: praktische Strategien
Bewegung ist grundsätzlich hilfreich, doch Feuchtigkeit und Reibung können die Haut reizen. Sport während Periode Hygiene bedeutet vor allem: nach dem Training zeitnah umziehen, sanft duschen und nasse Kleidung nicht lange tragen. So sinkt das Risiko, dass Wärme und Schweiß den Intimbereich zusätzlich belasten.
Praktisch bewährt sind atmungsaktive Stoffe und ein Periodenmanagement, das nicht scheuert. Wer empfindlich reagiert, fährt oft gut mit weichen, unparfümierten Binden oder passender Periodenunterwäsche, plus Wechseloptionen in der Tasche. Wenn sich trotz guter Routine wiederholt Juckreiz oder Brennen zeigt, ist eine Abklärung sinnvoll, statt nur an der Ernährung zu drehen.
Warnzeichen: Wann Sie zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen sollten
Manche Beschwerden sind nur lästig, andere sind ein Signal. Wenn Sie unsicher sind, hilft eine einfache Leitfrage: Wann zum Frauenarzt Juckreiz nicht mehr „typisch“ wirkt, sondern neu, stark oder anders als sonst ist. Dann ist Abklären oft der schnellste Weg zu Klarheit.
Starker Geruch, auffälliger Ausfluss, Blutungen außerhalb der Periode
Ein klarer Anlass sind Ausfluss Geruch Warnzeichen: ein deutlich fischiger, fauliger oder ungewöhnlich intensiver Geruch, dazu veränderter Ausfluss in Farbe, Menge oder Konsistenz. Das gilt auch, wenn Brennen beim Wasserlassen dazukommt oder der Intimbereich stark gerötet ist.
Ebenso wichtig ist Blutung außerhalb Periode, besonders wenn sie wiederkehrt, nach dem Sex auftritt oder mit Druckgefühl im Unterbauch einhergeht. Solche Veränderungen lassen sich in der Praxis meist rasch einordnen, ohne dass Sie lange „herumprobieren“ müssen.
Schmerzen, Fieber, Bläschen oder offene Stellen
Starke Schmerzen, Fieber oder ein krankes Allgemeingefühl sollten zeitnah ärztlich angeschaut werden. Das gilt auch bei deutlichem Unterbauchschmerz oder wenn Sitzen und Gehen unangenehm werden.
Bei Herpes Bläschen Intimbereich helfen frühe Schritte oft mehr als Abwarten. Typisch sind gruppierte Bläschen, später kleine wunde Stellen, manchmal zusammen mit Kribbeln oder stechendem Schmerz. Auch offene Areale nach Rasur oder Reibung können sich entzünden und sollten bei starker Empfindlichkeit kontrolliert werden.
Wiederkehrender Juckreiz: Abklärung von Ursachen und Tests
Wenn der Juckreiz immer wiederkommt, ist eine gezielte Diagnostik sinnvoller als dauernde Selbstbehandlung. Genau hier stellt sich die Frage Wann zum Frauenarzt Juckreiz, wenn es zum dritten Mal in kurzer Zeit auftritt oder nach jeder Periode wieder losgeht.
In der Praxis sind Blickbefund, pH-Test und je nach Lage ein Abstrich Vaginalinfektion üblich. Das kann Pilz, bakterielle Vaginose, Reizung durch Produkte oder auch eine STI voneinander abgrenzen. Bei häufigen Rückfällen lohnt es sich zudem, Hautkrankheiten wie Ekzem, Psoriasis oder Lichen sclerosus aktiv anzusprechen.
| Signal | Woran Sie es merken | Warum es relevant ist | Typische Abklärung in der Praxis |
|---|---|---|---|
| Ausfluss Geruch Warnzeichen | Neuer, starker Geruch; Ausfluss deutlich anders als gewohnt | Hinweis auf gestörte Flora, Entzündung oder Übertragung | pH-Messung, Blickbefund, Abstrich Vaginalinfektion |
| Blutung außerhalb Periode | Zwischenblutungen, Schmierblutung, Blut nach Sex | Kann von harmlos bis behandlungsbedürftig reichen | Anamnese, Untersuchung, ggf. Ultraschall und Abstrich |
| Herpes Bläschen Intimbereich | Bläschen, Brennen, wunde Stellen, teils Schmerzen | Frühe Einordnung kann Verlauf und Ansteckungsrisiko beeinflussen | Sichtbefund, ggf. Abstrich oder Labortest nach ärztlicher Entscheidung |
| Wann zum Frauenarzt Juckreiz | Sehr starker, neuer oder wiederkehrender Juckreiz | Häufige Rückfälle sprechen für falsche Selbsttherapie oder andere Ursache | Blickbefund, pH-Test, Abstrich Vaginalinfektion, ggf. STI-Test |
Vorbeugung: So reduzieren Sie Juckreiz in zukünftigen Zyklen
Wer Juckreiz Periode vorbeugen will, startet bei den Produkten. Wählen Sie Periodenprodukte hautfreundlich: konsequent unparfümiert und ohne reizende Zusätze. Achten Sie auf die passende Saugstärke und wechseln Sie regelmäßig, damit Feuchtigkeit und Wärme nicht stauen.
Wenn es trotzdem immer wieder kratzt, kann ein Wechsel der Kategorie helfen. Testen Sie für ein bis zwei Zyklen, ob Binde, Tampon, Menstruationstasse oder Periodenunterwäsche besser vertragen wird. So lässt sich der Intimbereich schützen Menstruation, ohne ständig neue Cremes auszuprobieren.
Auch die Routine macht einen Unterschied. Reinigen Sie sanft mit Wasser oder einem milden, pH-schonenden Waschprodukt, und lassen Sie Intimduschen weg. Trocknen Sie danach sorgfältig ab und tragen Sie atmungsaktive Baumwollwäsche, um die Vaginalflora stabilisieren zu können.
Gegen Reibung und Wundscheuern helfen lockere Kleidung und ein schneller Wäschewechsel nach Sport. Bei empfindlichen Stellen kann eine dünne Barrierepflege sinnvoll sein; das sind praktische Tipps gegen Reizungen. Kommt der Juckreiz wieder, ist eine ärztliche Abklärung besser als eine erneute Probebehandlung, und ein kurzes Symptomtagebuch kann Muster zeigen.
FAQ
Ist Juckreiz während der Periode normal?
Juckreiz während der Menstruation ist häufig und oft harmlos. Blut, Feuchtigkeit, Reibung und Hygieneprodukte können die Vulva reizen. Hält der Juckreiz an oder kommen Geruch, Schmerzen oder auffälliger Ausfluss dazu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Warum fällt Juckreiz ausgerechnet während der Menstruation stärker auf?
Während der Blutung entsteht leichter ein warmes, feuchtes Milieu. Binden, Slipeinlagen oder Tampons erhöhen Reibung und Okklusion. Außerdem kann Menstruationsblut den pH-Wert anheben und die Vaginalflora vorübergehend beeinflussen.
Was hilft sofort gegen Juckreiz im Intimbereich während der Periode?
Wechseln Sie das Periodenprodukt und tauschen Sie feuchte Einlagen zügig aus. Kühlen Sie nur äußerlich mit einem sauberen, kühlen Tuch in kurzen Intervallen. Reinigen Sie die Vulva sanft mit lauwarmem Wasser und tupfen Sie trocken.
Was sollte ich vermeiden, damit es nicht schlimmer wird?
Vermeiden Sie Kratzen, Intimduschen und aggressive Seifen. Duftende Intimsprays, parfümierte Waschlotionen und alkoholhaltige Produkte reizen oft zusätzlich. Tragen Sie keine enge synthetische Kleidung und bleiben Sie nicht in feuchter Sportkleidung.
Woran erkenne ich, ob der Juckreiz eher außen (Vulva) oder innen (Vagina) sitzt?
Juckreiz außen betrifft meist die Schamlippen und den Scheidenvorhof und passt oft zu Reizung, Kontaktdermatitis oder Rasurirritation. Juckreiz innen geht häufiger mit Brennen, veränderten Ausfluss oder Geruch einher. Diese Einordnung hilft, passende Maßnahmen zu wählen.
Können Binden, Tampons oder Periodenunterwäsche Juckreiz auslösen?
Ja. Duftstoffe, Kleber, Farbstoffe und bestimmte Materialien können eine Kontaktallergie oder Reizreaktion auslösen. Auch scheuernde Kanten, Wärmestau und lange Tragezeiten begünstigen Rötung und Brennen.
Kann ein Tampon den Juckreiz verstärken?
Das ist möglich, vor allem bei zu hoher Saugstärke bei schwacher Blutung. Dann kann es zu Trockenheit, Reibung und kleinen Mikroverletzungen kommen. Eine passende Saugstärke und regelmäßiges Wechseln reduzieren das Risiko.
Was ist bei der Menstruationstasse wichtig, wenn es juckt oder brennt?
Eine falsche Größe oder ein harter Rand kann Druckstellen und Reibung verursachen. Auch eine ungeeignete Reinigung kann die Schleimhaut reizen. Nutzen Sie die Tasse nur mit sauberen Händen und reinigen Sie sie gemäß Herstellerangaben materialschonend.
Wie unterscheiden sich Scheidenpilz (Candida) und bakterielle Vaginose?
Candida macht oft starken Juckreiz, Rötung und manchmal weißlich-krümeligen Ausfluss. Eine bakterielle Vaginose zeigt eher dünnflüssigen grau-weißen Ausfluss und einen fischigen Geruch; Juckreiz kann vorkommen. Ein pH-Selbsttest kann Hinweise geben, ersetzt aber keine sichere Diagnose.
Sollte ich bei Juckreiz „auf Verdacht“ ein Antipilzmittel verwenden?
Nur bei einem typischen Bild, das zu Scheidenpilz passt. Eine Behandlung auf Verdacht kann Symptome verschleiern und die richtige Therapie verzögern, etwa bei bakterieller Vaginose oder einer Kontaktdermatitis. Bei Unsicherheit oder wiederkehrenden Beschwerden ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll.
Können sexuell übertragbare Infektionen hinter dem Juckreiz stecken?
Ja, zum Beispiel Trichomonaden können Juckreiz, Brennen und übel riechenden, teils schaumigen Ausfluss verursachen. Bei neuen Sexualkontakten, ungeschütztem Sex oder anhaltenden Symptomen sind STI-Tests in der gynäkologischen Praxis wichtig. Das gilt auch bei Bläschen, die an Herpes genitalis denken lassen.
Welche Rolle spielen hormonelle Schwankungen und Trockenheit?
Um die Menstruation sinkt bei vielen der Östrogenspiegel. Dadurch kann die Schleimhaut trockener und empfindlicher sein, und Reibung wird schneller als Jucken oder Brennen wahrgenommen. Stillzeit, Perimenopause oder bestimmte hormonelle Verhütungsmethoden können Trockenheit zusätzlich fördern.
Kann Juckreiz während der Periode auch von Hautkrankheiten kommen?
Ja. Ekzem, Neurodermitis oder Psoriasis im Genitalbereich können starken äußeren Juckreiz, Rötung, Schuppung oder kleine Einrisse verursachen. Ausfluss ist dann meist nicht das Leitsymptom. Bei wiederkehrenden oder sichtbaren Hautveränderungen ist eine gynäkologische oder dermatologische Diagnose wichtig.
Wie sieht die richtige Intimhygiene während der Menstruation aus?
Weniger ist oft mehr. Reinigen Sie den äußeren Intimbereich mit lauwarmem Wasser, bei Bedarf mit einem milden, pH-hautfreundlichen Produkt. Trocknen Sie sorgfältig durch sanftes Abtupfen und wechseln Sie Unterwäsche sowie Periodenprodukte regelmäßig.
Sind Sitzbäder bei Juckreiz während der Periode sinnvoll?
Bei äußerlicher Reizung können kurze, lauwarme Sitzbäder entlasten. Wichtig sind saubere Bedingungen und anschließendes gründliches, sanftes Trocknen. Reizende Zusätze und stark austrocknende Mittel sollten Sie vermeiden.
Welche Produkte aus der Apotheke können helfen?
Das hängt von der Ursache ab. Bei typischem Candida sind Antimykotika mit Clotrimazol wie Canesten GYN gängig. Bei äußerlicher Kontaktdermatitis kann kurzzeitig niedrig dosiertes Hydrocortison (0,5–1 %) helfen, aber nicht bei unklarer Infektion. Bei Reibung und Wundsein sind parfümfreie Barrierecremes für die Vulva oft hilfreich.
Helfen Milchsäure oder Probiotika gegen Juckreiz und Flora-Ungleichgewicht?
Sie können bei manchen Personen unterstützend sein, etwa nach Antibiotika oder bei Neigung zu Dysbalancen. Sie sind aber kein Ersatz für die Behandlung einer klaren Infektion. Unterscheiden Sie zwischen vaginalen Präparaten und oralen Probiotika und nutzen Sie sie nur, wenn sie gut vertragen werden.
Können Ernährung, Stress und Schlaf den Intimbereich beeinflussen?
Sie können Beschwerden verstärken, weil Stress und Schlafmangel die Hautbarriere und Regeneration beeinträchtigen. Bei wiederkehrendem Scheidenpilz sollten auch Faktoren wie Antibiotika-Einnahme oder ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus medizinisch abgeklärt werden. Ernährung allein erklärt nicht jede Episode.
Was kann ich beim Sport während der Periode tun, damit es nicht juckt?
Tragen Sie atmungsaktive Kleidung und wechseln Sie verschwitzte Sachen zeitnah. Feuchtigkeit und Reibung steigen durch enge Leggings und synthetische Stoffe. Praktisch ist es, Wechselprodukte dabeizuhaben und bei empfindlicher Vulva scheuerarme, unparfümierte Produkte zu nutzen.
Wann muss ich mit Juckreiz während der Periode zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen?
Bei starkem oder anhaltendem Juckreiz, wiederkehrenden Episoden oder wenn Selbsthilfe nicht wirkt. Auch starker Geruch, auffälliger Ausfluss, Blutungen außerhalb der Periode, Fieber, Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen, Bläschen oder offene Stellen sind Warnzeichen. Dann sind Untersuchung, pH-Messung und Abstrich oder STI-Test oft sinnvoll.
Was kann ich tun, um Juckreiz in zukünftigen Zyklen zu vermeiden?
Setzen Sie auf unparfümierte, hautschonende Produkte und die passende Saugstärke. Wechseln Sie Periodenprodukte regelmäßig und reduzieren Sie Feuchtigkeit durch atmungsaktive Baumwollunterwäsche und lockere Kleidung. Beobachten Sie Muster mit einem Zyklus- und Symptomtagebuch, inklusive Sex, Sport, neuen Produkten und Medikamenten wie Antibiotika.
Welche seltenere Ursache sollte bei chronischem Juckreiz mitgedacht werden?
Bei lang anhaltendem, starkem oder immer wiederkehrendem Juckreiz sollte auch an Lichen sclerosus gedacht werden. Die Erkrankung betrifft vor allem die Vulva und kann zu feinen Einrissen und Hautveränderungen führen. Eine frühe Diagnose ist wichtig, daher sollte das ärztlich abgeklärt werden.
